Restaurant am schlechten Standort – So wird es trotzdem erfolgreich

Der Standort eines Restaurants spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg oder Misserfolg eines Gastronomiebetriebs. Viele Restaurants mussten schon wegen ihres schlechten Standorts und Umfeldes schließen, obwohl es noch einige weitere Faktoren gibt, die den Erfolg eines Restaurants maßgeblich entscheiden. Die beiden wichtigsten sind:

  1. Das kulinarische Erlebnis (Essen, Service, Atmosphäre)
  2. Das Restaurant Marketing

Vor Eröffnung eine Standortanalyse für das Restaurant durchführen

Personen, die nach Lösungen suchen, was zu tun ist, wenn der Standort des Restaurants schlecht ist, fallen meist in2 Kategorien:

  1. Sie wollen ein Restaurant eröffnen, bei dem die Lage jedoch nicht ideal ist und sind am überlegen, ob sich das ausgleichen lässt.
  2. Sie haben schon ein Restaurant eröffnet und erst danach festgestellt, dass der Standort schlecht ist. In diesem Fall geht es häufig darum die Existenz des Restaurants zu retten oder aber ein mittelmäßig laufendes Restaurant zu seinem vollen Potenzial zu verhelfen.

Aber sprechen zu Anfang über den ersten Fall…

Bevor Sie sich entscheiden ein Restaurant zu eröffnen oder zu übernehmen, sollte eine Standortanalyse durchgeführt werden, um den am besten geeigneten Standort für Ihr Restaurant zu ermitteln bzw. um die Nachbarschaft und die wichtigsten Erfolgsfaktoren genau zu kennen. Eine detaillierte umfangreiche Analyse ist der wichtige Grundstein für den Erfolg des geplanten Restaurants und bildet die Basis für ein langfristig erfolgreiches Gastronomie-Konzept.

Das Einzugsgebiet eines jeden Restaurants ist je nach Stadt, Verkehrslage und Wettbewerbssituation unterschiedlich. Aus diesen Gründen ist eine Standortanalyse unabdingbar, um zu untersuchen, in welchem Umfang die potenzielle Zielgruppe erreicht werden kann. Dafür sollten Daten über die Einwohner, Kaufkraft, Entwicklung des Viertels und Analyse der Mitbewerber eingeholt werden. Quellen für die Daten sind die IHK, lokale Behörden aber auch Google MyBusiness und generell das Internet.

Aber was machen, wenn schon gegründet wurde?

Erfolg trotz schlechtem Standort – Das Restaurant wurde bereits gegründet oder man glaubt den schlechten Standort durch andere Faktoren ausgleichen zu können

Da einige Restaurants trotz schlechtem Standort sehr erfolgreich sein, lässt dies viele aufstrebende oder bereits seit längerem existierende Restaurants glauben, dass sie es ebenso schaffen können. Aber dazu ist es notwendig zu verstehen, wie man die Einflussfaktoren bei schlechten Standorten in den Griff bekommt und überwindet; denn in vielen Fällen ist das möglich – allerdings mit Sicherheit nicht immer. Manche Standorte sind wirklich so schlecht, dass sich die Anstrengung nicht lohnt, dort ein Restaurant zu eröffnen. Und dabei sei auch erwähnt, dass man das Restaurant verkaufen sollte, wenn der Aufwand das Restaurant erfolgreich zu machen zu groß ist.

Die Kennzeichen eines schlechten Restaurantstandortes

Ob der Standort des Restaurants tatsächlich schlecht ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

Zielgruppe des Restaurants VS Einwohner & Personen im Zielgebiet

Es ist sicher nicht sinnvoll, ein Nobelrestaurant in einem Viertel zu etablieren, das eine geringe Kaufkraft aufweist. Selbiges gilt für ein Dönerimbiss in der Villengegend. Zwar können manche Restaurant Konzepte erfolgreich sein, gerade weil diese im Kontrast zum umliegenden Gebiet steht, wie z.B. Szene Restaurant in alternativem „In-Viertel“; aber selbst da gilt, dass sich die Zielgruppe sowieso in das Einzugsgebiet des Restaurants bewegt, um dort auch anderweitig die Zeit zu verbringen.

Abgelegenes Gebiet

Bereiche mit geringem Publikumsverkehr, wie z.B. Wohngebiete, sind ebenfalls als Standort für ein Restaurant nicht zu empfehlen. Wenn neben dem Restaurantbesuch sonst keine Freizeitbeschäftigung möglich ist – welche von idyllischen Gegenden mit Spaziergangsoptionen über kulturelle Institutionen wie z.B. Theater oder Kino bis hin zu Einkaufsgelegenheiten reichen – dann ist es schwieriger Personen zu einem Restaurantbesuch zu motivieren.

Geringe Sichtbarkeit

Ein Restaurant im Hinterhof, auf der Rückseite eines Gebäudes oder von außen nicht als solches erkennbar, ist in den meisten Fällen ebenfalls als schlechter Standort zu bewerten.

Zugang und Anfahrt

Erschwerte Zugänglichkeit zum Restaurant, keine Parkplätze in der Nähe oder keine direkte Anknüpfung an öffentliche Verkehrsmittel sind ebenfalls Aspekte eines schlechten Standorts. Wenn Menschen nicht in der Lage sind, das Restaurant schnell zu erreichen und nach einem guten Essen wieder zu verlassen, ist es wahrscheinlicher, dass sie ein anderes Restaurant wählen, welches diese Faktoren positiv belegt.

Wenn nun einer dieser Faktoren, vielleicht sogar mehrere oder noch weitere für Ihren Restaurantstandort zutreffen, ergibt sich die Frage, wie Sie dennoch Ihren gastronomischen Betrieb erfolgreich führen können.

Gutes Restaurant-Marketing als Lösung für einen schlechten Standort

Wenn Ihr Restaurant – aus welchen Gründen auch immer – in einem relativ schlechten Umfeld liegt, sparen Sie gegenüber einem erstklassigen Standort Miete: Dieses eingesparte Geld können und sollten Sie dann in ein gut durchdachtes Marketingkonzept für Ihr Restaurant investieren.

Als Grundlage sollten Sie natürlich erst einmal einen Restaurant Marketingplan erstellen, der genau Ihre Situation beleuchtet, Ihre Probleme und die Lösungsstrategien enthält und Ihnen einen genauen “Fahrplan” bietet, wie Ihr Restaurant trotz schlechtem Standort erfolgreich wird.

Dafür müssen Sie die Zielgruppe für Ihr Restaurant genau kennen, denn dann können Sie den Service und das Erlebnis so anpassen, dass diese attraktiver für diese Personen werden. Und im nächsten Schritt, wissen Sie, welche Restaurant Werbemethoden Sie am besten nutzen können um diese Personen zu erreichen und auf welche Art Sie in diesem Marketing kommunizieren, um Menschen zu häufigen Besuchen in Ihrem Restaurant bringen, selbst wenn dieses etwas schlechter gelegen ist.

Online Marketing für Ihr Restaurant nutzen, um trotz schlechtem Standort Sichtbarkeit zu erhalten

Effektives Online Marketing ist entscheidend für den Erfolg Ihres Restaurants, wenn die Lage schlecht ist. Das bedeutet Suchmaschinen Optimierung, damit Sie im Netz gefunden werden, wenn schon nicht offline. Weiterhin Optimierung der Profile auf den Bewertungsportale und systematische Erlangung von Bewertungen, damit Sie mindestens in den Top 10 in Ihrer Stadt sind – besser aber einen der drei vordersten Plätze und Nummer #1 in Ihrer Kategorie. Letztlich auch noch eine gute Social Media Strategie, häufige Kommunikation über Facebook und auch das Versenden eines Nutzen bringenden sowie unterhaltsamen Newsletters, wofür es natürlich notwendig ist, dass Sie die Namen und Daten Ihrer Gäste sammeln.

Weitere Marketingideen, die Sie nutzen können, um die schlechte Lage auszugleichen:

  • Wenn Sie ein Restaurant haben, das sich im Hinterhof, auf der Rückseite eines Gebäudes oder von außen nicht als solches erkennbar ist, stellen Sie Plakatwände, Werbetafeln, Hinweisschilder Ihres Restaurants gut sichtbar auf. Achten Sie darauf, dass auf den Plakatwänden Ihre besonderen Gerichte, spezielle Tages-Mittags-Abend-Angebote, gegebenenfalls Rabatte oder Angebote zur „Happy Hour“ deutlich sichtbar sind.
  • Werbung auf Tragetaschen, Papiertüten u. ä. kann ebenfalls Gäste anlocken, zumal wenn Sie das in Kooperation mit Ihrem Zulieferer (Metzger, Bauern aus der Region) aufdrucken und vertreiben lassen. Wichtig ist hier, dass dies Unternehmen sind, die Zugang zu Ihrer Zielgruppe haben, also genau die Art von Personen, die Sie in Ihr Restaurant bekommen möchten.
  • Suchen Sie die Verbindung mit den im Umfeld ansässigen Firmen und bieten Sie entsprechendes Mittagessen an. Versenden Sie Flyer/Broschüren, kontaktieren Sie die Lokalzeitung, Vereine in der Umgebung, fragen Sie sie nach deren Bedürfnissen und bieten Sie dann entsprechendes Essen an.
  • Bieten Sie Ihren Gästen ein Bonus-, Rabattsystem an, bei dem z.B. das 10.Gericht – im Preisbereich der bis dahin genossenen Speisen – umsonst ist; bieten Sie 10% Rabatt beim nächsten Besuch in Ihrem Restaurant.
  • Mehr Gäste für das Restaurant zu gewinnen ist nur eine der 4 Möglichkeiten, wie Restaurants den Umsatz steigern können. Wenn Sie aber gleichzeitig daran arbeiten die durchschnittliche Bestellgröße zu steigern, die Häufigkeit der Besuche und die Dauer der Treue, erreichen Sie weitaus mehr. Hierbei ist vor allem das Speisekarten-Marketing wichtig, da Sie dabei alle 4 Faktoren gleichzeitig steigern (davor sollten Sie erst diese Fehler bei der Gestaltung der Speisekarte vermeiden).

Weitaus mehr Ideen für Ihr Restaurant Marketing finden Sie in den wöchentlichen Ausgaben des GastroInsider Restaurant-Erfolg Newsletters.

Ein Alleinstellungsmerkmal entwickeln, dass Personen motiviert trotz dem Standort ins Restaurant zu kommen

Haben Sie eine USP (Unique Selling Proposition) bzw. ein Alleinstellungsmerkmal, das unverkennbar mit Ihrem Restaurant verbunden ist oder verbunden werden kann? Etwas, das Sie von allen anderen Restaurants unterscheidet, einen Wiedererkennungswert hat, bei seiner Nennung sofort mit Ihrem gastronomischen Betrieb in Verbindung gebracht wird und was vor allem so motivierend, überzeugend und attraktiv ist, dass Ihre Zielgruppe gar nicht anders kann, als Sie auszuwählen?

In der simpelsten Version kann dies ein bestimmtes Gericht oder Getränk sein, das Ihre Erfindung ist oder das Sie außergewöhnlich gut machen – eine Spezialität, für das Ihr Restaurant berühmt wird.

Besondere Lebensmittel, „Küchenchefs Specials” und Gerichte von Prominenten, neueste Trends, alles, was verlockend klingt und Sie zu Ihrem Markenzeichen machen. Es kann natürlich auch ein außergewöhnliches Getränk sein, das aus einer besonderen Mischung verschiedener Zutaten besteht. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Fragen Sie auch Ihre Zielgruppe, Freunde, Bekannte, was sie an Ihren Mahlzeiten so schätzen.

Achten Sie nur darauf, dass es außergewöhnlich gut für Ihre Zielgruppe ist, und die schlechte Lage des Restaurants wird den Umsatz und die Beliebtheit Ihres Restaurants nicht beeinträchtigen.

Um es nochmals zu betonen:

Es ist essenziell, dass dieses Alleinstellungsmerkmal wichtig für Ihre Zielgruppe ist. Es geht nicht darum anders zu sein, nur um anders zu sein. Denn wenn ein  einzigartiger Faktor, sei es Essen, Service oder Erlebnis für Ihre Zielgruppe nicht wichtig ist (wie z.B. eine „15 Minuten Essen am Tisch Garantie“ für eine Zielgruppe, bei denen Zeit keine Rolle spielt), dann ist das genauso, als gäbe es keinen Einzigartigkeitsfaktor.

Der Artikel “Wie sich ein Restaurant von den Mitbewerben abheben kann” gibt Ihnen weitere Informationen dazu.

