Planen Sie Ihr Restaurant zu verkaufen? So erzielen Sie einen hohen Preis für Ihr Objekt

Neben den offensichtlich häufigsten Anfragen zu Restaurant Marketing, Speisekarten-Optimierung und Gründung des Restaurants, erhalte ich mittlerweile viele Anfragen, die sich dem Verkauf des eigenen Restaurants in Verbindung stehen. Auch in Seminaren hat sich in letzter Zeit die Frage: „Wie kann ich mein Restaurant verkaufen und ein möglichst guten Verkaufspreis erzielen?“ gehäuft.

Warum viele Gastronomen sich für den Verkauf Ihres Restaurants entscheiden

Die Gründe für diese Frage sind sehr unterschiedlich. Es reicht vom Zusammenschluss mit anderen Gastronomie-Unternehmen, einem bald auslaufenden Mietvertrag, Altersschwierigkeiten über schlechtere wirtschaftliche Bedingungen, Personalschwierigkeiten bis hin zu vielen persönlichen Gründen, die einen Verkauf erforderlich machen. 

Der Verkauf Ihres Restaurants erfordert gute Planung, wenn Sie den bestmöglichen Verkaufspreis für Ihr Unternehmen erzielen wollen. Überlegungstechnisch ist diese Planung jedoch nicht groß anders als beim Erwerb des Unternehmens. Deshalb beginen Sie mit der Frage:

Worauf haben Sie beim Kauf des Restaurants geachtet? 

Auf welche Aspekte haben Sie beim Kauf Ihres Restaurants geachtet? Auf welche Punkte haben Sie den Fokus gelegt, als Sie den Restaurant Businessplan geschrieben haben? Sich in diese Situation zurückversetzen, erlaubt es Ihnen, sich leichter in die Lage von potenziellen Übernahmekandidaten zu versetzen.

Natürlich war ein wichtiger Faktor der Gewinn, gefolgt von einem guten Standort, guter Infrastruktur, sauberer Buchführung, einem gewissen Flair, passender Einrichtung, einem guten Ruf und Stammpublikum, sowie vor allem guten Wachstumsaussichten, denn das Restaurant soll auch in der Zukunft profitabel sein. Ihre potenziellen Käufer stellen sich diese Fragen, bevor diese ein Restaurant kaufen.

Das sind die gleichen Dinge, auf die Sie sich konzentrieren müssen, wenn Sie Ihr Restaurant an jemand anderen verkaufen wollen.

Nehmen Sie sich daher gute 12 Monate Zeit und machen Sie sich an die Verbesserung dieser Bereiche. Ein starker Fokus auf diese Basics hilft Ihnen dabei den Wert Ihres Restaurants zu steigern, einen höheren Kaufpreis zu erzielen und einfacher Käufer für das Objekt zu finden.  

7 Fokurs Bereiche für einen höheren Restaurant-Verkaufspreis

1.Die Buchhaltung in Ordnung bringen

Eine saubere, organisierte und verständliche Darstellung der Finanzen ist entscheidend für den Verkauf. Ein guter Bekannter aus dem M&A Bereich sagte mir vor Jahren: „Ein Unternehmen ohne Gewinne auf dem Papier hat keinen Wert“. Und diese Aussage ist sehr nah an der Wahrheit. Sie möchten potenziellen Käufern aufzeigen, wo Ihr Einkommen herkam, was Sie genau für Ausgaben hatten und welche Art von Cash-Flow vorhanden ist. 

Wenn Sie diese Zahlen nicht darlegen können, wird der gesamte Profit, den Sie in den letzten Jahren erwirtschaftet haben, für einen Käufer uninteressant sein, da Sie es nicht beweisen können. Ein professionelles Buchhaltungsbüro kann Ihnen zeigen, wie Sie Ihr System strukturieren, falls es in den letzten Jahren ein wenig vernachlässigt wurde und vermeintlich wichtigeren Tätigkeiten zum Opfer gefallen ist.

2.Umsatz & Gewinn: Die Lukrativität des Restaurants steigern

Einfach gesagt, muss das Restaurant profitabel sein, um einen hohen Verkaufspreis zu erzielen. Und es gibt mehrere Möglichkeiten, dies zu erreichen, welche gleichzeitig genutzt werden sollten:

1. Durch die Konzentration auf Ihre höchsten Kostenfaktoren wie Arbeitskraft, Essen und Getränke. Dies erreichen Sie, wenn Sie Ihre Einkäufe effizienter machen, Ihre Lagerbestände im Auge behalten und was Sie für Ihre Produkte in Rechnung stellen. 

2. Durch eine Steigerung der Einnahmen: In diesem Bereich ist Ihr Restaurant Marketing gefragt. In Kurzform geht es darum, dass Sie in den nächsten 12 Monaten daran arbeiten:

  • Mehr Gäste zu gewinnen
  • Die Durchschnittlich mehr Geld ausgeben und
  • Häufiger Ihr Restaurant besuchen.

Dies erreichen Sie unter anderem mit einem Marketingplan, in dem Sie die Ziele für diese 12 Monate festlegen und die Aktionen, sowie Werbestrategien, mit denen Sie diese Ziele erreichen.

Einige Ideen finden Sie hier:

Aber auch im GastroInsider Newsletter erhalten Sie alle paar Tage neue Ideen, wie Sie mehr Umsatz machen. Und wenn Sie besonders schnell Ergebnisse erzielen möchten und am Überlegen sind, ob eine Gastronomieberatung oder ein Coaching für Ihr Unternehmen Sinn ergibt, können Sie hier eine Anfrage für ein unverbindliches Erstgespräch stellen.

Offensichtlich ist Gewinnerzielung ein sehr weites Gebiet und lohnt einer genauen Betrachtung. Hatten Sie in letzter Zeit in Ihrem Unternehmen eine Betriebsanalyse? Ein Restaurantberater kann diese Analyse preiswert ausführen und Ihnen eine Liste von Dingen geben, an denen Sie arbeiten sollten.

3.Die Lage und der Standort

Offensichtlich sollte jeder Person, die erwägt ein Gastronomie-Objekt zu kaufen, vorab eine Standortanalyse für das Restaurant durchführen. Umgekehrt bedeutet das für Sie, dass Sie zumindest an dem Teil arbeiten, der unter Ihrer Kontrolle liegt.

Das schliesst ein, sicherzugehen, dass sie einen Mietvertrag haben, der für Ihren zukünftigen Käufer lukrativ ist oder Immobilienzinsen, die für den Käufer am Monatsende genügend Gewinn übrig lassen. Stellen Sie sich das Interesse eines Käufers vor, der herausfindet, dass Ihr Mietvertrag nur noch vier Monate läuft. Er wird nicht sehr begeistert sein.

4.Das innere und äußere Erscheinungsbild

Genau wie ein Haus, das „Street Appeal” braucht, um einen Käufer anzusprechen, ist es bei Ihrem Restaurant. Frische Farbe, ein gepflegter Garten, saubere Fenster, ein aufgeräumtes Büro, eine saubere Küche,…. das sollte offensichtlich sein. Das Geld und die Arbeit, die Sie hier reinstecken, sollten Sie mehrfach wieder rausbekommen. Nicht nur, weil vielen Personen die Fantasie fehlt, wie ein Restaurant nach der Renovierung aussieht. Diese Personen können Sie somit einfacher vom Kauf Ihres Restaurants überzeugen.

