Restaurant Facebook Seiten: 13 sehr gute Fanseiten von Restaurants

Restaurant Facebook Seiten sind immer stärker in Mode. Viele Gastronomen haben mittlerweile dieses wichtige Restaurant Marketing Instrument für sich entdeckt und nutzen es um neue Gäste zu gewinnen und die Beziehung zu den bisherigen Gästen zu stärken.

Für einen Großteil der Gastronomen ist Facebook jedoch Neuland und sie trauen sich nicht, eine Restaurant Facebook Seit zu erstellen. Andere haben damit begonnen; aber nach der Einrichtung der Facebook Seite und dem Engagement in den ersten paar Wochen, schnell wieder die Lust daran verloren. Und so kommt es, dass viele Restaurant Facebook Seiten einfach nur vor sich hinlümmeln, keine neuen Beiträge verfasst werden und die Seiten nicht im Gastronomie Marketing Toolset verwendet werden.

Dabei bieten Restaurant Facebook Seiten eine Menge Potenzial. Selbst wenn ein Gastronomie Betrieb keine eigene Webseite besitzen sollte – was ein ziemlich teurer Fehler ist, da Restaurant Internet Marketing sehr profitabel ist, kann es mit Hilfe von Facebook Gäste aus dem Internet gewinnen – und das auch noch gratis!

Denn die Erstellung einer Facebook Seite ist kostenlos. Wenn Sie also einen Account bei Facebook haben, können Sie innerhalb weniger Minuten eine Facebook Seite für Ihr Restaurant erstellen. Wenn Sie das jetzt tun oder mittlerweile schon gemacht haben, werden Sie sich als nächstes wahrscheinlich diese Fragen stellen:

Was ist bei Restaurant Facebook Seiten zu beachten? Wie nutze ich meine Facebook Seite erfolgreich?

Denn eine Fanseite bei Facebook zu haben, ist nur der erste Schritt. Im nächsten Schritt müssen Sie nun diese Seite schön gestalten und als Restaurant Marketing Tool nutzen. Das bedeutet, Sie müssen Fans gewinnen und diese Fans dazu motivieren, wieder in Ihr Restaurant zu kommen und Ihr Restaurant weiterzuempfehlen.

Und kaum ein Unternehmen steckt so viel Geld in Facebook Marketing, wie große Franchise Ketten. Damit Sie von diesen Unternehmen lernen können, sich anschauen, was diese bei Facebook machen und wie deren Restaurant Facebook Seiten aussehen, habe ich hier nun eine Liste von 13 Gastronomie Facebook Seiten zusammengestellt, welche jeweils mindestens eine Millionen Fans haben.

Klicken Sie sich einfach durch diese Seiten und überlegen, wie Sie die Marketingtechniken auf Ihr Restaurant übertragen können.

13 Restaurant Facebook Seiten

1. Pizza Hut | Zur Facebook Seite

Facebook Restaurant PizzaHut

Die Facebookseite von Pizza Hut:

Die Seite hat über 30 Millionen Fans und Pizza Hut hat eine Menge Geld, Zeit und Ressourcen investiert, so viele Fans zu gewinnen und diese auch aktiv auf der Seite zu involvieren. Dazu werden ständig Wettbewerbe veranstaltet, auf der Pinnwand wird häufig gepostet und die Fragen der Fans werden beantwortet und kommentiert. Zusätzlich ist die Facebook Seite mit anderen Social Webseiten wie Twitter und Youtube verknüpft, es werden Umfragen zu den Speisen gemacht und auch ein Job Board, zum Gewinnen von neuen Mitarbeitern, ist vorhanden.

Alles in allem eine sehr gute Seite in der eine Menge Arbeit steckt, die sich aber mit Sicherheit für Pizza Hut lohnt.