Hervorragendes Essen servieren und exquisiten Service bieten

Es wurde schon erwähnt, dass der Standort nur einer von mehreren Faktoren ist. Die anderen sind die Qualität des Essens, der Service, das Restaurant Erlebnis sowie Ihr Marketing. Es ist eine Tatsache, dass das Ambiente eines Restaurants die Mehrheit der Gäste anzieht, aber der eigentliche Grund, warum ein Restaurant von Menschen besucht wird, ist das Essen.

Ich selbst – und Sie vermutlich auch – bin in verschiedenen Städten der Welt an ihren Rand in Nebenstraßen mit kleinen Gassen gegangen, nur weil ich gehört hatte, dass es dort kleine Restaurants mit außergewöhnlichem Speisen und Ambiente gibt; und in der Tat, es war (fast) immer ein besonderes Esserlebnis.

Viele Menschen glauben, dass Restaurants an weniger guten Standorten und an weniger traditionellen Orten schlechtere Qualität servieren und dem Service weniger Aufmerksamkeit schenken. Diese Vorurteile können Sie zu Ihrem Vorteil nutzen, indem Sie vorzügliche, qualitativ hochwertige Speisen zusammen mit einem exquisiten Service bieten, der Sie zu einer Ausnahme macht und zu einer Berühmtheit in Ihrer Stadt werden lässt, für die Menschen gerne eine längere Anreise in Kauf nehmen.

Bei schlechtem Standort Lieferung anbieten – Wenn einige Gäste nicht ins Restaurant kommen wollen, dann gehen Sie doch zu ihnen

Ein letzter Aspekt, um die negativen Auswirkungen eines nicht so guten Standortes auszugleichen sind die Liefermöglichkeiten.

Wenn geplant ist Lieferung anzubieten, müssen dafür die Lebensmittelkosten und alle damit verbundenen Ausgaben betrachtet werden, da sie einen großen Teil des Budgets in Anspruch nehmen werden. Je besser die Verhandlungen mit den Lieferanten für faire Preise ausfallen, je weniger zu teure Optionen bestellen werden und v.a. Überschuss reduziert werden kann, desto geringer werden die mit dem Lieferservice verbundenen Kosten sein. Die Kosten können zusätzlichverringert werden, indem mit lokalen Lieferanten (Bauern, Metzgern) zusammengearbeitet wird, mit deren frischen lokalen Produkten Sie, aber auch diese Unternehmen, werben können. So wird auch der Aspekt des nachhaltigen Wirtschaftens betont; eine nicht zu unterschätzende Überzeugungsmöglichkeit.

Wenn Ihre Gäste nicht zu Ihnen kommen können – sei es wegen der schlechten Lage oder jetzt wegen der Pandemie -, warum gehen Sie dann nicht zu ihnen? Die Optionen der Essenslieferung – online und per Anruf – kann beträchtliche Veränderungen mit sich bringen verändern und Ihre Einnahmen um ein Vielfaches steigern. Gerade Corona hat zu einem hohen Wachstum bei der Online-Bestellung von Speisen und  Lebensmitteln geführt, was gerade für kleine und Take-out-Restaurants von großem Vorteil ist.

So wie Sie Ihre Mitarbeiter rechtzeitig informieren und in Ihre Pläne zur Lieferung einweihen müssen, sollten Sie auch mit Ihren Gästen frühzeitig über soziale Medien, E-Mail-Newsletter, einem Popup-Fenster auf Ihrer Website und mit Hinweisschildern an der Tür Ihres Restaurants  Kontakt aufnehmen.

Update zu Einschränkungen mit Corona: Sie Ihre Gäste auf die ihnen sicher hinlänglich bekannte Gesundheitslage im Land, den damit verbundenen staatlichen Maßnahmen hin und Ihre daraus gezogenen Konsequenzen Ihren Gäste weiterhin einen guten Service anzubieten, jetzt aber über den neu eingerichteten Bestellservice.

Selbstverständlich sollten Sie dabei vollkommen offen sein, den Gästen klar mitteilen, welche Bestellmethoden für Ihr Unternehmen finanziell am besten geeignet sind, und bitten Sie sie, diese zu benutzen. Sollten Sie für Ihr Restaurant ein eigenes Liefersystem eingerichtet haben, bitten Sie Ihre Gäste, von dort aus zu bestellen und nicht die großen Lieferplattformen zu nutzen, wo Provisionen fällig sind.

Ihre gewinnbringenden, lieferfreundlichen Artikel sollten für Sie relativ günstig in der Zubereitung sein, und sie sollten den Transportweg nicht nur schadlos sondern zudem auch ohne hohe Qualtitätseinbußen (ein wenig lässt sich auf Grund der größeren Distanz natürlich nicht vermeiden) überstehen. Das Thema „einen eigenen Lieferservice einführen“ ist etwas umfassender, doch abschließend noch der Hinweis, dass eine kurze, übersichtliche Speisekarte es Ihnen viel leichter macht, wenn Sie zum ersten Mal ein Online-Bestellsystem zusammenstellen, sei es in einer App oder auf Ihrer Website.

Weiterführende Tipps und Beiträge, mit denen Sie Ihren Restaurant Umsatz steigern und einen schlechten Standort ausgleichen:

Wie Restaurants während Covid auf Abholung und Lieferung umstellen

Kaum eine Branche ist von den Folgen der Corona-Krise so stark betroffen wie die Gastronomie. Hotels und Restaurants dürfen nur eingeschränkt öffnen, Liefer- und Abholservice sind unter Auflagen erlaubt, die Vermietung von Unterkünften zu Urlaubszwecken ist untersagt.

Und niemand weiß, wie lange die Pandemie dauern, welche Auswirkungen sie noch haben wird und welche Auflagen noch kommen werden.

Im Frühjahr 2020 musste jede Gastronomin, jeder Gastronom erfahren, was ein „Lockdown“ ist und sich die Frage stellen, wie man so eine Zeit überstehen kann. Im November gab es wieder einen branchenweiten Lockdown.

Viele haben aus dem ersten Lockdown gelernt, nicht nur, in dem sie alternative Umsatzquellen entdeckt haben, sondern zusätzlich diese Zeit genutzt, um sich wieder auf die Öffnung vorzubereiten, um zumindest einen Teil der Umsatzeinbrüche wieder auszugleichen.

Eine Möglichkeit, um während eines Lockdowns die Umsatzverluste zu verringern oder sogar auszugleichen, kann die Einführung eines Lieferservices sein. Diese Umstellung verlangt jedoch, dass Sie Ihren Geschäftsbetrieb ändern und erweitern müssen.

Um Ihnen diese Änderungen zu erleichtern, finden Sie hier einige Tipps und Ideen, wie Sie (nicht nur) während der Corona Krise auf Lieferung und Abholung wechseln können:

Orientieren Sie sich an Ihrem Lagerbestand und den Gerichten, die bisher am besten laufen

Zuerst ist es wichtig, dass Sie eine Bestandsaufnahme Ihres Lagers durchführen. Danach sollten Sie sich überlegen, welche Ihrer gut laufenden Gerichte sich auch außer Haus verkaufen ließen und welche zusätzlichen Angebote Sie aus den vorhandenen Zutaten zaubern könnten.

Falls Sie beispielsweise über einen großen  Mehlvorrat verfügen (Mehl war beim ersten Höhepunkt der Pandemie ja Mangelware), stellen Sie einige Rezepte auf Grundlage von mehlbasierten Speisen zusammen.  Dazu gehören sicher im Schwäbischen Spätzle und andere Nudelgerichte, aber auch Pizza, Pitas oder Sandwiches.

Damit können Sie sich schnell und fast problemlos einen Kundenkreis und damit ein finanzielles Polster schaffen, bevor Sie an umfangreichere und neue Mahlzeiten machen.

Beschränken Sie Ihre Essensangebote auf gewinnbringende und leicht transportierbare Speisen und Produkte

In Krisenzeiten werden Sie sicher mit weniger Personal arbeiten. Daher sollte Ihr Menü-Angebot auch mit wenig Personal schnell herstellbar – aber auch profitabel und lieferfreundlich sein!

Der bisherige Ausgangspunkt war, dass Sie Ihren Lagerbestand nutzen. Denken Sie bei der Gestaltung Ihres Angebots auch daran, dass die Zutaten, die Sie zusätzlich kaufen, möglichst für mehrere Gerichte verwendet werden können.

Und selbstverständlich dürfen Sie bei Ihren Überlegungen zur Gewinnmaximierung die Qualität nicht vergessen, da die Speisen nicht umgehend in Ihrem Restaurant serviert werden, sondern auf einen längeren Transportweg in Isolierboxen geht, auf dem aber nichts vom Geschmack verloren gehen sollte.

Also achten Sie darauf, dass Sie Ihre Qualitätsstandarts halten, denn negative Bewertungen, die Sie auf Grund Ihres Lieferservices erhalten, beeinflussen die Wahrnehmung Ihres gesamten Betriebs und bleiben erhalten, wenn Sie wieder den normalen Geschäftsbetrieb aufnehmen.

Nehmen Sie Ihr Team mit an Bord, um die Lieferung zu planen

Bisher wurde gerade hingewiesen, dass Sie wahrscheinlich mit weniger Mitarbeitern in dieser Zeit arbeiten werden. Umso wichtiger ist es – Führungskräfte wissen das natürlich -, dass Sie Ihre Mitarbeiter an Ihren Überlegungen und der Planung teilhaben lassen sollten.

Beziehen Sie Ihr gesamtes Team in Ihre Pläne und Überlegungen mit ein und wenn Sie vor ein paar Monaten gezwungen waren,  Teammitglieder zu entlassen oder in Kurzarbeit zu schicken, und jetzt in der Lage wären „systemrelevante Kräfte“ wieder einzustellen, dann arbeiten Sie ein wirksames Programm zur Neuorientierung mit ihnen durch.

Nutzen Sie alle zur Verfügung stehenden Kommunikationskanäle, um Ihre Zielgruppe von Ihrem Lieferangebot und weiteren Neuigkeiten wissen zu lassen

So wie Sie Ihre Mitarbeiter rechtzeitig informieren und in Ihre Pläne einweihen müssen, sollten Sie auch mit Ihren Gästen und Kunden verfahren. Informieren Sie diese frühzeitig über soziale Medien, E-Mail-Newsletter, einem Popup-Fenster auf Ihrer Website und mit Hinweisschildern an Ihrer Tür.

Anders gesagt: Nutzen Sie JEDEN Kommunikationskanal, der Ihnen zu Verfügung steht, um Ihre Zielgruppe zu erreichen.

Weisen Sie Ihre Gäste zuerst auf die ihnen sicher hinlänglich bekannte Gesundheitslage im Land, sowie den damit verbundenen staatlichen Maßnahmen hin.

Im nächsten Schritt erläutern Sie Ihre daraus gezogenen Konsequenzen und beschreiben Ihr Ziel, den Gästen weiterhin einen guten Service anbieten zu wollen –  jetzt aber über den neu eingerichteten Bestellservice.

Selbstverständlich sollten Sie dabei so offen sein, dass Sie den Kunden klar mitteilen, welche Bestellmethoden für Ihr Unternehmen finanziell am besten geeignet sind, und sie dann im Anschluss darum, diese zu benutzen. Sollten Sie für Ihr Restaurant ein eigenes Liefersystem eingerichtet haben, bitten Sie Ihre Kunden, von dort aus zu bestellen (und nicht von einer Lieferplattform, auf der sie Provisionen zahlen müssen).

Eine kurze & fokussierte Speisekarte ist der Schlüssel für Qualität & Profitabilität

Ihre gewinnbringenden, lieferfreundlichen Artikel sollten für Sie relativ günstig in der Herstellung sein. Weiterhin sollten sie den Transportweg zum Kunden schadlos überstehen und die Qualität beibehalten, auch wenn es niemals möglich ist, die selbe Qualitätsstufe wie in Ihrem Gastraum zu erreichen.  

Wie Sie das konkret machen (die Auswahl der besten Gerichte zur Lieferung und die Verpackung der Gerichte zur Erhaltung der Frische) ist ein eigenes Thema für sich.

Hier nur noch der Hinweis, dass eine kurze, übersichtliche Liefer- oder Abholkarte Ihnen vieles erleichtert,  sei es bei der Planung, in der Küche, bei der Lieferung, bei der Integration auf der Webseite und der Kommunikation mit den Gästen.