Stellen Sie eine Checkliste von allen Bereichen zusammen, an denen nachgebessert werden muss und was Sie darauf basierend jeden Monat erledigen werden. Halten Sie sich dann natürlich auch an diesen Umsetzungsplan, so dass Sie nach zwölf Monaten die Liste abgearbeitet haben und Ihr Restaurant im neuen Glanze erstrahlt.

5.Die Rechtslage 

Falls Sie als Unternehmen agieren: Würden Sie es in Betracht ziehen, Ihr Firmeninventar an den Käufer zu veräussern, was Ihnen ermöglichen würde, einfach rauszugehen? Für manche Verkäufer mag diese Option sinnvoll sein. Nehmen Sie die Dienste eines guten Anwalts in Anspruch, der Sie beraten kann, wie Sie Ihr Unternehmen am besten für einen zukünftigen Verkauf strukturieren. 

Während die eine Struktur für die eine Art von Betrieb funktionieren mag, könnte sie für einen anderen die finanzielle Katastrophe bedeuten. Dies ist ein guter Zeitpunkt, professionelle Rechtsberatung zu suchen.

6.Personalfragen klären

Hierzu zählen zuerst die laufenden Verträge mit den Mitarbeitern und wie es nach Übernahme mit diesen weitergeht.

Falls Sie das Restaurant alleine führen und den Großteil der Arbeit selbst erledigen, verkaufen Sie im Grunde genommen nur einen „Job” an den neuen Käufer. 

Denken Sie deshalb darüber nach, wonach ein potenzieller Käufer des Restaurants sucht und bauen Sie jetzt Ihr System für einen maximalen Wert in der nahen Zukunft aus. Sie werden einem Käufer ein reibungslos laufendes, voll einsatzfähiges, profitables Unternehmen übergeben wollen. 

Nur, was diese Person dann daraus machen ist ihm oder ihr überlassen.

7.Das Marketing für den Unternehmensverkauf vorbereiten

Nun haben Sie ein komplettes Jahr Zeit, sich auf den Verkauf des Restaurants vorbereiten. Nutzen Sie diese Zeit nicht nur, um den Wert Ihres Restaurants zu erhöhen und es für die Übernahme attraktiver zu machen, sondern bereiten Sie sich selbst auch auf den Verkauf vor. 

Das bedeutet zuerst das Marketing vorzubereiten, indem Sie rausfinden, wie Sie potenzielle Käufer am besten erreichen können und wie Sie Ihr Restaurant bewerben (z.B. Können Sie in On- oder Offline Anzeigen Ihr Restaurant zum Verkauf annoncieren).

Als nächstes bedeutet es, dass Sie sich für das Verkaufsgespräch und die Verhandlungen genau vorbereiten. Dazu gehört es, dass Sie alle Fakten und Zahlen zum Verkaufsobjekt kennen, die Vorteile und Verkaufsargumente sowie auf mögliche Gegenargumente und Versuche den Preis zu senken, vorbereitet sind. 

Denn selbst das beste Objekt erzielt keinen hohen Preis, wenn dafür keine Käufer gefunden werden und falls doch, diese nicht von den Vorteilen des Unternehmens und dem damit verbundenen Verkaufspreis überzeugt werden können. 

Der Verkauf des Restaurants muss schneller gehen

Bis jetzt haben wir uns auf einen zwölfmonatigen Rückzugsplan konzentriert. Was aber, wenn Sie schnell aus Ihrem Restaurant herausmüssen, zum Beispiel in 30 oder 60 Tagen? 

Wenn Ihr Bedürfnis, aus einem Betrieb auszusteigen so dringend ist, werden Sie zweifellos Ihre Gründe für diesen Druck haben. Ein plötzlicher Gewinneinbruch, das Restaurant ist am scheitern, ein gekündigter Mietvertrag, teure Reparaturen, persönliche Schwierigkeiten oder etwas anderes setzt Sie unter Druck.

Als verzweifelter Verkäufer werden Sie sich aber schwer tun, den Höchstpreis für Ihr Unternehmen zu erzielen. Zu diesem Zeitpunkt ist es sinnvoll, die professionellen Dienste eines Restaurantberaters in Anspruch zu nehmen, der Sie durch die Möglichkeiten führen wird und Ihnen aufzeigt, wie Sie den maximalen Wert aus dem Betrieb erzielen.

Sollten Sie einfach den Geschäftsverkauf an einen Makler übergeben? Nicht sofort, wenn Sie den maximalen Langzeitwert erzielen möchten. Vorherige Planung, eine klare Vorstellung, welche Art der Transaktion am besten Ihren Bedürfnissen entspricht und Beratung, wie Sie den letzten Euro aus dieser Operation quetschen, sind kritische Komponenten, damit Sie ausreichend dafür entlohnt werden.

Die wichtigsten Fragen vor Kauf oder Übernahme eines Restaurants

Wahrscheinlich noch nie standen so viele Gastronomie Objekte zum Verkauf wie 2021 – und auf Grund der wirtschaftlichen Entwicklungen werden leider bald noch mehr Restaurants, Bars und Hotels verkauft oder neu verpachtet werden. 

Schon Ende 2020 informierte der deutsche Hotel- und Gaststättenverband (DEHOGA) seine Mitglieder und die Öffentlichkeit darüber, dass rund 30 Prozent der Restaurants wegen der Corona-Pandemie in ihrer Existenz gefährdet sind. Dazu kommen die schon davor bestehenden Gründe, weshalb Restaurants häufig scheitern.

Doch trotz dieser und ähnlicher Meldungen überlegen und planen viele Personen jetzt oder in den kommenden Monaten ein Restaurant zu eröffnen.

Unweigerlich stellt sich somit die Frage:

“Ist es überhaupt möglich jetzt ein Restaurant zu kaufen, zu übernehmen oder zu eröffnen – und dann im Anschluss erfolgreich zu führen?”

Die Antwort darauf lautet „ja“- aber NUR, wenn man alle folgenden Fragen positiv für die eigene Situation und das Gastronomieobjekt beantworten kann.  

Was sind die Ursachen für den Verkauf des Restaurants?

Zuerst sollte man herausfinden, weshalb die vorherigen Besitzer das Restaurant zum Verkauf anbieten. Denn es macht einen gewaltigen Unterschied, ob es Gründe gibt, die zu einem Scheitern führen, welche nicht zu beeinflussbar sind oder ob das Scheitern des Restaurants nur an den vorherigen Besitzern lag.

Zwar gibt es viele Gründe, weshalb Restaurants scheitern; aber in der Regel gibt es zwei entscheidende Gründe für die Aufgabe und damit den Verkauf eines Restaurants:

A) Persönliche Gründe für den Verkauf des Restaurants

Ein häufiger Grund für die Aufgabe und den anschließenden Verkauf eines Restaurants sind persönliche Faktoren. Darunter fällt die Aufgabe des Restaurants aus Alters- gesundheitlichen oder familiären Gründen. 

In der aktuellen Situation geben jedoch auch viele auf, weil sie die vielfältigen Auflagen durch die Pandemie, den hohen Zeit- und Arbeitsaufwand und die damit verbundenen finanziellen Einbrüche nicht mehr bewältigen können.

Diese Gründe sind im Prinzip leicht nachvollziehbar, Sie sollten sie aber dennoch überprüfen, und dann entscheiden, ob es das richtige Objekt für Sie ist.