2. Subway | Zur Facebookseite von Subway

Facebook Fanseite subway

Die Facebook Seite von Subway

Die Fanseite von Subway hat über 25 Millionen Fans. Diese werden auf der Seite auch ständig bei Laune gehalten:

  • Es werden Wettbewerbe veranstaltet
  • Subway postet fast jeden Tag Neuigkeiten, Aufruf zu Aktionen und Fragen an die Fans
  • Es werden Apps integriert, so dass User Lieder runterladen können, sich selbst Sandwiches zusammenstellen,…

Den Bereich “Veranstaltungen” ignoriert die Seite aber mittlerweile. Ev. hat es sich für eine internationale Kette nicht gelohnt auf lokale Events aufmerksam zu machen, ich denke aber, dass dieser Bereich trotzdem von anderen Restaurants genutzt werden sollte.

 

3. McDonald`s | Zur Facebookseite von McDonalds

Facebook Restaurant McDonalds

Die Facebookseite von McDonald`s

Kaum ein Unternehmen ist marketing- und verkaufstechnisch so durchdacht wie McDonald`s. Auch wenn das Essen nicht jedermanns Sache ist, schafft es McDonald`s fast immer ihre Filialen zu füllen. Ganze Arbeit haben sie auch bei ihrer Facebook Fanpage gemacht. Mit über 70 Millionen Fans, gehört die Seite zu einer der bestbesuchtesten Restaurant Fanpages bei Facebook. Und dafür tut McDonald`s auch einiges: Es gibt ständig Atkionen, zu denen Burger oder Getränke entweder verschenkt oder zu einem günstigen Preis angeboten werden. Es werden Wettbewerbe veranstaltet, lustige Spiele, in denen Fans sich ihre eigenen Burger basteln können, Umfragen werden geschaltet und auch jede Menge Werbespots sind integriert. Zusätzlich hat McDonald`s auf der Facebook Seite einen Karrierebereich für neue Mitarbeiter, informiert im Extra Bereich über die Frische der Zutaten und ist auch auf der eigenen Pinnwand mit den Fans im ständigen Kontakt.

Fazit: Eine Restaurant Facebook Seite, von der jedes Restaurant etwas lernen kann.

 

4. Starbucks | Zur Facebookseite von Starbucks

 

Die Facebookseite von Starbucks

Starbucks hate wahrscheinlich die Gastronomie Facebook Seite mit den meisten Fans: Augenblicklich mehr als 37 Millionen! Das liegt natürlich vor allem daran, dass die Zielgruppe von Starbucks sehr Internetaffin ist (besuchen Sie eine Starbucks Filiale und Sie werden sehen, dass die Personen darin mehr über Iphone, Laptop oder einem Smartphone kommunizieren als direkt von Mensch zu Mensch). Aber auch einige Facebook Marketing Techniken setzt Starbucks gekonnt ein, um mehr Fans zu gewinnen und diese an das Unternehmen zu binden.

So postet Starbucks regelmäßig auf der Pinnwand, motiviert User eigene Bilder zu posten, hat verschiedene Applikationen integriert, mit denen User u.a. das eigene Profilbild ändern können und ein Starbucks Logo darauf integrieren. Weiterhin hat Starbucks auch ein eigenes Jobboard und bietet auch die Starbucks Mitgliederkarte dort an.

 

5. Tacobell | Zur Facebookseite von Tacobell

 

Die Facebookseite von Tacobell

Es wundert mich immer noch, dass es kein TacoBell in Deutschland gibt (ausser in den amerikanischen Kasernen). Das Konzept – sehr günstiges mexikanisches Fastfood – würde sicher auch bei uns ankommen. Doch nun zur Facebookseite: Tacobell schafft es sehr gut Fans zu gewinnen, diese zu involvieren und zu einem Restaurantbesuch zu motivieren. Dafür wechselt es sogar das Profilbild alle paar Wochen, um ein neues Angebot zu zeigen. Zusätzlich gibt es wieder mehrere Facebook Apps, Wettbewerbe, die Pinnwand wird regelmäßig moderiert und kommentiert und es werden immer wieder neue Restaurant Angebot gepostet.