Verzichten Sie eventuell auf eine Mindestbestellbetrag

Viele Restaurants haben in der Regel eine Mindestbestellbetrag von ca. 15-20 €, damit sich die Lieferung in Anbetracht des Zeit- & Arbeitseinsatzes auch lohnt und die Zeit nicht besser woanders investiert werden kann.

Aber wenn Lieferung die einzige Möglichkeit ist, wie Ihr Unternehmen im Moment arbeitet oder sogar überleben kann, sollten Sie die Überlegung in Betracht ziehen, sich von solchen Beschränkungen zeitweilig zu trennen (solange es noch profitabel ist). Wenn es wirklich um den Erhalt des Geschäftsbetriebs geht, dann ist es besser für wenig Gewinn zusätzliche Lieferungen zu erhalten als gar nichts einzunehmen. Jede Bestellung hilft Ihnen in dieser Situation.  

Allerdings sollten Sie dann erst recht weitere Marketing Strategien nutzen, um Zusatzeinnahmen und künftige Einnahmen aus den Lieferkunden erhalten (z.B. Aufbau der Kundenliste, Bounce Back Angebote, Social Media Fans, Bewertungen erhalten, … ).

Eigene Mitarbeiter für die Auslieferung nutzen?

Wenn Sie sich für Lieferung entschieden haben, ist die nächste Überlegung, ob Sie diese selbst durchführen oder, falls überhaupt möglich, von externen Anbietern, wie sie in eher dichter besiedelten Gebieten zu finden sind.

Bei der eigenen Lieferung müssen Sie natürlich Ihr Team dafür nutzen und auch Ihre Betriebsfahrzeuge oder die Autos Ihrer Mitarbeiter. Wenn Mitarbeiter die Lieferung mit dem eigenen Fahrzeug durchführen wollen, sollten Sie die anteiligen betrieblichen Kosten für das Fahrzeug zur regulären Entlohnung addieren.

Externe Lieferdienste nutzen?

Die Schulung eines Mitarbeiters zum Auslieferungsfahrer kann für einige Restaurants ein Problem darstellen, denn es gibt hier sehr viele Aspekte zu beachten. Fragen des Verkehrsrechts, der Haftung, aber v.a. auch der Hygiene. 

Mit den Lieferapplikationen von Drittanbietern entfällt die Notwendigkeit, Mitarbeiter darin auszubilden und stattdessen externe Fahrer zu Ihrem Restaurant zu schicken, um die Lieferung für Sie vorzunehmen. Sobald eine Bestellung aufgegeben wurde, holen die Fahrer des Drittanbieters das Essen ab und bringen es zum Kunden, so dass sich die Restaurants den Fokus weiterhin auf die Tätigkeiten im Restaurant legen können.

Letztlich: Testen Sie klein und weitern dann Ihren Lieferservice aus

Gerade weil Lieferservice für viele Gastronomen Neuland ist und weder die Erfahrungswerte vorhanden noch Expertise für diesen Bereich aufgebaut werden konnte, sollten Sie langsam anfangen. Ja, es ist wahr, dass Ihre Kunden Ihnen hier Fehler mehr verzeihen, als zu anderen Zeiten, trotzdem kann das Ihrem Restaurant Ruf schaden.

Starten Sie daher lieber klein – mit weniger Speisen und einem kleinen Lieferradius – Sie können diesen immer noch vergrößern.

13 Restaurant Marketing Ideen für mehr Gäste und Umsatz

Restaurant Marketing Ideen

Nur ein Restaurant zu gründen und zu etablieren, ist noch lange kein Erfolgsgarant. Um zu wachsen und den Gewinn zu steigern, müssen ständig Marketing Ideen und Innovationen folgen, die die Gäste häufiger zurückbringen und an das Restaurant binden.

Denn wie heisst es so schön: „Veränderung ist die einzige Konstante“.

Tatsache ist: Menschen wird schnell langweilig. Deshalb sollten Sie versuchen, ständig neue innovative Ideen zur Weiterentwicklung Ihres Restaurants zu ersinnen, mit denen Sie Ihren Mitbewerbern immer einen Schritt voraus sind. Im Folgenden finden Sie viele Ideen für Restaurant Aktionen und Marketing Ideen, mit denen Sie Ihr Restaurant bewerben können, um so Ihre Gewinnzahlen nach oben zu befördern.

Dabei ist wichtig: Seien Sie bei der Umsetzung und Entwicklung neuer Marketing Ideen so kreativ, wie möglich und leisten Sie Vorarbeit!

Führen Sie eine gründliche Marktanalyse durch und sammeln Sie Wissen über die verschiedenen Möglichkeiten, Ihr Restaurant weiterzuentwickeln. Nutzen Sie zum Beispiel im Marketing Brainstorming einen bevorstehenden Feiertag oder eine Veranstaltung im Umfeld Ihres Restaurants, um Ihren Bekanntheitsgrad zu erhöhen.

Restaurant Marketing Idee #1: Nutzen Sie jede Art von Feiertagen

Feiertage sind eine gute Gelegenheit, neue kreative Ideen zu entwickeln und umzusetzen und um Feiertagsgäste in Ihr Restaurant zu ziehen. Versuchen Sie immer, den Einfluss der Ferienzeiten zu nutzen, denn gerade in diesen Zeiten sind Menschen bereit, sich mehr Lebensqualität und Luxus zu gönnen. Ferner können Sie in der Adventszeit für jeden der 24 Weihnachtstage eine neue Speisen einführen. Solche Veranstaltungen werden sicherlich zusätzliches Publikum anziehen und Ihnen bei der Werbung für Ihr Restaurant helfen.

Restaurant Marketing Ideen zu Weihnachten mit Fotos

Restaurant Marketing Idee #2: Nutzen Sie größere lokale Ereignisse und Veranstaltungen

In Ihrer Stadt kommt es sicher häufig zu interessanten kulturellen Veranstaltungen. Das können beispielsweise Konzerte, ein Filmfestival oder besondere Feste sein. Daran können Sie partizipieren, indem Sie z.B.  bei diesen Veranstaltungen mit einem Stand präsent sind. Dadurch können Sie eine Vielzahl potenzieller Gäste erreichen und diese danach für Ihr Restaurant gewinnen.

Wichtig hierbei ist, dass Sie mehr aus diesen Aktionen für Ihr Restaurant rausholen. Es geht nicht nur darum, dass Sie auf diesen jeweiligen Aktionen mehr Umsatz machen, sondern vor allem, dass Sie mehr Gäste für Ihr Restaurant gewinnen, die dann zu anderen Zeiten zu Ihnen zurück kommen.

Eine Idee wäre, dass Sie z.B. Angebote machen können, indem Sie den Besuchern der Veranstaltungen einen Rabatt in Ihrem Restaurant gewähren. Angebote und Rabatte bringen die Gäste dazu, Ihren Stand zu besuchen und erhöhen somit später den Gewinn Ihres Restaurants. Es ist nur wichtig, dass sich diese Personen nicht an Rabatte gewöhnen.

Restaurant Marketing Idee #3: Angebote und Rabatte können ein guter Anreiz sein

Es ist zwar bekannt, dass ich kein besonderer Freund von Rabatten bin, da diese meist falsch eingesetzt werden (z.B. wird kein guter Grund für den Rabatt gegeben, so dass Gäste auch in der Zukunft häufige Rabatte erwarten).

Aber es ist nun einmal eine Tatsache, dass Angebote, Rabatte oder Werbegeschenke dazu führen mehr Gäste anzuziehen und somit auch unter die Kategorie “Restaurant Marketing Idee” fallen. Denn wer verschmäht schon ein ihm kostenlos angebotenen Snack, einen Gutschein oder Rabatt?

Von dieser Tatsache ausgehend, können Sie auch mehr Gäste an sich binden – nur setzen Sie auch den Fokus darauf, Namen und Daten der Gäste zu sammeln, um diese später wieder zurück in Ihr Restaurant zu bekommen und zu Stammgästen zu machen.

In der Zeit sozialer Medien und deren massenhaften Nutzung ist es wichtig, sich diese auch zunutze zu machen. Sie können einen eigenen “Hashtag” für Ihr Restaurant entwickeln. Ihre Gäste darüber informieren und sie bitten, diesen zu verwenden, wenn sie Fotos veröffentlichen, die in Ihrem Restaurant aufgenommen wurden. „Nutze unseren Hashtag (#) und erhalte dafür eine Belohnung.“ Das beste Bild, das in sozialen Medien mit dem entsprechenden Hashtag gepostet wird, kann z.B. mit einem Rabatt von 50 % belohnt werden, wenn die Person das nächste Mal Ihr Restaurant besucht.

So eine Kampagne bindet nicht nur Gäste, sondern führt sicher auch dazu, dass Personen mit Freunden wiederkommen, die – wie heute üblich – gerne Selfies machen und sie ins Internet stellen, wenn sie damit auch noch besondere Belohnungen erhalten können, haben Sie nochmals neue Gäste gewonnen.

Restaurant Marketing Idee #4: Verlosungen

Eine simple Restaurant Aktion, die immer funktioniert: Organisieren Sie in Ihrem Restaurant eine Losziehung. Die Person, die gewinnt, kann beim nächsten Besuch im Restaurant ein Zusatzgericht oder einen Rabatt auf die Gesamtrechnung erhalten.

Restaurant Marketing Idee #5: Happy-Hour

Dies ist eine der Restaurant-Werbeideen, die schon länger gut funktioniert, um Gäste anzuziehen, insbesondere solche, die auf der Suche nach einem guten preiswerten Drink sind, der ihnen ermöglicht auch Freunde einzuladen.

Nutzen Sie das Angebot daher an bestimmten Tagen zwischen 16.00 bis 19:00 Uhr. Geben Sie z.B. das zweite Bier gratis aus oder bieten Sie ein Gratisgericht mit einem kleinen Bier o.ä. an. Das kostet Sie nicht viel, hilft Ihnen aber, auf Dauer mehr Gewinn zu erzielen und neue Gäste zu binden.

Restaurant Aktion Happy Hour Bild

Generell ist es aber besser, nicht einen Rabatt auf das komplette Angebot zu geben, sondern gezielt einige Kategorien zu bewerben (z.B. nur 5 verschiedene Longdrinks). So verringern Sie nicht die Qualtitätswahrnehmung und auch die generelle Preisberechtigung bleibt bei bei dieser Aktion für Ihr Restaurant erhalten.

Wie bei allen Werbeaktionen, bei denen Sie Gästen am Anfang einen Rabatt gewähren, damit diese in Ihr Restaurant kommen, ist es besonders wichtig, dass Sie auch deren Namen und Kontaktadressen sammeln, um sie später wieder kontaktieren und zu einem weiteren Besuch motivieren zu können.

Restaurant Marketing Idee #6: Nehmen Sie an Wohltätigkeitsveranstaltungen teil und nutzen Prominente

Die Teilnahme an Wohltätigkeitsfesten kann eine der besten Chancen für Ihr Restaurants sein, da Sie in der Lage sind, sich in der Gesellschaft zu profilieren, was wiederum Ihr Restaurant glaubwürdiger macht und das Image hebt. Beispielsweise können Sie zu Weihnachten, am Erntedankfest oder am internationalen Tag der Kinderrechte Lebensmittel für Bedürftige verteilen. Das wird Ihr soziales Image stärken und die Herzen der Menschen treffen.

Sie können dafür sicher auch Prominente oder bekannte lokale engagierte Persönlichkeiten gewinnen. Versuchen Sie, Veranstaltungen zu organisieren und (lokale) Stars mitzubringen. Die Anwesenheit von Berühmtheiten in Ihrem Restaurant vervielfacht nochmals die Wirkung solch einer Aktion.

Entscheidend ist dann aber auch, dass Sie alle Ihre Veranstaltungen und Restaurant Aktionen bewerben. Denken Sie daran, Ihre Veranstaltungen in sozialen Medien zu promoten und führen Sie auch SMS- und E-Mail-Kampagnen durch.

Restaurant Marketing Idee #7: Führen Sie ein Treueprogramm ein

Bieten Sie Gästen, die öfter in Ihr Restaurant kommen, Sonderrabatte an, indem Sie ihnen z.B. eine Karte mitgeben, auf der jeder Restaurantbesuch abgestempelt wird. Bei zehn Stempeln gibt es dann beispielsweise ein kostenloses Hauptgericht.

Natürlich ist diese Marketing Idee nochmals einfacher umzusetzen, wenn Sie ein digitales Programm zur Kundenbindung nutzen und Gäste digital registriert sind (z.B. indem diese beim Besuch eine Karte zum Scannen dabeihaben).