B) Verkauf des Restaurants aus finanziellen Gründen

Der häufigste Grund für die Aufgabe eines Restaurants ist, dass dieses einfach nicht genügend Gäste, Umsatz und vor allem Gewinn bringt. Hierbei können die Ursachen sehr unterschiedlicher Natur sein.

Warum lief das bisherige Konzept nicht oder was hat zu den Problemen geführt? (Kennzahlen und Einflussfaktoren)

Bevor Sie ein Restaurant kaufen, müssen Sie natürlich rausfinden, ob es sich lohnt, also was das Umsatzpotenzial ist und wie einfach bzw. schwierig sich dieses verwirklichen lässt – Sie müssen einerseits die Zahlen kennen und andererseits die Gründe für diese Zahlen.

Dabei sollten Sie sich nicht vom Äußeren, dem Interieur oder sonstigen Eigenschaften des Objektes beeindrucken lassen, sondern vor allem die Bücher unter die Lupe nehmen.

Sollten die Besitzer zögern, Ihnen die Bücher zu zeigen, dann beenden Sie Ihr Kaufinteresse. Jede Person, die ernsthaft verkaufen will, sollte auch bereit sein, alles offenzulegen und dem potenziellen Käufer ein klares Bild von der finanziellen Situation seines Restaurants zu vermitteln. Dass Sie im Gegenzug diese Informationen vertraulich behandeln und gegebenenfalls das auch schriftlich bekunden müssen, versteht sich von selbst.

Gehen Sie die Bilanzen, Bankbelege, Gewinn-, Verlustrechnungen und Steuerdokumente durch und wenn Sie selbst darin noch nicht so versiert sind, holen Sie sich einen Buchhalter oder einen Experten zur Hilfe.

Wie ist der Standort und die Umgebung des Restaurants?

Nun geht es darum, dass Sie eine Standortanalyse für das Restaurant durchführen. Zwar können Restaurants auch trotz eines schlechten Standorts erfolgreich sein oder gemacht werden, allerdings sollten Sie lieber auf ein Restaurant setzen, dessen Standtort gut ist.

Sofern Sie das Restaurant nicht bereits sehr gut kennen, entweder weil Sie dort häufig Gast waren oder sogar selbst dort gearbeitet haben, sollten Sie sich die Umgebung der Gaststätte sehr genau ansehen und darauf diese Fragen sich stellen:

  • Liegt es in einem Büro-, Wohn- oder gemischten Viertel?
  • Ist der Bereich durchgängig oder nur zu bestimmten Zeiten belebt?
  • Ist es vorderseitig zur Straße hin oder liegt es eher verdeckt?
  • Ist der Restaurantbereich zu Fuß, durch öffentliche Verkehrsmittel und oder nur durch Auto erreichbar?
  • Gibt es ausreichende Parkplätze?
  • Haben in der letzten Zeit neue Restaurants eröffnet, die vom Profil her eine direkte Konkurrenz sind?
  • Entspricht die Miete/Pacht diesem Umfeld?

Falls sich nach diesen Fragen herausstellen sollte, dass der Standort nicht ideal ist, Sie aber weiterhin ein Restaurant erwerben und eröffnen wollen, können Sie sich überlegen:

1. Ob Sie trotzdem dieses Objekt erwerben und vor allem wie Sie das Restaurant trotz schlechtem Standort erfolgreich machen?

2. Ob Sie weiter nach einem Restaurant mit einem idealen Standort suchen

Wie sieht es mit dem Ruf des Restaurants aus?

Auch wenn Sie das Restaurant als treuer Gast oder gar ehemaliger Mitarbeiter sehr gut kennen sollten, müssen Sie sich jetzt Zeit nehmen, um es aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten: Der Sichtweise der Gäste.

Sprechen Sie auch ruhig mit einigen über das Ambiente, das Essen und den Service. Was denken andere Einheimische über das Essen und den Service?

Betrachten Sie aber auch andere Quellen, vor allem, wenn das Restaurant schon geschlossen sein sollte. Sehen Sie sich Kommentare in den sozialen Medien, bei TripAdvisor und Facebook an. Sollte das Restaurant seit langem einen schlechten Ruf haben, finden Sie die Gründe dafür heraus und überlegen Sie genau, ob Sie dem entgegenwirken können.

Wie umfangreich ist der Kauf oder die Pacht – Was wird alles erworben?

Wenn Sie alles genau recherchiert haben und der Meinung sind einen guten Kauf zu machen, dann bleibt noch die Frage, was Sie hier denn alles genau übernehmen:

Gehört dazu der Name des Restaurants, gegebenenfalls ein Markenzeichen, besondere Speisen und die Speisekarte oder vielleicht nur Räumlichkeiten und Ausstattung? 

Es ist nicht ungewöhnlich, dass nach dem Kauf eines Restaurants eine vollkommene Erneuerung, ein Rebranding vorgenommen wird, besonders dann, wenn dem bisherigen Restaurant Negatives anhaftet.  

Falls dem aber nicht so ist, ist es vielleicht am besten, den aktuellen Restaurantnamen und das Branding beizubehalten.

Es ist sicher nicht einfach ein Restaurant zu übernehmen, ja es sogar meist ein riskantes Unterfangen. Gerade bei renommierten Restaurants lässt sich häufig beobachten, dass diese nach einer Übernahme ihr Renommée verlieren.

Aber wenn Sie alles genau recherchieren, die Ergebnisse festgehalten und mit fachkundigen Personen besprochen haben, sich danach für den Kauf des Restaurants entscheiden und sich entsprechend leidenschaftlich für den Erfolg engagieren, kann das der Beginn eines erfolgreichen Weges sein.

Die nächsten Schritte nach dem Kauf des Restaurants

Nachdem Sie das Restaurant gekauft haben, geht die richtige Arbeit erst los. Denn die nächsten Schritte sind:

1. Die Entwicklung eines erfolgreichen Gastronomie-Konzeptes und beinhaltet:

Deshalb sollten Sie vor Gründung des Restaurants diese wichtigen Schritte durchführen.

2. Die Eröffnung des Restaurants

Auch wenn dieser Bereich wichtig ist, wird doch zu viel Energie darauf gesteckt, anstatt gleich in Marketingstrategien zu investieren, die auch langfristig im Einsatz sind und fortwährend Gäste und Umsatz bringen.

3. Der Betrieb eines erfolgreichen Restaurants nach Gründung

Dieser Teil ist der größte und wichtigste. Denn das Restaurant-Konzept kann noch so gut durchdacht und die Eröffnung noch so gut verlaufen sein – es werden immer Einfussfaktoren und Umstände eintreten, die nicht vorhersagbar waren.

Allerdings gibt es hier 5 wesentliche Bereiche, an denen ständig gearbeitet werden muss die fortwährend verbessert werden müssen:

 

Praxisbeispiele aus der Corona-Krise: Kreative Gastro-Ideen

Deutschland, Europa, ja die ganze Welt erlebt eine Zeit, wie es sie seit dem Ersten Weltkrieg (Spanische Grippe) nicht mehr gegeben hat. Die Covid-19-Pandemie hat das gesellschaftliche Leben plötzlich und heftig verändert. So kommt es beispielsweise zu massiven Einschränkungen in der Veranstaltungsbranche, dem Reiseverkehr und der Gastronomie, die auch noch unter den beiden vorhergenannten eingeschränkten Bereichen leidet. Es ist zudem nur schwer absehbar, wie lange Einschränkungen für Privathaushalte und Unternehmen anhalten werden, und welche wirtschaftlichen und sozialen Abläufe sich daraus ergeben.