 

6. Burger King | Zur Facebookseite von Burger King

 

Die Facebookseite von Burger King

Ich wiederhole immer wieder, wie schlecht die Werbung und Positionierung von BurgerKing ist und wie viel Geld unnötig verschwendet wird. BurgerKing hat so viel Potenzial, begeht aber immer wieder gewaltige Marketing- und Positionierungsfehler. So auch bei Facebook: Diese Fanseite hat knapp über 8 Millionen Fans aber BurgerKind hat viele Seiten für die einzelnen Filialen und Länder, welche selbst manchmal über eine Millionen Fans haben. Und weshalb? Weil es so viele BurgerKing Fanseiten gibt, welche aber BurgerKing NICHT gehören! So verteilen sich die Fans auf die vielen Seiten.
Auf der eigenen Facebookseite macht BK dann doch noch einiges richtig: Geschenkkartenverkauf, regelmäßige Postings und Umfragen und Sonderaktionen (tausche einen Freund gegen einen Whopper). Alles in allem sollte sich BK aber ein Beispiel an den anderen Facebookseiten hier nehmen.

 

7. Applebee`s | Zur Facebookseite von Applebee`s

 

Die Facebookseite von Applebee`s

Applebee`s hat sicher eine der schönsten Restaurant Facebook Seiten. Sie ist angereicht mit tollen Fotos und Bildern, welche in einem schönen Framework integriert sind. Doch damit nicht genug: Es werden auch viele Restaurant Marketing Techniken angewendet: Wenn man in der linken Navigation alle Reiter aufklappt, findet man mindestens 11 aktuelle Aktionen von “Girls Night out” über Sondergerichte und ständig neuen Gerichten bis hin zu einer Clubmitgliedschaft. Zusätzlich gibt es eine Verlinkung zum Job Board und eine Problem Hotline (zur Erhöhung der Kundenzufriedenheit) ist auch angegeben.
Auf dieser Facebook Seite könnte fast jedes Restaurant etwas lernen.

 

8. Jamba Juice | Zur Facebookseite von Jamba Juice

 

Die Facebookseite von Jamba Juice

Jamba Juice ist eine Kette, die Smoothies verkauft. Um Facebookseiten aus allen Kategorien zu haben, ist Jamba Juice dabei – aber natürlich auch, weil man von der Seite etwas lernen kann. Es werden ständig neue Smoothies eingeführt (welche häufig nur für einen begrenzten Zeitraum erhältlich sind). Auf der Pinnwand wird regelmäßig und interessant gepostet und auch Aktionen mit Coupons werden auf der Facebookseite eingesetzt. Zusätzlich hat Jamba Juice ein Soziales Programm, wo beispielsweise für Schulen gespendet wird.

 

9. Panda Express | Zur Facebookseite von Panda Express

 

Die Facebookseite von Panda Express

 

Panda Express bietet chinesisches Essen an, wie der Name vermuten lässt. Auf der Seite sind nette Spiele, die neue Fans auf die Seite locken und dort halten. Weiterhin haben die Spiele etwas mit den Gerichten zu tun und es wird im Spiel mehr oder weniger unterschwellig geworben. Zusätzlich gibt es einen Store Locator und es werden regelmäßig neue Gerichte vorgestellt. Leider wird auf der Pinnwand nicht allzu häufig gepostet allerdings immer noch genug, dass Fans sich involviert fühlen.

 

10. Kirspy Kreme | Zur Facebookseite von Kirspy Kreme

 

Die Facebookseite von Kirspy Kreme

Krispy Kreme ist ein Geschäft, welches Donuts und Kaffee anbietet. Allerdings liegt der Fokus der Facebook Seite vor allem auf dem Kaffee. Es werden Kaffeevergleich-Umfragen gestartet, Personen können ihr “Kaffee-Gesicht” posten und neue Kaffeesorten werden vorgestellt.
Die Fanpage arbeitet ziemlich stark mit Applikationen, die in diesem Fall Zugriff auf die persönlichen Daten der Nutzer haben möchten. Gerade in Deutschland könnte so etwas problematisch sein, da hier noch mehr Menschen Facebook und anderen Unternehmen gegenüber skeptisch eingestellt sind.