Solche Programme sorgen dafür, dass Sie einen treuen Gästekreis aufbauen. Der Schlüssel liegt darin, eine Loyalitätskomponente zu entwickeln. Wenn Ihr Restaurant in der Lage ist, Treueprogramme in Abhängigkeit von den in der Gästedatenbank gesammelten Daten anzupassen, dann ist das ein großer Pluspunkt zur Gewinnmaximierung.

Restaurant Marketing Idee #8: Helfen Sie regionalen Unternehmen, Menschen und der Gesellschaft

Ähnlich wie die Teilnahme an Wohltätigkeitsveranstaltungen ist auch hier die Grundlage der Marketing Idee, dass Ihre Aktion auf Herausforderungen in Ihrem lokalen Umfeld gerichtet ist. Dies ist immer ein hilfreicher Weg, um das Restaurant bekannter zu machen. Sicher gibt es einen lokalen Verein, der finanzielle Unterstützung braucht, ein Pflegeheim, dem die Mittel ausgehen oder einfach eine lokale Organisation, die Geld aufbringen möchte. Wenn Sie diesen Organisationen gestatten Ihre Räumlichkeiten zu nutzen, hilft Ihnen das, deren Netzwerk und deren Umfeld zu nutzen, wodurch sie auch indirekt Werbeaktionen für Sie durchführen.

Restaurant Marketing Idee #9: Themenveranstaltungen

Themenveranstaltungen sind eine großartige Möglichkeiten, neue Gäste zu gewinnen und inaktive Gäste zurückzugewinnen. Es gibt viele Gelegenheiten, bei denen Sie eine thematischen Event organisieren können. Dabei könnte es z.B. eine Kleiderordnung geben, an die sich Leute halten müssen. Sie können zum Beispiel eine Halloween-Nacht in Ihrem Restaurant veranstalten, bei der die Teilnehmer entsprechend dem Thema gekleidet sein müssen, und der am besten gekleidete Gast erhält einen Geschenkkorb und/oder einen Rabatt von z.B. 25-30% auf die gesamte Rechnung.

Restaurant Marketing Idee #10: Besuchen Sie die Unternehmen in Ihrem Umkreis

Der persönliche Kontakt mit potentiellen Gäste ist eine der wichtigsten immer gültigen Praktiken. Und das beginnt in Ihrem eigenen Umfeld.

Besuchen Sie Unternehmen in Ihrer Umgebung und machen Sie diesen besondere Angebote, die auf deren Bedürfnisse – die Sie vorher sich überlegt haben müssen – ausgerichtet sind. Sie sollten bei Ihrem Besuch auch etwas mitbringen (z.B. Gutscheine, Sonderangebote oder vielleicht einen Teller mit Appetithäppchen).

Lassen Sie diese Unternehmen wissen, was Ihr Restaurant alles anbietet (wie beispielsweise Catering)  und dass auch Abholung und Lieferung eine Option ist. Ganz gleich, was Sie sagen oder tun, das Wichtigste dabei ist, authentisch und aufrichtig zu sein.

Restaurant Marketing Idee #11: Verbessern Sie Ihr Image und erhalten positive PR

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass die Medien über Sie berichten, wenn Ihr Restaurant aus dem üblichen Rahmen herausfällt, indem einige innovative Restaurant-Werbeideen präsentiert werden. So gibt es beispielsweise in der „Corona-Zeit“ viele Berichte unter dem Titel „Gastronomen kochen für Helden“ über Restaurants, die für  Helfer in der Corona-Pandemie Essen zubereiten. Dies zeigt, welch immense Reichweite Ihr Restaurant erleben kann, wenn Sie es richtig bewerben.

Restaurant Marketing Idee #12: Bieten Sie Essen zum Mitnehmen

Das Angebot, dass Gäste nicht verspeistes Essen mitnehmen können, sollte heute unter verschiedenen Gesichtspunkten zum selbstverständlichen Angebot eines Restaurants gehören. Zum einen gibt es – vollkommen zu Recht- eine breite Bewegung gegen die Verschwendung von Lebensmitteln, zum anderen fühlt sich der Gast fürsorglich behandelt, wenn er sein nicht aufgegessenes bezahlte Essens mitnehmen kann. In der Zeiten der Corona-Pandemie sollte dem Gast das Angebot gemacht werden, jedes Gericht auch zum Mitnehmen zu erwerben.

Restaurant Marketing Idee #13: Bieten Sie “Meal-Kits” als Abonnement an

Restaurant Marketing Idee Essen Meal Kits

„Meal-Kits“ (Essenssets) haben sich gerade in der Pandemiezeit als neue Verkaufsstrategie der Lebensmittelbranche herauskristallisiert und könnten auch ein Weg in das Angebotsarsenals Ihres Restaurants sein.

Ein „Meal-Kit“ ist ein Abonnementdienst, bei dem ein Unternehmen seinen Gäste kuratierte Lebensmittelzutaten und Rezepte schickt, die zu Hause aufgrund der genauen Mengen und detaillierten Rezeptangaben  problemlos  in kurzer Zeit zu einer leckeren Mahlzeit zubereitet werden können.

Dieser in der Pandemie immer mehr in Anspruch genommene  Dienst erspart Menschen eine Menge Zeit und Energie für die Planung, Vorbereitung und den Einkauf und kann somit auch eine sehr gute Möglichkeit für Ihr Restaurant sein, diese schwierige Zeit zu überbrücken.

Später könnte sie auch ein fester Bestandteil Ihres Angebots werden, ohne dass Sie befürchten müssen, dass Gäste nur noch dieses Angebot nutzen und nicht mehr zum Essen ins Restaurant kommen.

Fazit:

Das waren nun 13 Marketing Ideen für Ihr Restaurant. Weitere Ideen und Tipps finden Sie im kostenlosen GastroInsider Restaurant-Erfolg Newsletter. Generell bleibt zu sagen, dass Sie vor Umsetzung der Marketingideen einen Restaurant Marketingplan erstellen sollten und die Umsatzsteigerung strategisch angehen. Denn so steigern Sie den Erfolg der jeweiligen Werbeideen um ein Vielfaches und erleichtern sich auch die Umsetzung.

5 Bonus Restaurant Marketing Ideen

Im kostenlosen Restaurant Marketing Newsletter erhalten Sie alle paar Tage neue Restaurant Marketing Ideen, Werbebeispiele und Fallstudien frisch in Ihr Email Postfach. Hier sind nur 5 zusätzliche Werbeideen für Ihr Restaurant, welche bisher nur Newsletterleserinnen & -lesern vorbehalten waren:

1. Bonus Marketing Idee für Ihr Restaurant: Strategische Partnerschaften

2. Marketing Idee: Zusatzleistungen anbieten

3.Restaurant Marketing Idee: Denken wie Indiana Jones

4.Werbeidee für Ihr Restaurant: Diesen Marketingfehler vermeiden

5.Restaurant Marketing Idee: Alle 4 Wachstumsfaktoren zur Umsatzsteigerung nutzen

Ein eigenes Restaurant eröffnen: Die 10 wichtigsten Dinge vor Gründung

Schon vor der Pandemie haben ca. 80% der Restaurants weniger als 5 Jahre nach Eröffnung durchgehalten, die wichtigsten Gründe sehen Sie im Video “Warum die meisten Gastronomen scheitern”. Laut Dehoga sind gerade 30 Prozent der Restaurants wegen der Corona-Pandemie in ihrer Existenz bedroht.

Also, wenn es normalerweise schon sehr schwierig ist, ein erfolgreiches Restaurant aufzubauen, dann man man in dieser Zeit überhaupt ein Restaurant eröffnen?

JA es ist möglich – mit einem entsprechend klaren Restaurant Konzept kann gerade diese gegenwärtige Situation sogar eine Chance sein. Voraussetzung ist jedoch wie immer, dass eine sorgfältige Vorarbeit geleistet wird, bei der das Umfeld des zukünftigen Restaurants analysiert und eine realistische Kalkulation durchgeführt wurde.

Aktuell gelten die gleichen Regeln wie auch zu anderen Zeiten, wenn Sie ein Restaurant eröffnen möchten – allerdings ist es jetzt noch wichtiger als normal, dass diese Regeln auch beachtet werden.

Generell ist zu empfehlen, dass man als angehender Gastronomen/in Erfahrungen aus eigenem Arbeiten in einem, besser noch mehreren Restaurants, mitbringt, bevor man sich an die Eröffnung eines eigenen Betriebes macht. Dabei sollte man in allen Bereichen des Restaurant Lebens Einblicke gewonnen und daraus Lehren und Rückschlüsse für den eigenen Betrieb gewonnen haben, was danach in einem gut durchdachten Businessplan enden sollte.

1.Das eigene Restaurant-Konzept vor der Gründung klar definieren

Als erstes müssen Sie sich genau darüber im Klaren sein, was für eine Art von Restaurant, mit welcher Zielgruppe und mit welchem Speiseangebot Sie eröffnen wollen. Dies ist die Grundlage, denn davon abhängig sollte der Standort, das Design und Ambiente des Restaurants entwickelt werden.

Genauso sollten Sie schon einen Einblick in die wichtigsten Vorschriften bezüglich des Gebäudes, seiner Räumlichkeiten, Ausstattung und v.a. der hygienischen Vorgaben gewinnen. Diese Erkenntnisse müssen dann auch in den Businessplan einfließen.

2.Das Umfeld des zukünftigen Restaurants vor der Eröffnung erkunden

Sprechen Sie mit Ihren potenziellen Nachbarn und lernen diese kennen.

Vor Restaurant Eröffnung die Nachbarschaft kennenlernen

a) Mit Geschäftsleuten sprechen: Es wird Sie erstaunen und für Sie sehr wichtig sein, wie viel Sie von den Geschäftsleuten Ihrer zukünftigen Nachbarschaft erfahren und somit lernen können.

b) Mit Vorbesitzern und dem Team sprechen: Dieser Lerneffekt ist sogar wichtiger, wenn Sie ein bereites bestehendes Restaurant übernehmen wollen. In diesem Fall sollten Sie mit dem früheren Betreiber, seinen Angestellten, aber nach Möglichkeit auch mit ehemaligen Gästen sprechen.

c) Mit Menschen aus der Umgebung und der potenziellen Zielgruppe sich unterhalten: Hilfreich sind sicher auch Gespräche mit Anwohnern, die einen Einblick in das soziale Umfeld und damit auch der Kaufkraft, sowie den Wünschen und Bedürfnissen, vermitteln.

3.Erstellen Sie vor Restaurant Eröffnung ein Finanzplan

Finanzplan für Restauranteröffnung erstellen

Die Kosten für die Eröffnung eines Restaurants können schnell in die Höhe schießen, da es sich hierbei, im Gegensatz zu beispielsweise einem mobilen Imbisswagen, um ein stationäres Ladenlokal handelt, das komplett eingerichtet werden muss.

Dabei sind zahlreiche Brandschutz-, Sicherheits- und Hygienebestimmungen zu beachten, die alle Kosten mit sich bringen, an die viele vor Restaurant Gründung nicht gedacht haben.

Zusätzlich zum Interieur kommen natürlich noch die Gründungskosten hinzu, die sich je nach Rechtsform auch stark unterscheiden, weswegen Sie sich vorher für eine Rechtsform (Einzelunternehmen, GbR oder eine GmbH) entscheiden müssen.

Erstellen Sie einen Finanzplan mit Budget und halten sich dann auch an diesen, weil sonst die Kosten explodieren können. Ein strukturiertes Budget ist der erste Schritt zur Optimierung und Minimierung Ihrer Restaurant-Kosten, da es Ihnen hilft, einen genauen Überblick über Ihre Ausgaben zu bekommen – beispielsweise müssen Arbeits-, Haus- und Inventarkosten klar bilanzmäßig gegenübergestellt werden.

Es reicht aber nicht aus, einen Finanzplan nur zu erstellen und diesen dann in eine Schublade zu packen., Stellen Sie sicher, dass Sie diesen permanent auch auch nach der Restaurant Eröffnung im Auge behalten, sowie notwendige Anpassungen vornehmen und sich dann wiederum an diese halten. Das Festhalten an Ihrem Budget sollte Ihnen helfen, unvorhergesehene Umstände zu überwinden.

Der nächste Schritt ist die Beschaffung des notwendigen Kapitals. Das Erlangen von Fremdkapital zur Restaurant-Gründung, ist auf Grund der hohen Rate an Betrieben, die scheitern, sicher nicht gerade einfach.  Die möglichen Finanzierungsarten sind Banken, Privatkredite, aber denken Sie auch an die Zusammenarbeit mit einer Brauerei, die manchmal auch Kredite bereitstellen kann.