Die Branche, die wohl mit am meisten unter der Corona-Krise leidet, ist die Gastronomie. Schließlich sind die Restaurants, Kneipen und Cafés die Treffpunkte für das soziale Miteinander. Und genau das ist und wird weiterhin massiv eingeschränkt, um die Ausbreitung der Pandemie einzudämmen.

Diese Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen betreffen ALLE, die Gastronomen mehr, andere weniger, doch es hilft nicht zu lamentieren sondern neue Ideen, Wege sind gefragt. Ideen, die nachhaltig den Gastronomiebereich verändern, aber auch über die Pandemie hinaus den Restaurants ein neues sinnvolles Ambiente verschaffen.

FOH – einmal anders

Bisher kennt man FOH „Front of the House“, bei Theater- und Konzert-Veranstaltungen als diejenigen Bereiche, die für das Publikum zugänglich sind. Dies kann man in Zeiten der Pandemie auch für Restaurants nutzen, die im Restaurantsaal nur noch einen Bruchteil der Plätze belegen dürfen, das Gartenrestaurant im Herbst und Winter ebenfalls wegfällt, indem im Freien neue „Restauranthäuschen“ aufgestellt werden.

Seilbahngondeln als Restaurantstuben

Sicher haben Sie v.a. in Skigebieten die Seilbahngondeln als gemütliche kleine „Restaurant-stube“ schon einmal gesehen, wo vier bis sechs -oder sogar mehr – gemütlich beim Après-Ski sitzen, trinken und essen. Bei witterungsbedingt geschlossenen Biergärten, in der Herbst-, Winter- und jetzt Pandemiezeit sind die Seilbahngondeln eine ideale Lösung für Raumprobleme und Abstandsregeln; es gibt sie schon in New York und vielen europäischen Großstädten. Sie können – sofern die Behörden es genehmigen (in der Corona-Zeit sind viele Städte für solche Lösungsvorschläge dankbar) – vor dem Restaurant, an einem Bach, Fluss oder aber im geschlossenen Biergarten aufgestellt werden. Viele Seilbahngesellschaften haben modernisiert (z.B. Zugspitzbahn) und verkaufen alte Kabinen; etliche Seilbahnen sind auch stillgelegt (Schneemangel).

Die Kabinen sind hell, haben rundum Fenster, können gut belüftet werden, Sitze sind vorhanden, ein Tisch lässt sich schnell einrichten, so dass sie nur noch am Strom für Licht und Heizung angeschlossen werden müssen. Eine digitalisierte Speisekarte stellt übers Handy den Kontakt zum Kellner her.

Gondeln und die folgenden „Restaurantersatzstuben“ bieten auch die Möglichkeit Advents- und Weihnachtsfeiern zu organisieren, wenn jeweils in einer „Stube“ die Mitarbeiter, Vereinsmitglieder sitzen, die sonst auch zusammenarbeiten oder trainieren. Da sich die Räumlichkeiten auch mit Lautsprechern ausstatten und verbinden lassen, kann auch die entsprechend gewünschte Atmosphäre erzeugt werden.

Weihnachtshütten

In diesem Jahr werden alle Weihnachtsmärkte ausfallen, aber die idyllischen Weihnachtshäuschen, in denen sonst Weihnachtsartikel verkauft werden oder Glühwein serviert wird, existieren weiterhin und können sehr gut als Restauranthütte verwendet werden. Der Vorteil dieser Hütten ist, dass sie bereits alles vorinstalliert haben: Strom, Heizung, Belüftung, somit lassen sie sich einfach zu einer Restauranthütte umfunktionieren. In der Advents- und Weihnachtszeit kann man ergänzend auch die ursprüngliche Funktion in den Restaurantbetrieb integrieren, indem Weihnachtsartikel zum Verkauf angeboten werden.

Gartenhäuschen

Sollte Ihr Restaurant in der Nähe eines Garten-Centers oder einer Gärtnerei liegen, überlegen Sie sich eine Zusammenarbeit mit ihnen. So können Gartenhäuschen ebenfalls in eine gemütliche Restaurantstube umgestaltet werden. Wichtig sind die Ausstattung mit Fenstern, Strom und einer Heizungsanlage; auch hier gilt, dass die Kommunikation über Handy oder einem anderen digitalen Bestellsystem, von denen es in der Zwischenzeit verschiedene preisgünstige Modelle gibt, vollzogen werden muss, was in vielen Restaurants schon geschieht – auch schon vor der Pandemie.

Camping- oder Bauwagen

Ähnlich kann man auch Camping- oder Bauwagen zu kleinen Restaurantstuben umbauen, wobei auch hier besonders darauf zu achten ist, dass entsprechend Fenster, Belüftungs-, Heiz- und Stromsysteme eingebaut werden.

Diese Wagen bieten auch die Möglichkeit sie gegebenenfalls als Imbissstand einzusetzen, wenn der Restaurantbetrieb sich so nicht mehr lohnen sollte. Mit Klappläden versehen, Bistrotische im ausreichenden Abstand, sowie Aufsteller, die auf die entsprechenden Angebote hinweisen, kann zumindest die Küche weiterarbeiten.

„Weinfässer“ als Restaurantstube

Das ist keine neue Idee, man findet diese „Weinfässer“ als Restaurant schon vielfältig in Weinregionen; sie lassen sich jetzt aber auch sehr gut als Ergänzung zum eingeschränkten Platzangebot in Restaurants sinnvoll nutzen.

Natürlich können diese FoH-Lösungen auch mit anderen ergänzt werden.

Frühbesteller belohnen: Je früher bestellt, desto preiswerter

Das Verfahren der „Frühbucher“ bei Reisebüros, Fluggesellschaften und Bahnfahrten kann man auch auf den Restaurantbetrieb übertragen, indem man den Kunden anbietet, je früher sie per Vorauskasse bestellen, desto günstiger sind die Speisen, die entweder im oder vor dem Restaurant serviert, abgeholt oder zugestellt werden. Dieses System kann man noch verfeinern, indem man bei den Preisen auch noch die Verkaufszeiten berücksichtigt. Sollte der Kunde nicht rechtzeitig erscheinen, dann bleiben dem Gastronom Speisen und Geld, denn wie im Luftverkehr wurde ja im Voraus bezahlt.

Kreative Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen, Vereinigungen oder Personen

Zurzeit müssen in Restaurants u.a. Abstandsregeln eingehalten werden. Die sollten aber nicht einfach mit Absperrungen, Klebebändern oder anderen weniger ästhetischen Maßnahmen, sondern kreativ umgesetzt werden. So könnte z.B. mit einem nahegelegenen Modehaus zusammengearbeitet werden. In die notwendige Sitzlücke wird eine Schaufensterpuppe gesetzt, die dir neuesten Kreationen des Modehauses präsentiert.

Eine Zusammenarbeit mit einer Galerie kann ebenfalls für beide Seiten hilfreich sein, wenn in den Sitzlücken Kunstwerke platziert werden, die die Gäste auch noch zum Gespräch anregen. Eine Variante wäre die Errichtung von Trennwänden aus Kunststoff bzw. Acrylglas, die bereits in anderen Bereichen, in denen Hygiene besonders wichtig ist, sich bewährt haben, diese könnten von der Galerie entsprechend gestaltet werden.