 

11. Hard Rock Cafe | Zur Facebookseite von Hard Rock Cafe

 

Die Facebookseite von Hard Rock Cafe

Die Facebook Fanseite von Hard Rock Cafe hat sehr viele engagierte Fans, die gerne Bilder von sich auf der Pinnwand hier posten. Das Hard Rock Cafe hat es geschafft, das Gäste sich mit dem Unternehmen identifizieren und stolz sind, dort zu essen und dies gerne anderen mitteilen. Hier sieht man wieder gut Positionierung wirken kann.
Gut ist auch der Newsletterbereich (siehe Bild links) auf dem die Namen und Daten der Fans gesammelt werden, damit man sie später wieder kontaktieren kann.

 

12. The Cheesecake Factory | Zur Facebookseite von The Cheesecake Factory

 

Die Facebookseite von Cheesecake Factory

Die Facebookseite der Cheesecake Factory hat einen großen Foto- und Bilderberreich. Diesen lohnt es sich schon anzuschauen, da wirklich gute Bilder der Gerichte gepostet werden (auch wenn viele Bilder doppelt vorhanden sind).
Auf der Pinnwand versucht das Unternehmen fast jeden Tag zu posten und die Fans der Seite sind fleissig dabei, ihre Erlebnisse in den Restaurants zu veröffentlichen.

 

13.Olive Garden | Zur Facebookseite von Olive Garden

 

Die Facebookseite von Olive Garden

Olive Garden gibt sich sehr viel Mühe, mit perfekt aussehenden Bildern der eigenen Speisen die Facebook Seite zu füllen. Es wird stark versucht ein mediterranes Gefühl bei den Lesern zu wecken, wozu Wettbewerbe (mit Reisen nach Italien) und Bilder davon gepostet werden.
Als Marketingtechniken nutzt Olive Garden: Begrenzte Angebote (Linguini zum “nationalen Linguini Tag”), Umfragen, Wettbewerbe, Gutscheine, Videos, Specials,… .

 

Das waren nun 13 Restaurant Facebook Seiten von Restaurants mit über 1 Millionen Fans. Beim Durchforsten dieser Seiten und dem Betrachten der Facebook Marketing Techniken, sollten Sie einige Ideen haben, die Sie für Ihre Gastronomie Facebook Seite nutzen können. Werfen Sie auch einen Blick auf die unterschiedlichen Pinnwandbeiträge der Restaurants und Sie werden sicher etwas finden, was Sie auch bei Ihrer Facebook Fanseite einsetzen können.

Gastronomie Marketing: Die 3 häufigsten und teuersten Fehler, die Gastronomen beim Marketing machen

Gastronomie Marketing ist gerade bei schlechter Wirtschaftslage wichtig, aus Gründen die ich gleich besprechen werden. Fast keine andere Branche klagt über die jetzige Wirtschaftslage, wie die Gastronomiebranche. Fast täglich höre ich Aussagen wie:

  • “Menschen sind immer seltener bereit Geld für Essen auswärts auszugeben.“
  • Restaurant Werbung funktioniert nicht mehr wie früher.“
  • “Bei uns wählen Gäste nur noch die billigsten Restaurants aus.”
  • Gastronomie Marketing ist Geldverschwendung. Es zählt alleine gutes Essen.“

Dabei sind die Gründe für nicht-funktionierendes Gastronomie Marketing fast immer die gleichen. Über die gesamte Restaurant Branche begehen Gastronomen ähnliche Fehler. Schuld daran sind häufig die schlechten Ratschläge der Werbeagenturen, das Profitstreben und das Marketing Unwissen der Anzeigen-/Medienvertreter; aber auch das fehlende Marketingbewusstsein der Restaurant- und Hotelbesitzer trägt dazu bei.