Nicht vergessen sollten Sie die Möglichkeiten der stattlichen Förderung. Hierbei gibt es häufig Zuschüsse die je nach Art des Unternehmens, Ortes und der Personen unterschiedlich ausfallen.

4.Vor der Restaurant Eröffnung eine Speisekarte erstellen

Speisekarte für Restaurant Eröffnung

Die Speisekarte ist das Aushängeschild eines Restaurants und sollte daher sehr sorgfältig überlegt und auch mit anderen (Familienmitglieder, zukünftige Mitarbeitern, etc.) besprochen werden – ganz wichtig ist auch die Marketingoptimierung Ihrer Speisekarte, da Ihnen eine marketingoptimierte Karte einen 5 bis 6 stelligen Betrag im Jahr zusätzlich einbringen kann.

 Überlegen Sie bei der Erstellung der Karte genau die Auswahl an Speisen, die Sie dauerhaft Ihren Gästen anbieten möchten und solche, die unter anderen Gesichtspunkten gelegentlich angeboten werden.

Bei den Speiseangeboten sind natürlich auch verschiedene Richtlinien zu beachten, wie z.B. die Kennzeichnung von Allergenen.  

Ferner sind die Sprache und das Layout der Speisekarte von großer Bedeutung (dies ist schließlich Ihr bester „Botschafter und Verkäufer“, mit dem jeder Ihrer Gäste in Kontakt kommt).

Nicht nur seit Corona sind digitale Speisekarte stark im Kommen, die z.B. anhand eines QR-Codes, der auf der Tischmitte aufgeklebt ist, aufs Handy geladen werden können oder aber auf Tablets installiert den Gästen übergeben werden.

5.Reflexionsphase vor der Restaurant-Eröffnung: Alles nochmal durchdenken

Bevor Sie sich in die Eröffnungsphase begeben, sollten Sie bisher Erarbeitetes mit anderen  Personen nochmals durchgehen. Erstellen Sie einen übersichtlichen Ordner oder eine Präsentation mit dem kompletten Konzept , in dem die Location, Bilder von der geplanten oder bereits vorhandenen Einrichtung, die Speisekarte, die Preise und was sonst noch für das zukünftige Restaurant von Relevanz ist, enthalten sind. Natürlich ist es immer Hilfreich, das Paket mit einem Restaurant Berater, also einem Experten aber auch mit Personen Ihrer potenziellen Zielgruppe durchzugehen.

Am Ende der Reflexionsphase sollte auch der Name für das Restaurant feststehen, wobei Sie sich vorher schon eine Liste mit potentiellen Namen zurechtgelegt haben sollten und nun aufgrund der Gespräche endgültig festlegen.

6.Vor der Restaurant Eröffnung die Lebensmittelpreise und Lieferkonditionen verhandeln

Restaurantbetreiber müssen die Lebensmittelkosten und die Ausgaben fest im Blick haben, da diese einen großen Teil des Budgets in Anspruch nehmen. Je besser die Preise mit Lieferanten verhandelt werden, je weniger teure Artikel bestellt werden und Abfall vermieden wird, desto geringer werden die laufenden Kosten ausfallen – und desto höher ist Ihr Gewinn.

7. Schriftliche Vereinbarungen vor Restaurant Eröffnung

Selbstverständlich sollten alle Vereinbarungen schriftlich festgehalten werden.

Vertrag für Restaurant Eröffnung

Dies ist umso wichtiger, wenn Sie mit Partner(n) ein Restaurant gründen, dann ist es unerlässlich, einen schriftlichen Partnerschaftsvertrag aufzustellen, der notariell beglaubigt oder zumindest von einem Rechtsanwalt abgesegnet wird.

Sie müssen sich mit Ihrem Partner u.a. darüber einigen:

  • wie Investitionen getätigt werden,
  • wer welche Arbeit erledigt und
  •  wie die Gewinne investiert oder verteilt werden.

Es ist so gut wie sicher, dass zwei oder mehr Personen irgendwann in der Zukunft über diese Fragen uneins sein werden, und wenn man vor Restaurant Gründung keine Einigung erzielt, kann dies zu teuren Rechtsstreitigkeiten oder sogar zur Auflösung des Unternehmens  führen.

8. Eine Website für das Restaurant erstellen

Restaurant Webseite vor der Gründung

Erstellen  Sie eine  Website oder lassen Sie sich von Experten eine zusammenstellen, die  mehr als eine einfache Online-Visitenkarte ist.

Ihre Webseite sollte:

  • die Qualität und das Erlebnis in Ihrem Restaurant widerspiegeln,
  • ein Gästemagnet sein, der die Leute auf Ihre Website (durch Suchmaschinenoptimierung) und dann aber auch
  • in  Ihr Restaurant bringt (Coversion-Optimierung).

Stellen Sie dabei sicher, dass die Seite „mobile-responsive“ ist, also auf allen Mobilgeräten gelesen werden kann. Es sollte im mindesten Falle selbstverständlich sein, dass Ihre Adresse,  Telefonnummer, Kontaktformular und eine Wegekarte auf der Website gut sichtbar angezeigt werden.

Falls das Budget für eine anständige Webseite fehlt, sollten Sie zumindest Ihre Google My-Business und eine Facebook-Seite mit den zugehörigen Bewertungsportalen, wie Yelp, TripAdvisor, uws.  eingerichtet haben, was alles kostenlos ist.

9.Personalplanung vor der Restaurant Eröffnung

Rechtzeitig vor der Restauranteröffnung sollte das notwendige Personal, welches als größter Kostenfaktor bereits bei der Kalkulation berücksichtigt wurde, angeworben, eingestellt und eingewiesen werden.

Es ist sinnvoll, dies frühzeitig zu tun, d.h. spätestens, wenn alle juristischen und verwaltungsmäßigen Belange geklärt sind und damit die Eröffnung Ihres Restaurants Konturen angenommen hat.

Bedenken Sie, dass gutes Personal (sehr!) rar ist und es wurde schon darauf hingewiesen, dass man die Personalfrage bei der Erkundung der Umgebung des zukünftigen Restaurants (Gespräch mit etwaigem Vorbesitzer)  im Hinterkopf haben sollte.

10.Die Restaurant Eröffnung

Der erste Eindruck lässt sich nicht korrigieren, er ist der wichtigste. Dies weiß jeder aus eigener Lebenserfahrung und somit gilt diese Aussage für den ersten Eindruck auch von Ihrem Restaurant – der Eröffnung.

Restaurant wird eröffnet mit Schild

Viele Restaurantbesitzer machen bei der Planung den Fehler, fast ihr komplettes Budget in die Einrichtung zu stecken, sodass nur noch wenig fürs Marketing übrigbleibt. Tatsache ist aber, dass wenn Sie keine Marketinganstrengungen für Ihr Restaurant unternehmen und Menschen von Ihrem Restaurant mitbekommen, Ihre Tische leer bleiben werden.

Es wurde bereits erwähnt, dass heutzutage eine Website ganz selbstverständlich zu einem modernen Restaurant gehören; das gilt auch für die Nutzung der sozialen Medien. Social Media hat zudem den Vorteil, dass das Profil des Restaurants kostenlos erstellt und damit auch Personen kostenlos erreicht werden können; also sind Facebook und eventuell auch Instagram hier unumgänglich.

Um jedoch viele potentielle Gäste schnell zu erreichen ist weiterhin bezahlte Werbung im Social Media-Bereich notwendig, ebenso wie bezahlte Werbung im Internet und das Verteilen von Flyern vor der Eröffnung.

Noch besser ist es, sich einen kompletten Restaurant Marketingplan zur Eröffnung zu erstellen, in dem weitere Methoden, wie strategische Partnerschaften, Bewertungsportal-Optimierung, Email-Kampagnen, Public Relations, … enthalten sind. Falls Sie dabei Hilfe brauchen, können Sie sich hier für ein kostenloses Erstgespräch vormerken lassen.

Wie Sie einen Lieferservice für Ihr Restaurant einführen (nicht nur während der Corona Krise)

Restaurant Lieferdienst mit Lieferplattform einführen

Viele Gastronomen überlegen sich einen zusätzlichen Lieferservice einzuführen, auch wenn dies mit einigen Herausforderungen verbunden ist und natürlich ein gewisses finanzielles Risiko mit sich bringt. Auch wenn Lieferdienste wie Lieferando, Lieferheld, Uber Eats schon eine Weile stark am wachsen sind und immer mehr Restaurants sich entscheiden zusätzlich Lieferungen der Speisen anzubieten, zögert der Großteil noch.

Denn verbunden mit den Fragen, ob ein Lieferservice eingeführt werden soll, welche Speisen man dabei anbietet, wie die Speisen an die Kunden geliefert werden,… steht auch die Frage, ob die Lieferung selbst durchgeführt oder ob eine der Lieferplattformen genutzt wird.

Kurze Übersicht zu den Schritten, mit denen Sie den geplanten Lieferdienst umstzen:

Die Corona-Krise hat das Wachstum der Lieferbranche explodieren lassen

Kaum eine Branche ist von den Folgen der Corona-Krise so stark betroffen wie die Gastronomie. Hotels und Restaurants dürfen nur eingeschränkt öffnen, Liefer- und Abholservice sind unter Auflagen erlaubt, die Vermietung von Unterkünften zu Urlaubszwecken ist untersagt.

Und niemand weiß, wie lange die Pandemie dauern, welche Auswirkungen sie noch haben wird, welche Auflagen noch kommen werden.

Im Frühjahr 2020 musste jede Gastronomin, jeder Gastronom erfahren, was ein „Lockdown“ ist und sich die Frage stellen, wie man so eine Zeit überstehen kann.

Eine Möglichkeit die Umsatzverluste zu verringern oder sogar auszugleichen, kann die Einführung eines Lieferservices sein. Dies gilt auch zu anderen Zeiten, z.B. wenn Gastronomen das Restaurant trotz dem schlechten Standort erfolgreich machen wollen. Diese Umstellung verlangt jedoch, dass Sie Ihren Geschäftsbetrieb ändern und erweitern müssen.

Um Ihnen diese Änderungen zu erleichtern, finden Sie hier einige Tipps und Ideen, wie Sie (nicht nur) während der Corona Krise auf Lieferung und Abholung wechseln können:

Welche Gerichte und Speisen zur Lieferung anbieten? Die Zusammenstellung Ihres Lieferangebotes

1.Orientieren Sie sich an Ihrem Lagerbestand und bisherigen Verkaufsschlagern

Führen Sie erst einmal eine Bestandsaufnahme Ihres Lagers durch. Überlegen Sie sich, welche Ihrer gut laufenden Gerichte sich auch außer Haus verkaufen ließen und welche zusätzlichen Angebote Sie aus den vorhandenen Zutaten zusammenstellen könnten.

Falls Sie über einen großen Mehlvorrat verfügen (Mehl war beim ersten Höhepunkt der Pandemie ja Mangelware, was dazu), stellen Sie einige Rezepte auf Grundlage von mehlbasierten Speisen zusammen. Dazu gehören sicher im Schwäbischen Spätzle und andere Nudelgerichte, aber auch Pizza, Pitas und vielleicht auch Sandwiches.

Als nächstes natürlich die Gerichte, welche in Ihrem Restaurant am besten laufen. Betriebe, die Menu-Engineering nutzen um die Speisekarte danach marketingtechnisch zu optimieren, so dass u.a. die Gerichte mit der besten Gewinnspanne am häufigsten verkauft werden, haben diese Daten exakt vorliegen. Und Sie noch keine Speisekarten-Optimierung betrieben, ist jetzt der beste Moment um damit zu beginnen.

Generell haben die meisten Gastronomen jedoch ein ziemlich gutes Gefühl dafür, welche Gerichte am beliebtesten sind und falls diese Gerichte eine gute Gewinnspanne haben und die Qualität beim Transport zum Kunden nicht leidet, sollten Sie diese Gerichte Ihrem “Gerichte-Portfolio” der Lieferung hinzufügen.

Damit können Sie sich schnell und fast problemlos einen Kundenkreis und damit ein finanzielles Polster schaffen, bevor Sie an umfangreichere und neue Mahlzeiten machen.

2.Beschränken Sie Ihr Lieferangebot auf gewinnbringende und leicht transportierbare Speisen und Produkte

In Krisenzeiten werden die meisten Betriebe mit weniger Personal arbeiten. Daher sollte Ihr Speiseangebot auch mit wenig Personal schnell zubereitbar – aber auch profitabel und lieferfreundlich sein!