Kontaktlos essen

In Berlin hat das Data-Kitchen in Zusammenarbeit mit SAP eine sogenannte „Food Wall“ errichtet. Der Tisch und die Speisen werden für einen bestimmten Zeitpunkt per App oder Internet reserviert und auch bezahlt. Der Gast kommt zur vereinbarten Zeit und nimmt sich seine Speisen aus dem Fach der „Food Wall“.  

In Amsterdam setzt Mediamatic ETEN auf „Chambre Separée”. Dort speist man zu zweit in Mini-Gewächshäusern am Wasser. Die Speisen werden auf langen Brettern hereingereicht, so dass es absolut keinen Kontakt zwischen Personal und Gästen gibt; das Geschirr, Besteck und Speisen mit Handschuhen angefasst werden, versteht sich von selbst.

Kreativen Ideen sind keine Grenzen gesetzt und kombiniert mit gutem Restaurant Marketing, lässt sich die Zeit auf jeden Fall besser bestehen.

Restaurant am schlechten Standort – So wird es trotzdem erfolgreich

Der Standort eines Restaurants spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg oder Misserfolg eines Gastronomiebetriebs. Viele Restaurants mussten schon wegen ihres schlechten Standorts und Umfeldes schließen, obwohl es noch einige weitere Faktoren gibt, die den Erfolg eines Restaurants maßgeblich entscheiden. Die beiden wichtigsten sind:

  1. Das kulinarische Erlebnis (Essen, Service, Atmosphäre)
  2. Das Restaurant Marketing

Vor Eröffnung eine Standortanalyse für das Restaurant durchführen

Personen, die nach Lösungen suchen, was zu tun ist, wenn der Standort des Restaurants schlecht ist, fallen meist in2 Kategorien:

  1. Sie wollen ein Restaurant eröffnen, bei dem die Lage jedoch nicht ideal ist und sind am überlegen, ob sich das ausgleichen lässt.
  2. Sie haben schon ein Restaurant eröffnet und erst danach festgestellt, dass der Standort schlecht ist. In diesem Fall geht es häufig darum die Existenz des Restaurants zu retten oder aber ein mittelmäßig laufendes Restaurant zu seinem vollen Potenzial zu verhelfen.

Aber sprechen zu Anfang über den ersten Fall…

Bevor Sie sich entscheiden ein Restaurant zu eröffnen oder zu übernehmen, sollte eine Standortanalyse durchgeführt werden, um den am besten geeigneten Standort für Ihr Restaurant zu ermitteln bzw. um die Nachbarschaft und die wichtigsten Erfolgsfaktoren genau zu kennen. Eine detaillierte umfangreiche Analyse ist der wichtige Grundstein für den Erfolg des geplanten Restaurants und bildet die Basis für ein langfristig erfolgreiches Gastronomie-Konzept.

Das Einzugsgebiet eines jeden Restaurants ist je nach Stadt, Verkehrslage und Wettbewerbssituation unterschiedlich. Aus diesen Gründen ist eine Standortanalyse unabdingbar, um zu untersuchen, in welchem Umfang die potenzielle Zielgruppe erreicht werden kann. Dafür sollten Daten über die Einwohner, Kaufkraft, Entwicklung des Viertels und Analyse der Mitbewerber eingeholt werden. Quellen für die Daten sind die IHK, lokale Behörden aber auch Google MyBusiness und generell das Internet.

Aber was machen, wenn schon gegründet wurde?

Erfolg trotz schlechtem Standort – Das Restaurant wurde bereits gegründet oder man glaubt den schlechten Standort durch andere Faktoren ausgleichen zu können

Da einige Restaurants trotz schlechtem Standort sehr erfolgreich sein, lässt dies viele aufstrebende oder bereits seit längerem existierende Restaurants glauben, dass sie es ebenso schaffen können. Aber dazu ist es notwendig zu verstehen, wie man die Einflussfaktoren bei schlechten Standorten in den Griff bekommt und überwindet; denn in vielen Fällen ist das möglich – allerdings mit Sicherheit nicht immer. Manche Standorte sind wirklich so schlecht, dass sich die Anstrengung nicht lohnt, dort ein Restaurant zu eröffnen. Und dabei sei auch erwähnt, dass man das Restaurant verkaufen sollte, wenn der Aufwand das Restaurant erfolgreich zu machen zu groß ist.

Die Kennzeichen eines schlechten Restaurantstandortes

Ob der Standort des Restaurants tatsächlich schlecht ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

Zielgruppe des Restaurants VS Einwohner & Personen im Zielgebiet

Es ist sicher nicht sinnvoll, ein Nobelrestaurant in einem Viertel zu etablieren, das eine geringe Kaufkraft aufweist. Selbiges gilt für ein Dönerimbiss in der Villengegend. Zwar können manche Restaurant Konzepte erfolgreich sein, gerade weil diese im Kontrast zum umliegenden Gebiet steht, wie z.B. Szene Restaurant in alternativem „In-Viertel“; aber selbst da gilt, dass sich die Zielgruppe sowieso in das Einzugsgebiet des Restaurants bewegt, um dort auch anderweitig die Zeit zu verbringen.

Abgelegenes Gebiet

Bereiche mit geringem Publikumsverkehr, wie z.B. Wohngebiete, sind ebenfalls als Standort für ein Restaurant nicht zu empfehlen. Wenn neben dem Restaurantbesuch sonst keine Freizeitbeschäftigung möglich ist – welche von idyllischen Gegenden mit Spaziergangsoptionen über kulturelle Institutionen wie z.B. Theater oder Kino bis hin zu Einkaufsgelegenheiten reichen – dann ist es schwieriger Personen zu einem Restaurantbesuch zu motivieren.

Geringe Sichtbarkeit

Ein Restaurant im Hinterhof, auf der Rückseite eines Gebäudes oder von außen nicht als solches erkennbar, ist in den meisten Fällen ebenfalls als schlechter Standort zu bewerten.

Zugang und Anfahrt

Erschwerte Zugänglichkeit zum Restaurant, keine Parkplätze in der Nähe oder keine direkte Anknüpfung an öffentliche Verkehrsmittel sind ebenfalls Aspekte eines schlechten Standorts. Wenn Menschen nicht in der Lage sind, das Restaurant schnell zu erreichen und nach einem guten Essen wieder zu verlassen, ist es wahrscheinlicher, dass sie ein anderes Restaurant wählen, welches diese Faktoren positiv belegt.

Wenn nun einer dieser Faktoren, vielleicht sogar mehrere oder noch weitere für Ihren Restaurantstandort zutreffen, ergibt sich die Frage, wie Sie dennoch Ihren gastronomischen Betrieb erfolgreich führen können.

Gutes Restaurant-Marketing als Lösung für einen schlechten Standort

Wenn Ihr Restaurant – aus welchen Gründen auch immer – in einem relativ schlechten Umfeld liegt, sparen Sie gegenüber einem erstklassigen Standort Miete: Dieses eingesparte Geld können und sollten Sie dann in ein gut durchdachtes Marketingkonzept für Ihr Restaurant investieren.

Als Grundlage sollten Sie natürlich erst einmal einen Restaurant Marketingplan erstellen, der genau Ihre Situation beleuchtet, Ihre Probleme und die Lösungsstrategien enthält und Ihnen einen genauen “Fahrplan” bietet, wie Ihr Restaurant trotz schlechtem Standort erfolgreich wird.