Kosten sparen: Bisheriger Bestand und mehrfach verwendbare Zutaten

Der bisherige Ausgangspunkt war, dass Sie zuerst Ihren Lagerbestand für die Lieferung nutzen um Kosten zu sparen. Um weiter die Kosten zu reduzieren, sollten Sie bei der Gestaltung Ihres Lieferangebots auch daran denken, dass die Zutaten, die Sie nun zusätzlich kaufen, möglichst für mehrere Gerichte verwendet werden können.

Die Qualität bei der Lieferung muss stimmen und konstant bleiben

Und selbstverständlich dürfen Sie bei Ihren Überlegungen zur Gewinnmaximierung die Qualität nicht vergessen, da die Speisen nicht umgehend in Ihrem Restaurant serviert werden sondern auf einen längeren Transportweg in Isolierboxen geht, auf dem aber nichts vom Geschmack verloren gehen sollte.

Also achten Sie darauf, dass Sie Ihre Qualitätsstandards halten, denn negative Online Bewertungen für Ihr Restaurant, die Sie auf Grund Ihres Lieferservices erhalten, beeinflussen die Wahrnehmung Ihres gesamten Betriebs auch zu den Zeiten, wenn die Pandemie vorbei ist.

3.Zusammenstellung des Lieferangebots und Vorgehen mit dem Team besprechen

Nehmen Sie Ihr Team mit an Bord

Bisher wurde gerade hingewiesen, dass Sie wahrscheinlich mit weniger Mitarbeitern in dieser Zeit arbeiten werden. Umso wichtiger ist es, dass Sie Ihre Mitarbeiter an Ihren Überlegungen und der Planung zur Lieferung teilhaben lassen sollten.

Beziehen Sie Ihr gesamtes Team in Ihre Pläne und Überlegungen mit ein und wenn Sie vor ein paar Monaten gezwungen waren, Teammitglieder zu entlassen oder in Kurzarbeit zu schicken, und jetzt in der Lage wären „systemrelevante Kräfte“ wiedereinzustellen, dann arbeiten Sie ein wirksames Programm zur Neuorientierung mit ihnen durch.

4.Eine kurze & fokussierte Abhol- & Lieferkarte

Ihr gewinnbringendes, lieferfreundliches Angebot sollten für Sie relativ günstig in der Herstellung sein. Weiterhin sollten sie den Transportweg zum Kunden schadlos überstehen und die Qualität beibehalten, auch wenn es niemals möglich ist, die selbe Qualitätsstufe wie vor Ort zu erreichen.  

Wie Sie das konkret machen (die Auswahl der besten Gerichte zur Lieferung und die Verpackung der Gerichte zur Erhaltung der Frische) ist ein eigenes Thema für sich.

Abschließend noch der Hinweis, dass eine kurze, übersichtliche Liefer- oder Abholkarte Ihnen vieles erleichtert, sei es bei der Planung, in der Küche, bei der Lieferung, bei der Integration auf der Webseite und der Kommunikation mit den Gästen.

Bieten Sie also nicht Ihr komplettes Speisenangebot zur Lieferung an, nicht nur, da sich nicht alle Gerichte für den Transport eignen und die Planung erschwert, sondern auch weil der zusätzliche Aufwand die Gewinnspanne verringert. Es können immer später neue Gerichte zur Lieferung hinzugefügt und/oder mit Tages- & Wochenangeboten gearbeitet werden.

Einen eigenen Lieferservice einführen oder externe Lieferplattformen nutzen?

Haben Sie die Vorarbeit gemacht, dann wissen Sie bis hier, welche Gerichte Sie anbieten. Die nächste große Überlegung ist nun, wie diese Gerichte von den Gästen bestellt werden können und wie diese Bestellungen dann geliefert werden. Bei der eigenen Lieferung müssen Sie natürlich Ihr Team dafür nutzen und auch Ihre Betriebsfahrzeuge oder die Autos Ihrer Mitarbeiter.

Also ist die nächste Frage, die beantwortet werden muss:

Sollten einen eigenen Bestell- & Lieferservice einführen, eine der Online-Lieferplattformen nutzen oder beides?

Um die Antwort darauf zu finden, was für Ihre Situation am besten ist – vorausgesetzt in Ihrem Gebiet gibt es eine Online-Lieferplattform – sollten Sie die Vor- und Nachteilen abwiegen, die mit den jeweiligen Lösungen verbunden sind.

Die Schulung eines Mitarbeiters zum Auslieferungsfahrer kann für einige Restaurants ein Problem darstellen, denn es gibt hier sehr viele Aspekte zu beachten. Fragen des Verkehrsrechts, der Haftung, aber v.a. auch der Hygiene. 

Mit den Lieferapplikationen von Drittanbietern entfällt die Notwendigkeit, Mitarbeiter darin auszubilden und stattdessen externe Fahrer zu Ihrem Restaurant zu schicken, um die Lieferung für Sie vorzunehmen. Sobald eine Bestellung aufgegeben wurde, holen die Fahrer des Drittanbieters das Essen ab und bringen es zum Kunden, so dass sich die Restaurants den Fokus weiterhin auf die Tätigkeiten im Restaurant legen können.

Dazu sei auch erwähnt, dass einige Online-Bestellplattformen in vielen Gebieten die Lieferung nicht übernehmen, diese also trotzdem vom Restaurant durchgeführt werden muss und nur die Bestellung online über diese Plattformen möglich ist.

Die Vor- und Nachteile von externen Online Bestell- & Lieferplattformen

Sofortiger Zugang zu zehntausenden potenzielle Kunden

Lieferservice Anbieter wie Lieferando oder Uber Eats haben über die letzten Jahre einen Kundenstamm mit mehreren Millionen Nutzern aufgebaut. So ermöglichen es diese Plattformen Restaurants, sofort eine riesige Reichweite zu haben und – abhängig der Stadt und Nutzung der jeweiligen Plattform – sofort tausende oder sogar noch mehr potenzielle Kunden zu erreichen.

Schnell einen sehr großen potenziellen Kundenstamm erreichen

Wenn Sie gerade dabei sind Online-Bestellungen anzubieten oder Sie Ihr Restaurant gerade erst eröffnet haben, sind solche Lösungen von Drittanbietern eine gute Möglichkeit, schnell mehrere tausend Augenpaare auf ihr Speisenangebot zu richten, ohne dass Sie und Ihr Team sich großartig anstrengen und große Vorarbeit in Programmierung, Systemintegration und Marketing stecken müssen.

Die simplen Marketingmöglichkeiten der Lieferdienste

Möchten Sie bei einer App eines Drittanbieters ganz oben in den Optionen angezeigt werden? Viele der Anbieter ermöglichen Ihnen bieten Werbemöglichkeiten, die Ihrem Betrieb einen schnellen Boost geben und sicherzustellen, dass hungrige Menschen Ihr Restaurant zuerst sehen. Diese integrierte Marketingfunktion eignet sich hervorragend für neue Restaurants, die eine simple und schnelle Werbehilfe für dieses neue Tool brauchen.

Sofort Auslieferungsfahrer ohne zusätzlichen Aufwand

Das Einstellgen und Schulen von Personen, die die Lieferung durchführen, stellt für viele Restaurants ein Problem da.  Es ist so schon schwierig genug, verlässliche Mitarbeiter für den regulären Geschäftsbetrieb zu finden. Mit der Lieferoption einiger Anbieter (abhängig von Ort und Anbieter) entfällt die Notwendigkeit, einen weiteren Mitarbeiter einzustellen. Stattdessen werden Fahrer zu Ihrem Restaurant geschickt, um die Lieferung für Sie vorzunehmen. Sobald eine Bestellung aufgegeben wurde, holen sie das Essen ab und bringen es zum Kunden, so dass sich die Restaurants auf die Bewirtung der Hausgäste konzentrieren können.

Geringes Investitionsrisiko

Wenn Sie einen eigenen Lieferservice einführen, sind damit natürlich viele Kosten verbunden, denen auch ein gewisses Risiko entgegensteht, da der Lieferdienst sich rentieren muss. Durch das Nutzen dieser Plattformen entfällt dieses Risiko, da Sie hier schnell testen und ohne Anfangsinvestitionen testen können, ob sich Lieferung bei Ihnen im Restaurant rentiert.

Die Vor- und Nachteile in Kurzform:

Die Vorteile der externen Bestellplattformen und Lieferdienste:

  1. Zeitvorteil: Schnelle Einführung und Umsetzung des Lieferdienstes.
  2. Sofort einen riesigen potenziellen Kundenstamm erreichen.
  3. Geringer Aufwand.
  4. Simple Marketingmöglichkeiten.
  5. Kein zusätzliches Personal einstellen und managen.
  6. Geringes Investitionsrisiko.

Die Nachteile externer Bestellplattformen und Lieferdienste:

  1. Hoher Wettbewerb auf den Lieferplattformen.
  2. Hohe Provisionen.
  3. Keine Daten und somit fehlende Optimierungsmöglichkeiten.
  4. Keine Kontrolle über die Qualität der Lieferung und somit mögliche Image-Beeinträchtigung.
  5. Kein einheitliches Kundenerlebnis.
  6. Kein Aufbau der Kundendatenbank und somit keine Möglichkeit diese Personen zukünftig zu kontaktieren.
  7. Keine zusätzlichen Marketingmöglichkeiten im Bestellprozess.
  8. Erhebliche Schwierigkeiten dort bestellende Personen in Stammgäste zu verwandeln.
Vor- und Nachteile von externen Lieferdiensten Infografik

Die Vor- & Nachteile eines eigenen Online-Bestellsystems mit oder ohne Lieferungen

Einen eigenes Online-Bestellsystem einzuführen bedeutet, dass die Bestellung der Kunden und Gäste über Ihre Webseite abläuft. Dies kann, wenn Sie eine WordPress Seite für Ihr Restaurant haben, einfach über ein Plugin für Online-Bestellungen geschehen aber es gibt auch viele Anbieter, die die Erstellung eines Online-Bestellsystems anbieten. Somit befinden sich Kunden im gesamten Bestellprozess nur in Ihrem Territorium über das Sie die komplette Kontrolle haben, dieses aber auch pflegen müssen.

Ein einheitlicheres Online Erlebnis für Ihre Gäste

Wenn Sie ein eigenes Online-Bestellsystem auf Ihrer Webseite integrieren, behalten Sie die Kontrolle über das Kundenerlebnis. Das bedeutet kann einheitlich und zu Ihrem Restaurant passend verlaufen. Das beginnt beim Design mit Ihren Image-Farben, über Ihre persönliche Bestellseite mit den Funktionen, die Sie haben möchten, einer optimierten Dankeseite nach Abschließen der Bestellung (die Sie im Idealfall für weitere Marketingzwecke nutzen, wie z.B. aktuelle Events promoten, um Bewertungen bitten oder weitere Angebote machen).

Kurz: Hier stehen Sie und Ihr Restaurant im Mittelpunkt – nicht das Markenerlebnis einer App, deren Haupt-Ziel es ist mehr App-User zu gewinnen.

Bessere Integration in Ihr Kassensystem

Die meisten Online-Bestellsysteme haben (noch?) keine Schnittstelle zu den Kassensystemen, so dass eine effektive Kommunikation mit Ihrer Kasse und einer eventuellen Buchhaltungssoftware nur schwer möglich ist. Anstatt mehrere externe Online-Bestellsysteme zu nutzen, ist eine integrierte Online-Bestelllösung ideal für Restaurants, die eine Antwort auf die Kopfschmerzen suchen, die Apps von Drittanbietern verursachen können.

Der Besitz einer auf der eigenen Webseite integrierten Online-Bestell-Lösung, die in das System integriert ist, an dem Ihr Team ständig arbeitet, gibt Ihnen die Möglichkeit, eine zusätzliche Einnahmequelle hinzuzufügen, ohne die internen Betriebsprozesse zu stören.

Treueprogramme nutzen, Wiederkäufe fördern und Stammkunden gewinnen

Viele Online-Bestelllösungen, die angeboten werden, bieten zusätzliche Marketingmöglichkeiten wie Treueprogramme. Das bedeutet, dass Sie Personen, die über Ihre Webseite bestellen, leicht dazu motivieren können dies häufiger zu tun und sie für deren Treue auch belohnen. So steigern Sie nicht nur die Häufigkeit der Bestellungen, die Bestellgröße und die Dauer der Treue (3 der 4 GastroInsider Wachstumsfaktoren zur Steigerung des Restaurantgewinns), sondern haben zusätzlich einfacher die Möglichkeit diese Personen auch zu einem Besuch in Ihrem Restaurant zu bringen.