Dafür müssen Sie die Zielgruppe für Ihr Restaurant genau kennen, denn dann können Sie den Service und das Erlebnis so anpassen, dass diese attraktiver für diese Personen werden. Und im nächsten Schritt, wissen Sie, welche Restaurant Werbemethoden Sie am besten nutzen können um diese Personen zu erreichen und auf welche Art Sie in diesem Marketing kommunizieren, um Menschen zu häufigen Besuchen in Ihrem Restaurant bringen, selbst wenn dieses etwas schlechter gelegen ist.

Online Marketing für Ihr Restaurant nutzen, um trotz schlechtem Standort Sichtbarkeit zu erhalten

Effektives Online Marketing ist entscheidend für den Erfolg Ihres Restaurants, wenn die Lage schlecht ist. Das bedeutet Suchmaschinen Optimierung, damit Sie im Netz gefunden werden, wenn schon nicht offline. Weiterhin Optimierung der Profile auf den Bewertungsportale und systematische Erlangung von Bewertungen, damit Sie mindestens in den Top 10 in Ihrer Stadt sind – besser aber einen der drei vordersten Plätze und Nummer #1 in Ihrer Kategorie. Letztlich auch noch eine gute Social Media Strategie, häufige Kommunikation über Facebook und auch das Versenden eines Nutzen bringenden sowie unterhaltsamen Newsletters, wofür es natürlich notwendig ist, dass Sie die Namen und Daten Ihrer Gäste sammeln.

Weitere Marketingideen, die Sie nutzen können, um die schlechte Lage auszugleichen:

  • Wenn Sie ein Restaurant haben, das sich im Hinterhof, auf der Rückseite eines Gebäudes oder von außen nicht als solches erkennbar ist, stellen Sie Plakatwände, Werbetafeln, Hinweisschilder Ihres Restaurants gut sichtbar auf. Achten Sie darauf, dass auf den Plakatwänden Ihre besonderen Gerichte, spezielle Tages-Mittags-Abend-Angebote, gegebenenfalls Rabatte oder Angebote zur „Happy Hour“ deutlich sichtbar sind.
  • Werbung auf Tragetaschen, Papiertüten u. ä. kann ebenfalls Gäste anlocken, zumal wenn Sie das in Kooperation mit Ihrem Zulieferer (Metzger, Bauern aus der Region) aufdrucken und vertreiben lassen. Wichtig ist hier, dass dies Unternehmen sind, die Zugang zu Ihrer Zielgruppe haben, also genau die Art von Personen, die Sie in Ihr Restaurant bekommen möchten.
  • Suchen Sie die Verbindung mit den im Umfeld ansässigen Firmen und bieten Sie entsprechendes Mittagessen an. Versenden Sie Flyer/Broschüren, kontaktieren Sie die Lokalzeitung, Vereine in der Umgebung, fragen Sie sie nach deren Bedürfnissen und bieten Sie dann entsprechendes Essen an.
  • Bieten Sie Ihren Gästen ein Bonus-, Rabattsystem an, bei dem z.B. das 10.Gericht – im Preisbereich der bis dahin genossenen Speisen – umsonst ist; bieten Sie 10% Rabatt beim nächsten Besuch in Ihrem Restaurant.
  • Mehr Gäste für das Restaurant zu gewinnen ist nur eine der 4 Möglichkeiten, wie Restaurants den Umsatz steigern können. Wenn Sie aber gleichzeitig daran arbeiten die durchschnittliche Bestellgröße zu steigern, die Häufigkeit der Besuche und die Dauer der Treue, erreichen Sie weitaus mehr. Hierbei ist vor allem das Speisekarten-Marketing wichtig, da Sie dabei alle 4 Faktoren gleichzeitig steigern (davor sollten Sie erst diese Fehler bei der Gestaltung der Speisekarte vermeiden).

Weitaus mehr Ideen für Ihr Restaurant Marketing finden Sie in den wöchentlichen Ausgaben des GastroInsider Restaurant-Erfolg Newsletters.

Ein Alleinstellungsmerkmal entwickeln, dass Personen motiviert trotz dem Standort ins Restaurant zu kommen

Haben Sie eine USP (Unique Selling Proposition) bzw. ein Alleinstellungsmerkmal, das unverkennbar mit Ihrem Restaurant verbunden ist oder verbunden werden kann? Etwas, das Sie von allen anderen Restaurants unterscheidet, einen Wiedererkennungswert hat, bei seiner Nennung sofort mit Ihrem gastronomischen Betrieb in Verbindung gebracht wird und was vor allem so motivierend, überzeugend und attraktiv ist, dass Ihre Zielgruppe gar nicht anders kann, als Sie auszuwählen?

In der simpelsten Version kann dies ein bestimmtes Gericht oder Getränk sein, das Ihre Erfindung ist oder das Sie außergewöhnlich gut machen – eine Spezialität, für das Ihr Restaurant berühmt wird.

Besondere Lebensmittel, „Küchenchefs Specials” und Gerichte von Prominenten, neueste Trends, alles, was verlockend klingt und Sie zu Ihrem Markenzeichen machen. Es kann natürlich auch ein außergewöhnliches Getränk sein, das aus einer besonderen Mischung verschiedener Zutaten besteht. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Fragen Sie auch Ihre Zielgruppe, Freunde, Bekannte, was sie an Ihren Mahlzeiten so schätzen.

Achten Sie nur darauf, dass es außergewöhnlich gut für Ihre Zielgruppe ist, und die schlechte Lage des Restaurants wird den Umsatz und die Beliebtheit Ihres Restaurants nicht beeinträchtigen.

Um es nochmals zu betonen:

Es ist essenziell, dass dieses Alleinstellungsmerkmal wichtig für Ihre Zielgruppe ist. Es geht nicht darum anders zu sein, nur um anders zu sein. Denn wenn ein  einzigartiger Faktor, sei es Essen, Service oder Erlebnis für Ihre Zielgruppe nicht wichtig ist (wie z.B. eine „15 Minuten Essen am Tisch Garantie“ für eine Zielgruppe, bei denen Zeit keine Rolle spielt), dann ist das genauso, als gäbe es keinen Einzigartigkeitsfaktor.

Der Artikel “Wie sich ein Restaurant von den Mitbewerben abheben kann” gibt Ihnen weitere Informationen dazu.

Hervorragendes Essen servieren und exquisiten Service bieten

Es wurde schon erwähnt, dass der Standort nur einer von mehreren Faktoren ist. Die anderen sind die Qualität des Essens, der Service, das Restaurant Erlebnis sowie Ihr Marketing. Es ist eine Tatsache, dass das Ambiente eines Restaurants die Mehrheit der Gäste anzieht, aber der eigentliche Grund, warum ein Restaurant von Menschen besucht wird, ist das Essen.

Ich selbst – und Sie vermutlich auch – bin in verschiedenen Städten der Welt an ihren Rand in Nebenstraßen mit kleinen Gassen gegangen, nur weil ich gehört hatte, dass es dort kleine Restaurants mit außergewöhnlichem Speisen und Ambiente gibt; und in der Tat, es war (fast) immer ein besonderes Esserlebnis.

Viele Menschen glauben, dass Restaurants an weniger guten Standorten und an weniger traditionellen Orten schlechtere Qualität servieren und dem Service weniger Aufmerksamkeit schenken. Diese Vorurteile können Sie zu Ihrem Vorteil nutzen, indem Sie vorzügliche, qualitativ hochwertige Speisen zusammen mit einem exquisiten Service bieten, der Sie zu einer Ausnahme macht und zu einer Berühmtheit in Ihrer Stadt werden lässt, für die Menschen gerne eine längere Anreise in Kauf nehmen.