Datensammlung über die Gäste und Aufbau der Kundendatenbank

Die vielen Bestellungen über die Webseite bringen nicht nur Geld, sondern auch eine Menge Informationen.

Unter anderem erhalten Sie Informationen darüber:

  • Namen und Kontaktadressen bestellenden Personen (das wichtigste!)
  • Welche Personen wie häufig und welche Gerichte bestellen.
  • Wie viel diese Personen durchschnittlich ausgeben.
  • Wie sich die Bestellungen auf die Tage verteilt.
  • Welche Marketingaktionen am besten funktionieren.
  • Welche Position der Gerichte zu welchem Anstieg an Bestellungen führen.
  • Welche Bilder und Texte zu welchen Umsatzergebnissen führen.
  • und vieles mehr.

Alle diese wichtigen Informationen entgehen Ihnen, wenn Sie eine der externen Lieferplattformen nutzen, vor allem sind hier nochmals die Namen und Kontaktadressen zu erwähnen. Denn nur wenn Sie diese haben, ist es Ihnen möglich, diese Personen mit smarten Gastronomie Marketing wieder zu kontaktieren und in Stammgäste für Ihr Restaurant zu verwandeln.

Weiterhin ermöglicht die fortwährende Auswertung dieser Daten eine Optimierung Ihres Angebots, der Vermarktung einzelner Posten auf Ihrer Speisekarte, die Nutzung von Menu-Engineering und die Kennzahlenbasierte Weiterentwicklung des kompletten Systems.

Keine hohen Provisionsgebühren

Externe Lieferplattformen verlangen, je nach Unternehmen und Art der Dienstleistung, mindestens 10% (wenn Lieferung nicht dabei ist und nur Bestellung) bis zu ca. 30% vom Umsatz. Das bedeutet, dass die sowieso schon geringen Margen vieler Gastronomen noch stärker reduziert werden und sich das Liefergeschäft für viele kaum lohnt. Zwar sollte dies nicht auf Sie zutreffen – erst recht nicht, nachdem Sie die anfangs erwähnten Punkte umgesetzt haben – aber trotzdem würden diese Personen auch Ihre Gewinnspanne bei den Gerichten verkleinern.

Dazu stehen allerdings die Kosten, die Ihnen bei der Einführung eines eigenen Online-Bestellsystems mit oder ohne Lieferung entstehen.

Einige davon sind:

  • Kosten für Erstellung und Pflege der Bestellseite.
  • Kosten für Mitarbeiter bei Lieferung.
  • Fuhrpark und laufende Kosten.
  • Versicherung.

Aber falls Sie nur Abholung anbieten, sind die Kosten für die Erstellung und Pflege der Bestellseite meist schon nach kurzer Zeit geringer als die kumulierten Provisionskosten, die bei Nutzung einer Lieferservice-Plattform entstehen.

Die Vor- und Nachteile in Kurzform:

Die Vorteile einer eigenen Bestellplattform und eines eigenen Lieferdienstes:

  1. Keine hohen Provisionen.
  2. Umfassende Bestell- und Webseitendaten. Damit die Chance auf Optimierung und Verbesserung.
  3. Kontrolle über die Qualität der Lieferung.
  4. Einheitliches Kundenerlebnis.
  5. Aufbau der Kundendatenbank und damit keine Möglichkeit diese Personen zukünftig zu kontaktieren.
  6. Weitere Marketingmöglichkeiten im Bestellprozess mit Cross-Promotion, Bewertungen, Social Media,… .
  7. Online-Besteller/innen in Stammgäste zu verwandeln wird erleichtert.

Die Nachteile einer eigenen Bestellplattform und eines eigenen Lieferdienstes:

  1. Größerer organisatorischer Aufwand.
  2. Höhere Anfangsinvestitionen (Fuhrpark, Bestellsystem,..) und damit auch Risiko.
  3. Kein Zugriff auf den großen Kundenstamm der Lieferplattformen.
  4. Zusätzlicher Personal erforderlich.
  5. Laufende Kosten, die ständig mit genug Bestellungen ausgeglichen werden müssen (Personal, Versicherungen,…)

Beide Möglichkeiten kombinieren: Externe Lieferservice und eigene Bestellseite nutzen

Es gibt natürlich auch noch die Möglichkeit, dass Sie beide Lösungen gleichzeitig für Ihr Restaurant nutzen, also einerseits Bestellungen über Portale wie Lieferando und Uber Eats, andererseits aber auch über Ihre Webseite die Bestellung ermöglichen.

Der Vorteil hier ist, dass Sie viele neue Kunden über die Plattformen erhalten aber gleichzeitig über die eigene Bestellseite Ihr Stammpublikum abwickeln können.

Das Ziel sollte hier jedoch unbedingt sein, dass Sie die Personen, die über die externen Plattformen bestellen dazu motivieren, über Ihre Seite zu bestellen, auf der Sie keine Provisionen zahlen müssen. Allerdings müssen Sie sich schon von Anfang darauf einstellen, dass es einen gewissen Prozentsatz gibt, der immer bei den externen Lieferservice Anbietern bestellen wird; sei es aus Gewohnheit, Bequemlichkeit oder aber auch, weil diesen mehr vertraut wird.

Weiterhin sollten Sie aufpassen, dass Ihr Stammpublikum nicht über die externen Lieferservices bestellt, denn sonst haben Sie sich einen neuen Mitbewerber geschaffen.

Falls Sie sich also dafür entscheiden sollten beide Lösungen gleichzeitig zu nutzen, sollten Sie:

  1. Marketingtechniken im Einsatz haben, welche die Personen von externen Plattformen zum Wechsel auf Ihr System bringen und
  2. Ständig beobachten, ob nicht Ihre Stammkunden zur anderen Lieferservice-App abwandern und falls doch, dies stoppen.

Den Lieferservice vermarkten und mehr Kunden für Lieferung und Abholung gewinnen

Ok, nun haben wir die Vorarbeit geleistet und geplant, wie das Lieferangebot aussieht. Außerdem haben wir uns entschieden, ob wir die Lieferung selbst durchführen, eine der Lieferplattformen nutzen oder beides.

Jetzt ist es natürlich noch essenziell, dass bestehende Gäste und potenzielle neue Bestellkunden erfahren, dass Ihr Restaurant nun Lieferung und/oder Abholung anbietet – und dann auch diesen Service nutzt.

Somit lautet der nächste und letzte Schritt nun:

Kommunizieren & bewerben Sie den Lieferservice – Potenzielle Kunden & bestehende Gäste müssen davon erfahren

So wie Sie Ihre Mitarbeiter rechtzeitig informieren und in Ihre Pläne einweihen müssen, sollten Sie auch mit Ihren Gästen und Kunden verfahren. Informieren Sie diese frühzeitig über jegliches Ihnen zur Verfügung stehendes Werbemittel. Das bedeutet, soziale Medien, Ihre Website, Flyer, Newsletter, Hinweisschildern an und vor Ihrem Betrieb und gegebenenfalls auch Anzeigen und/oder Radio. Achten Sie aber bei erst recht den Medien, die Sie etwas kosten, darauf, dass Sie den Erfolg dieser Werbemaßnahmen messen (wie es eigentlich bei jeder eingesetzten Werbemethode im Restaurant gemacht werden sollte).

Die Kommunikation beim Umstieg auf Lieferung im Zusammenhang mit Corona:

Weisen Sie Ihre Gäste zuerst auf die ihnen hinlänglich bekannte Gesundheitslage im Land, sowie den damit verbundenen staatlichen Maßnahmen hin.

Im nächsten Schritt erläutern Sie Ihre daraus gezogenen Konsequenzen und beschreiben Ihr Ziel, den Gästen weiterhin einen guten Service anbieten zu wollen – jetzt aber über den neu eingerichteten Bestellservice.

Selbstverständlich sollten Sie dabei so offen sein, dass Sie den Menschen klar mitteilen, welche Bestellmethoden für Ihr Unternehmen finanziell am besten geeignet sind, und sie dann im Anschluss darum bitten, diese zu benutzen. Sollten Sie für Ihr Restaurant ein eigenes Online-Bestellsystem eingerichtet haben, bitten Sie Ihre Kunden, von dort aus zu bestellen (und nicht von einer Lieferplattform, auf der sie Provisionen zahlen müssen).

Den Lieferservice auf bewerben und bekannter machen

Um den Lieferservice bekannter zu machen, stehen viele Werbemöglichkeiten zur Verfügung, die natürlich auch alle parallel genutzt werden können:

Den Lieferservice auf Social Media bewerben

Falls Ihr Restaurant auf Facebook und oder Instagram ist, sollten Sie dort auf den Lieferservice aufmerksam machen. Aber nicht nur einen Post, in dem bekannt gegeben wird, dass dieser existiert.

Posten Sie regelmäßig:

  • Bilder von Ihren Speisen,
  • Feedback der Kunden,
  • stellen Sie Gerichte vor mit deren besonderen Zutaten,
  • drehen Sie kurze Videos,
  • geben Sie einen Einblick hinter die Kulissen,
  • uvm.

Es ist nicht nur wichtig, hier das Image zu verbessern und den Menschen Appetit auf Ihre Auswahl zu machen, sondern Ihr Restaurant muss ständig wieder in Erinnerung gerufen werden (wie eigentlich auch sonst), damit Sie bei Ihrer Zielgruppe genau im Hinterkopf auftauchen wenn diese hungrig sind und überlegen, was sie essen.

Lieferservice im Newsletter bewerben

Jedes Restaurant sollte einen Newsletter haben. Und falls Sie noch keinen Newsletter für Ihr Restaurant haben, sollten Sie noch heute damit beginnen die Namen und Daten Ihrer Gäste zu sammeln und einen – mindestens monatlichen – Newsletter rausbringen.

Wenn dies nun zutrifft, sollten Sie Ihren Lieferservice auch dort bewerben. Aber nicht nur erwähnen, dass dieser existiert, sondern zudem mit Geschichte, warum Sie sich dafür entschieden haben, wie Sie die Qualität garantieren, einige Gerichte vorstellen und eventuell noch einen Anreiz geben, dass Personen nun erstmalig bestellen.

Lieferservice per Flyer bewerben

Dieses traditionelle Werbemittel funktioniert auch und sollte sich unbedingt in Ihrem Werbearsenal der Lieferservice-Promotion befinden. Denn Flyer haben nicht nur den Vorteil, dass Sie damit auch Personen erreichen, die noch nicht Ihr Restaurant kennen, zudem können die Flyer von den Kunden aufgehängt werden und erinnern diese somit ständig bei Ihnen zu bestellen.

Viele GastroInsider Coaching-Klienten nutzen die Flyer sogar erfolgreich wöchentlich, um jeweils neue Gerichte/Angebote potenziellen Kunden zu geben, durch Knappheit und Besonderheit diese Personen zum häufigeren Bestellen zu motivieren, einen festen Platz im Hinterkopf sich zu erkämpfen und auch um fortwährend neue Gerichte sowie Angebote zu testen, was zu einer Verbesserung des Angebots und damit Steigerung des Umsatzes führt.

Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, wie es auch in Ihrem Betrieb funktionieren könnte oder an einer der vielen anderen Werbemöglichkeiten wie Newsletter, Online Marketing, Speisekarten Optimierung usw. interessiert sind, können Sie sich für ein kostenloses Strategiegespräch hier vormerken lassen.

Lieferservice auf der Webseite bewerben

Auf Ihrer Webseite sollte auch prominent gezeigt werden, dass Sie Lieferung und/oder Abholung möglich ist. Wie bei den anderen Werbemedien gilt natürlich, dass Sie nicht nur zeigen, dass dieser existiert sondern zudem auch die Vorteile kommunizieren und auch mit dem bisherigen Feedback Ihrer Gäste die Qualität beweisen.

Weitere mit Kosten verbundene Werbemethoden für Ihren Lieferservice

Weitere Methoden, die Ihnen zur Verfügung stehen, um Ihren Lieferservice zu bewerben, sind:

  • Bezahlte Anzeigen auf Social Media,
  • Anzeigen in der Zeitung oder lokalen Zeitschriften,
  • Lokale Radiowerbung,
  • Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen oder Influencern.

Diese Methoden sollten erst nach den oben erwähnten Strategien genutzt werden, außer wenn Ihr Werbebudget es anfangs schon zulässt. Hier ist es aber noch wichtiger, dass Sie den jeweiligen Erfolg messen und überprüfen, ob der Gewinn aus den Bestellungen höher ist als die Kosten dieser Werbemedien.

Bei Facebook kann dies am schnellsten und mit dem geringsten Risiko getestet werden, wobei auch Anzeigen mit Gutscheinen verbunden häufig relativ günstig umgesetzt werden können. Die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, die Zugang zu Ihrer Zielgruppe haben, kann, je nach Strategie auch umsonst erfolgen, sollten Sie aber bisher keine strategischen Partnerschaften haben, ist dies anfangs mit mehr Zeit- und Geldaufwand verbunden.

Wichtig bei allen Werbemedien ist, dass Sie vorab recherchieren, ob Ihre Zielgruppe sich überhaupt darüber erreichen lässt. Denn nur dann können diese Personen mit der richtigen Strategie auch zu einer Bestellung bei Ihnen motiviert werden.

Eventueller Verzicht auf die Mindestbestellmenge (nur während den Beschränkungen)

Viele Restaurants haben in der Regel eine Mindestbestellmenge von ca. 15-20 €, damit sich die Lieferung sich in Anbetracht des Zeiteinsatzes auch lohnt und die Zeit nicht besser woanders investiert werden kann.

Aber wenn Lieferung die einzige Möglichkeit ist, wie Ihr Unternehmen im Moment arbeitet oder sogar überleben kann, sollten Sie die Überlegung in Betracht ziehen, sich von solchen Beschränkungen zeitweilig zu trennen (solange es noch profitabel ist). Wenn es wirklich um den Erhalt des Geschäftsbetriebs geht, dann ist es besser für wenig Gewinn zusätzliche Lieferungen zu erhalten. Jede Bestellung hilft Ihnen in dieser Situation.  

Allerdings sollten Sie dann erst recht weitere Marketing Strategien nutzen, um Zusatzeinnahmen und künftige Einnahmen aus den Lieferkunden erhalten (z.B. Aufbau der Kundenliste, Bounce Back Angebote, Social Media Fans, Bewertungen, … was wiederum ein eigenes Restaurant Marketing Thema ist).

Restaurant in der Pandemie-Zeit erfolgreich führen

Besondere Zeiten – und die Covid-Pandemie ist wohl die außergewöhnlichste Zeit, die wir je erlebt haben – erfordern besondere Ideen und in der gegenwärtigen Situation auch außergewöhnliche, sowie auch den Mut neue Ideen umzusetzen.

Doch was kann man in der Gastronomie gerade konkret tun?

Da der persönliche Kontakt zu den Gästen erschwert ist, der Post- und Email den meisten verwehrt ist, da sie sich keine Gästedatenbank aufgebaut haben (eine der wichtigsten Dinge!), sollte die Online-Community über die verschiedenen sozialen Medien aktiviert werden.

Denn gerade jetzt haben viele bestehende und auch potentielle „neue“ Gäste mehr Zeit, um die Timelines auf den sozialen Medien ständig zu durchforsten. Günstiger und einfacher können Sie mit ihren potenziellen Umsatzgebern nicht interagieren.

Doch dann heißt es kreativ sein: Corona-Speiseplan mit Specials für den einsamen TV-Abend oder Superfood für die Stärkung des Immunsystems erstellen und vermarkten sind nur einige der folgenden Ideen, die Sie für sich nutzen können.

Zusammenarbeit mit den Bauern der Region 

Die Nachfrage nach Obst- und Gemüseboxen von Bauern aus der Umgebung ist enorm angestiegen. Natürlich möchten viele das auch kontaktlos. Viele eigenständige Bauernhöfe können die erhöhte Nachfrage kaum bewältigen. In vielen Kleinstädten gibt es mittlerweile Wartelisten, weil viele Verbraucher ihre Lebensmittel lieber vor die Tür geliefert bekommen als selbst einkaufen zu gehen.

Zwar kommt mittlerweile eine gute Anzahl an Landwirte mit den Bestellungen nicht nach, dennoch gibt es auch einen weiteren positiven Nebeneffekt: In der Corona-Krise werde regionale Strukturen wieder gestärkt, was die Gastwirtschaft auch für sich nutzen kann: Verstärkt Rezepte und Speisen aus der Region anzubieten und dabei mit regionalen Bauern zusammenarbeiten, sowie Saisonangebote, Lieferungsmöglichkeiten, Nutzung gemeinsamer Strukturen (s. Foodtruck).

Zusätzlich können Sie diese Zeit nutzen, um gemeinsame Videos mit den diesen Personen zu drehen, beispielsweise zu den Themen:

  • Welche Gemüsesorte welche Vitamine haben.
  • Wie bestimmte Produkte angebaut werden.
  • Wann die beste Zeit für die jeweiligen Obst- & Gemüsesorten ist.
  • Woran man gute Qualität bei z.B. Tomaten erkennt.
  • ….

All diese Videos können Sie auf Ihrer Webseite oder Social Media posten. Dies bietet nicht nur unterhaltsame Inhalte für Ihre Zielgruppe, sondern demonstriert gleichzeitig Fachwissen und stärkt Ihre Positionierung.

 Gutscheine einführen

Es wurde schon erwähnt, dass die Online-Community über die verschiedenen sozialen Medien aktiviert werden sollte.  Hier können auch Gutscheine angeboten werden, die der Kunde zu einem günstigeren Betrag als im Restaurant kauft und jederzeit einlösen kann (behalten Sie dabei im Kopf, dass ungefähr ein sechstel aller Gutscheine nicht eingelöst werden, Sie den gegebenen Rabatt also wieder einnehmen werden).

Sollte das Restaurant geschlossen werden müssen, können die Gutscheine auch für Lieferung oder Abholung genutzt werden. Diese Gutscheine ließen sich entweder direkt im Restaurant, im Falle der Schließung an der Restauranttür, über die Hompage des Restaurants oder über eine der mittlerweile zahlreich existierenden neue Online-Portale verkaufen.

Soliküchen – Der Gesellschaft helfen

Es gibt viele Restaurants, die über Mittag Mitarbeiter von Unternehmen zu Gast hatten, die jetzt aber aufgrund von Home-Office nicht mehr kommen –  diese kann man nun über das Gutscheinmodell erreichen.

Andere Restaurants haben eventuell die Kantinen großer Technologie- oder Medien-Unternehmen bekocht. Wenn deren Herde aber wegen der Coronakrise kalt bleiben, kann man Kontakt mit dem Großkunden aufnehmen und eine Weiterzahlung vereinbaren, wobei die Mahlzeiten dann an systemrelevante Kräfte oder gar Obdachlose und Bedürftige gehen.  Es entsteht eine Solidarität, die vielen Seiten hilft, das Image fördert und in den meisten Fällen auch noch steuerlich verrechnet werden kann.

Es gibt bereite eine Reihe von Restaurants und Hotels, die diesen Weg – v.a. in Großstädten – gehen. So können Vorräte sinnvoll abgebaut, Kontakte beibehalten sowie erweitert werden und es wird ein gemeinschaftliches Denken gefördert, dass sich in besseren Zeiten auch wieder positiv auswirken wird.

Crowdfunding

In der ersten Welle der Covid-Pandemie wurde auch das aus anderen Branchen bereits verbreitete „Crowdfunding“ genutzt. Eine abgewandelte Variante ist beispielsweise die Kampagne „Kochen für Helden“ ( u.a. Tim Mälzer in Hamburg), bei der Essen an Menschen in Funktionsberufen wie Ärzte und Ärztinnen sowie PflegerInnen in Krankenhäusern verteilt wird und die Bevölkerung erfolgreich zu Spenden für die kostenlose oder nur für einen symbolischen Preis ausgegebenen Speisen dafür einspringt.

Koch-Sets für Zuhause

Eine weitere Möglichkeit den Gastronomiebetrieb in dieser schwierigen Zeit aufrechtzuerhalten liegt darin, die Speisen nicht heiß, sondern im Vakuumbeutel abgepackt für Zuhause zum Aufwärmen mit einer genauen Aufwärmanleitung zu liefern. Das Set kann dann abgeholt oder gegen Gebühr geliefert werden.

Foodtrucks

Food Truck Restaurant Alternative

Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass sich Zusammenarbeiten mit regionalen Bauern rentieren kann. Die Zusammenarbeit kann sogar erweitert werden, indem gemeinsam in einen Foodtruck investiert wird, der Ihrem Restaurant die Freiheit gibt, Menschen dort zu erreichen, wo sie sich gerade befinden und auch ggfls. Hofprodukte vertreiben. So können alle Seiten den Umsatz steigern.

Mit einem Foodtruck können Sie ganz einfach besondere Veranstaltungen wie Sportevents, Spendenaktionen und andere Gelegenheiten für die Auslieferung des Speiseangebot Ihres Restaurants nutzen. Wenn Sie keine besonderen Termin haben, können Sie ihn auch strategisch an stark frequentierten Orten positionieren.

Die Anschaffung und der Betrieb eines Foodtrucks bringt eine höhere Anfangsinvestition mit, weswegen sich die Zusammenarbeit mit anderen von der Pandemie ähnlich Betroffenen anbietet. Wenn der Truck richtig eingesetzt wird und das Marketing stimmt, können er aber beträchtliche Einnahmen generieren und eine gute Möglichkeit sein, für Ihr Restaurant und den mit Ihnen zusammenarbeitenden Betrieb zu werben.

Lokale Food-Blogger

Die Nutzung der Möglichkeiten und Verbindungen zur lokalen Umgebung sowie wichtiger lokaler „Influencer“ kann Ihrem Restaurant helfen, in der schwierigen Wettbewerbssituation einen Sprung nach Vorne zu erlangen.

Einige der Personen, wenn es um Auswärts Essen geht, sind lokalen Food-Blogger, von denen einige mittlerweile mehrere Millionen „Follower“ haben. Laut Medienforschung sind Blogs die dritteinflussreichste digitale Ressource, die Menschen beim Einkaufen nutzen und sie werden gerade in dieser schwierigen Zeit immer einflussreicher.

Bevor Sie sich aber an einen Food-Blogger wenden, sollten Sie durch eigene Recherche, Beratung mit Mitarbeitern und anderen Überlegungen erst einmal rausfinden, welche Richtung Ihr Restaurant einschlagen sollte, denn Blogger können Ihnen dabei nicht weiterhelfen sondern nur Aufmerksamkeit in dem „Food“-Bereich erhalten, in dem diese selbst tätig sind.

Vergewissern Sie sich also, dass die Zielgruppe des Blogs auch der entspricht, die Sie gerne in Ihrem Restaurant hätte. Bei einer ersten Kontaktaufnahme  mit dem Food-Blogger sollten Sie ein gemeinsames  Brainstorming durchführen und ihm/ihr dafür z:B. ein kostenloses Essen anbieten, wodurch er oder sie auch gleich einen Eindruck von Ihren Qualitätsansprüchen hat.

Acryltrennwände für Ihre Gastronomie

Der Herbst ist da, der Winter steht vor der Tür und die Lösungen, die viele Restaurants für ihren Betrieb in dem vergangenen Super-Sommer nutzen konnten, stehen nun nicht mehr zur Verfügung.

Es gilt die vorhandenen Räumlichkeiten optimal unter den vorgegebenen Sicher-heitsmaßnahmen sinnvoll zu nutzen. Dabei können Trennwände aus Kunststoff  bzw. Acrylglas, die bereits in anderen Bereichen, in denen Hygiene besonders wichtig ist und sich dort bewährt haben, ein preiswerters Mittel zur Umsetzung der vom Gesundheitsamt vorgegebenen Maßnahmen sein.

Bevor Sie sich mit der Vielfalt der angebotenen Möglichkeiten auseinandersetzen, sollten Sie einen klaren Plan Ihrer räumlichen Gegebenheiten unter den vorgegebenen Abstandsbestimmungen haben und ihn optimal berechnen.

Dann stellt sich die Frage, ob Sie die Tische durch flexibel aufstellbare Trennwände im notwendigen Abstand halten.  Hier werden häufig  transparente Kunststoffplatten eingesetzt, die durch ihre Transparenz  optisch kaum auffallen, aber  eine sehr gute Vorbeugungsmaßnahme gegen Tröpfcheninfektionen darstellen und v.a. leicht zu reinigen und zu desinfizieren sind. Die Raum-Flexibilität dieser Schutzwände bei ihrer Aufstellung ist ein weiterer Vorteil. Der Schutzaufwand und die damit verbundenen Kosten sind gering, die Gäste fühlen sich nicht gestört und können ihren Aufenthalt und ihre Speisen voll und ganz genießen.