Bei schlechtem Standort Lieferung anbieten – Wenn einige Gäste nicht ins Restaurant kommen wollen, dann gehen Sie doch zu ihnen

Ein letzter Aspekt, um die negativen Auswirkungen eines nicht so guten Standortes auszugleichen sind die Liefermöglichkeiten.

Wenn geplant ist Lieferung anzubieten, müssen dafür die Lebensmittelkosten und alle damit verbundenen Ausgaben betrachtet werden, da sie einen großen Teil des Budgets in Anspruch nehmen werden. Je besser die Verhandlungen mit den Lieferanten für faire Preise ausfallen, je weniger zu teure Optionen bestellen werden und v.a. Überschuss reduziert werden kann, desto geringer werden die mit dem Lieferservice verbundenen Kosten sein. Die Kosten können zusätzlichverringert werden, indem mit lokalen Lieferanten (Bauern, Metzgern) zusammengearbeitet wird, mit deren frischen lokalen Produkten Sie, aber auch diese Unternehmen, werben können. So wird auch der Aspekt des nachhaltigen Wirtschaftens betont; eine nicht zu unterschätzende Überzeugungsmöglichkeit.

Wenn Ihre Gäste nicht zu Ihnen kommen können – sei es wegen der schlechten Lage oder jetzt wegen der Pandemie -, warum gehen Sie dann nicht zu ihnen? Die Optionen der Essenslieferung – online und per Anruf – kann beträchtliche Veränderungen mit sich bringen verändern und Ihre Einnahmen um ein Vielfaches steigern. Gerade Corona hat zu einem hohen Wachstum bei der Online-Bestellung von Speisen und  Lebensmitteln geführt, was gerade für kleine und Take-out-Restaurants von großem Vorteil ist.

So wie Sie Ihre Mitarbeiter rechtzeitig informieren und in Ihre Pläne zur Lieferung einweihen müssen, sollten Sie auch mit Ihren Gästen frühzeitig über soziale Medien, E-Mail-Newsletter, einem Popup-Fenster auf Ihrer Website und mit Hinweisschildern an der Tür Ihres Restaurants  Kontakt aufnehmen.

Update zu Einschränkungen mit Corona: Sie Ihre Gäste auf die ihnen sicher hinlänglich bekannte Gesundheitslage im Land, den damit verbundenen staatlichen Maßnahmen hin und Ihre daraus gezogenen Konsequenzen Ihren Gäste weiterhin einen guten Service anzubieten, jetzt aber über den neu eingerichteten Bestellservice.

Selbstverständlich sollten Sie dabei vollkommen offen sein, den Gästen klar mitteilen, welche Bestellmethoden für Ihr Unternehmen finanziell am besten geeignet sind, und bitten Sie sie, diese zu benutzen. Sollten Sie für Ihr Restaurant ein eigenes Liefersystem eingerichtet haben, bitten Sie Ihre Gäste, von dort aus zu bestellen und nicht die großen Lieferplattformen zu nutzen, wo Provisionen fällig sind.

Ihre gewinnbringenden, lieferfreundlichen Artikel sollten für Sie relativ günstig in der Zubereitung sein, und sie sollten den Transportweg nicht nur schadlos sondern zudem auch ohne hohe Qualtitätseinbußen (ein wenig lässt sich auf Grund der größeren Distanz natürlich nicht vermeiden) überstehen. Das Thema „einen eigenen Lieferservice einführen“ ist etwas umfassender, doch abschließend noch der Hinweis, dass eine kurze, übersichtliche Speisekarte es Ihnen viel leichter macht, wenn Sie zum ersten Mal ein Online-Bestellsystem zusammenstellen, sei es in einer App oder auf Ihrer Website.

Weiterführende Tipps und Beiträge, mit denen Sie Ihren Restaurant Umsatz steigern und einen schlechten Standort ausgleichen:

Wie Restaurants während Covid auf Abholung und Lieferung umstellen

Kaum eine Branche ist von den Folgen der Corona-Krise so stark betroffen wie die Gastronomie. Hotels und Restaurants dürfen nur eingeschränkt öffnen, Liefer- und Abholservice sind unter Auflagen erlaubt, die Vermietung von Unterkünften zu Urlaubszwecken ist untersagt.

Und niemand weiß, wie lange die Pandemie dauern, welche Auswirkungen sie noch haben wird und welche Auflagen noch kommen werden.

Im Frühjahr 2020 musste jede Gastronomin, jeder Gastronom zum ersten Mal erfahren, was ein „Lockdown“ ist und sich die Frage stellen, wie man so eine Zeit überstehen kann. Im November gab es dann wieder einen branchenweiten Lockdown – welcher sogar noch länger als der erste wurde.

Viele haben aus dem ersten Lockdown gelernt, nicht nur, in dem sie alternative Umsatzquellen entdeckt haben, sondern zusätzlich diese Zeit genutzt, um sich wieder auf die Öffnung vorzubereiten, um zumindest einen Teil der Umsatzeinbrüche wieder auszugleichen.

Eine Möglichkeit, um während eines Lockdowns die Umsatzverluste zu verringern oder sogar auszugleichen, kann die Einführung eines Lieferservices sein. Diese Umstellung verlangt jedoch, dass Sie Ihren Geschäftsbetrieb ändern und erweitern müssen.

Um Ihnen diese Änderungen zu erleichtern, finden Sie hier einige Tipps und Ideen, wie Sie (nicht nur) während der Corona Krise auf Lieferung und Abholung wechseln können:

Orientieren Sie sich an Ihrem Lagerbestand und den Gerichten, die bisher am besten laufen

Zuerst ist es wichtig, dass Sie eine Bestandsaufnahme Ihres Lagers durchführen. Danach sollten Sie sich überlegen, welche Ihrer gut laufenden Gerichte sich auch außer Haus verkaufen ließen und welche zusätzlichen Angebote Sie aus den vorhandenen Zutaten zaubern könnten.

Falls Sie beispielsweise über einen großen  Mehlvorrat verfügen (Mehl war beim ersten Höhepunkt der Pandemie ja Mangelware), stellen Sie einige Rezepte auf Grundlage von mehlbasierten Speisen zusammen.  Dazu gehören sicher im Schwäbischen Spätzle und andere Nudelgerichte, aber auch Pizza, Pitas oder Sandwiches.

Damit können Sie sich schnell und fast problemlos einen Kundenkreis und damit ein finanzielles Polster schaffen, bevor Sie an umfangreichere und neue Mahlzeiten machen.

Beschränken Sie Ihre Essensangebote auf gewinnbringende und leicht transportierbare Speisen und Produkte

In Krisenzeiten werden Sie sicher mit weniger Personal arbeiten. Daher sollte Ihr Menü-Angebot auch mit wenig Personal schnell herstellbar – aber auch profitabel und lieferfreundlich sein!

Der bisherige Ausgangspunkt war, dass Sie Ihren Lagerbestand nutzen. Denken Sie bei der Gestaltung Ihres Angebots auch daran, dass die Zutaten, die Sie zusätzlich kaufen, möglichst für mehrere Gerichte verwendet werden können.

Und selbstverständlich dürfen Sie bei Ihren Überlegungen zur Gewinnmaximierung die Qualität nicht vergessen, da die Speisen nicht umgehend in Ihrem Restaurant serviert werden, sondern auf einen längeren Transportweg in Isolierboxen geht, auf dem aber nichts vom Geschmack verloren gehen sollte.

Also achten Sie darauf, dass nach Erstellung Ihrer neuen Speisekarte Ihre Qualitätsstandards halten, denn negative Bewertungen, die Sie auf Grund Ihres Lieferservices erhalten, beeinflussen die Wahrnehmung Ihres gesamten Betriebs und bleiben erhalten, wenn Sie wieder den normalen Geschäftsbetrieb aufnehmen.

Nehmen Sie Ihr Team mit an Bord, um die Lieferung zu planen

Bisher wurde gerade hingewiesen, dass Sie wahrscheinlich mit weniger Mitarbeitern in dieser Zeit arbeiten werden. Umso wichtiger ist es – Führungskräfte wissen das natürlich -, dass Sie Ihre Mitarbeiter an Ihren Überlegungen und der Planung teilhaben lassen sollten.

Beziehen Sie Ihr gesamtes Team in Ihre Pläne und Überlegungen mit ein und wenn Sie vor ein paar Monaten gezwungen waren,  Teammitglieder zu entlassen oder in Kurzarbeit zu schicken, und jetzt in der Lage wären „systemrelevante Kräfte“ wieder einzustellen, dann arbeiten Sie ein wirksames Programm zur Neuorientierung mit ihnen durch.

Nutzen Sie alle zur Verfügung stehenden Kommunikationskanäle, um Ihre Zielgruppe von Ihrem Lieferangebot und weiteren Neuigkeiten wissen zu lassen

So wie Sie Ihre Mitarbeiter rechtzeitig informieren und in Ihre Pläne einweihen müssen, sollten Sie auch mit Ihren Gästen und Kunden verfahren. Informieren Sie diese frühzeitig über soziale Medien, E-Mail-Newsletter, einem Popup-Fenster auf Ihrer Website und mit Hinweisschildern an Ihrer Tür.

Anders gesagt: Nutzen Sie JEDEN Kommunikationskanal, der Ihnen zu Verfügung steht, um Ihre Zielgruppe zu erreichen.

Weisen Sie Ihre Gäste zuerst auf die ihnen sicher hinlänglich bekannte Gesundheitslage im Land, sowie den damit verbundenen staatlichen Maßnahmen hin.

Im nächsten Schritt erläutern Sie Ihre daraus gezogenen Konsequenzen und beschreiben Ihr Ziel, den Gästen weiterhin einen guten Service anbieten zu wollen –  jetzt aber über den neu eingerichteten Bestellservice.

Selbstverständlich sollten Sie dabei so offen sein, dass Sie den Kunden klar mitteilen, welche Bestellmethoden für Ihr Unternehmen finanziell am besten geeignet sind, und sie dann im Anschluss darum, diese zu benutzen. Sollten Sie für Ihr Restaurant ein eigenes Liefersystem eingerichtet haben, bitten Sie Ihre Kunden, von dort aus zu bestellen (und nicht von einer Lieferplattform, auf der sie Provisionen zahlen müssen).

Eine kurze & fokussierte Speisekarte ist der Schlüssel für Qualität & Profitabilität

Ihre gewinnbringenden, lieferfreundlichen Artikel sollten für Sie relativ günstig in der Herstellung sein. Weiterhin sollten sie den Transportweg zum Kunden schadlos überstehen und die Qualität beibehalten, auch wenn es niemals möglich ist, die selbe Qualitätsstufe wie in Ihrem Gastraum zu erreichen.  

Wie Sie das konkret machen (die Auswahl der besten Gerichte zur Lieferung und die Verpackung der Gerichte zur Erhaltung der Frische) ist ein eigenes Thema für sich.

Hier nur noch der Hinweis, dass eine kurze, übersichtliche Liefer- oder Abholkarte Ihnen vieles erleichtert,  sei es bei der Planung, in der Küche, bei der Lieferung, bei der Integration auf der Webseite und der Kommunikation mit den Gästen.

Verzichten Sie eventuell auf eine Mindestbestellbetrag

Viele Restaurants haben in der Regel eine Mindestbestellbetrag von ca. 15-20 €, damit sich die Lieferung in Anbetracht des Zeit- & Arbeitseinsatzes auch lohnt und die Zeit nicht besser woanders investiert werden kann.

Aber wenn Lieferung die einzige Möglichkeit ist, wie Ihr Unternehmen im Moment arbeitet oder sogar überleben kann, sollten Sie die Überlegung in Betracht ziehen, sich von solchen Beschränkungen zeitweilig zu trennen (solange es noch profitabel ist). Wenn es wirklich um den Erhalt des Geschäftsbetriebs geht, dann ist es besser für wenig Gewinn zusätzliche Lieferungen zu erhalten als gar nichts einzunehmen. Jede Bestellung hilft Ihnen in dieser Situation.  

Allerdings sollten Sie dann erst recht weitere Marketing Strategien nutzen, um Zusatzeinnahmen und künftige Einnahmen aus den Lieferkunden erhalten (z.B. Aufbau der Kundenliste, Bounce Back Angebote, Social Media Fans, Bewertungen erhalten, … ). Da dieser Bereich sehr weitläufig ist und kostspielige Fallen beinhaltet, können Sie auch erwägen eine Gastronomieberatung zu Rate zu ziehen.

Eigene Mitarbeiter für die Auslieferung nutzen?

Wenn Sie sich für Lieferung entschieden haben, ist die nächste Überlegung, ob Sie diese selbst durchführen oder, falls überhaupt möglich, von externen Anbietern, wie sie in eher dichter besiedelten Gebieten zu finden sind.

Bei der eigenen Lieferung müssen Sie natürlich Ihr Team dafür nutzen und auch Ihre Betriebsfahrzeuge oder die Autos Ihrer Mitarbeiter. Wenn Mitarbeiter die Lieferung mit dem eigenen Fahrzeug durchführen wollen, sollten Sie die anteiligen betrieblichen Kosten für das Fahrzeug zur regulären Entlohnung addieren.

Externe Lieferdienste nutzen?

Die Schulung eines Mitarbeiters zum Auslieferungsfahrer kann für einige Restaurants ein Problem darstellen, denn es gibt hier sehr viele Aspekte zu beachten. Fragen des Verkehrsrechts, der Haftung, aber v.a. auch der Hygiene. 

Mit den Lieferapplikationen von Drittanbietern entfällt die Notwendigkeit, Mitarbeiter darin auszubilden und stattdessen externe Fahrer zu Ihrem Restaurant zu schicken, um die Lieferung für Sie vorzunehmen. Sobald eine Bestellung aufgegeben wurde, holen die Fahrer des Drittanbieters das Essen ab und bringen es zum Kunden, so dass sich die Restaurants den Fokus weiterhin auf die Tätigkeiten im Restaurant legen können.

Letztlich: Testen Sie klein und weitern dann Ihren Lieferservice aus

Gerade weil Lieferservice für viele Gastronomen Neuland ist und weder die Erfahrungswerte vorhanden noch Expertise für diesen Bereich aufgebaut werden konnte, sollten Sie langsam anfangen. Ja, es ist wahr, dass Ihre Kunden Ihnen hier Fehler mehr verzeihen, als zu anderen Zeiten, trotzdem kann das Ihrem Restaurant Ruf schaden.

Starten Sie daher lieber klein – mit weniger Speisen und einem kleinen Lieferradius – Sie können diesen immer noch vergrößern.