Gastronomie Marketing lernen

Dabei kann Gastronomie Marketing äussert erfolgreich verlaufen und hochprofitabel sein, wenn alleine diese drei Fehler nicht begangen werden:

Gastronomie Marketing Fehler #1: Nicht alle 4 Wachstumsfaktoren nutzen

Es gibt 4 Möglichkeiten, wie ein Restaurant oder Hotel seinen Gewinn steigern kann:

  1. Die Anzahl der Kunden oder Gäste erhöhen.
  2. Den durchschnittlich ausgegebenen Rechnungsbetrag erhöhen.
  3. Die Besuchshäufigkeit der Gäste erhöhen.
  4. Die Dauer der Treue erhöhen.

Der Fehler, den die meisten Gastronomen begehen, ist dass sie fast ihr komplettes Gastronomie Marketing Budget nur dafür verwenden, um neue Gäste und Kunden zu gewinnen. Dabei ist dieser Faktor der mit Abstand teuerste (es kostet ca. 6-10 Mal mehr einen neuen Kunden zu gewinnen, statt bestehende Kunden zum Wiederbesuch zu motivieren).

4 Gastronomie Marketing Wachstumsfaktoren

Daher sollten Sie als Restaurant-/Hotelbesitzer/in ständig überlegen, was Sie tun könnten, dass Personen mehr Geld bei Ihnen ausgeben (z.B. indem Sie wirkungsvolle Speisekarten erstellen), häufiger im Jahr zu Ihnen kommen und Ihnen länger treu sind. (Weitere Tipps dazu hier: Restaurant Marketing Tipps )

Gastronomie Marketing Fehler #2: Keine Liste der Kunden zu haben und diese nicht häufig kontaktieren

Wie oben schon geschrieben geben Gastronomen ein Heidengeld dafür aus, um neue Kunden zu gewinnen. Doch was machen die Meisten, nachdem sie es nun geschafft haben, diese Personen ins Restaurant zu bringen?

In den meisten Fällen: Nichts!

Es werden keine Daten dieser Personen aufgenommen. Keine Namen, Adressen oder weitere Informationen wie Hochzeitstag, Geburtstag,… !

Dabei ist der Aufbau einer Datenbank mit solchen Informationen das rentabelste, was ein Restaurant beim Gastronomie Marketing machen kann.

Wenn Sie diese Daten haben, ist es Ihnen möglich Ihre Kunden immer und immer wieder zu kontaktieren. Beispielsweise zum Geburtstag oder zum Hochzeitstag oder zu Feiertagen.

Wenn Sie die Daten Ihre Kunden haben können Sie diese motivieren zu unzähligen Gelegenheiten Ihr Restaurant zu besuchen. Oder Sie weiter zu empfehlen. Oder sie einfach über Neuigkeiten oder besondere Anlässe zu informieren.

Nur mit dieser Art von Gastronomie Marketing bleiben Sie Ihren Kunden ständig im Hinterkopf. Und wenn mal eine Betriebsfeier ansteht, eine Hochzeit, ein Geburtstag oder jemand nach einer Restaurantempfehlung frägt, was glauben Sie, welches Restaurant diesen Personen sofort in den Kopf kommt?

Ganz genau: Ihr Restaurant! Da Sie eine Beziehung zu diesen Personen aufgebaut haben und ständig mit ihnen im Kontakt waren. Dabei ist es natürlich wichtig nicht nur ständig Werbung zu schicken, weshalb ich auch “Beziehung” geschrieben habe. Und Sie bauen eine gute Beziehung auf, indem Sie Ihren Gästen z.B. nützliche Informationen im Newsletter senden (wie ich es übrigens auch in meinem kostenlosen Gastronomie Marketing Newsletter, zu dem Sie sich hier anmelden können, mache).

Weiterhin können Sie in Ihrem Newsletter über aktuelle Entwicklungen im Restaurant/Hotel schreiben, neue Gerichte vorstellen, Neuigkeiten aus der Umgebung aber auch um Bewertungen im Internet bitten und beispielsweise monatliche Verlosungen anbieten (dies wäre dann ein guter Anreiz für Personen, sich für Ihren Newsletter anzumelden).

Ein weiterer Vorteil, wenn Sie eine Kundendatenbank aufgebaut haben, ist dass Sie Partnerschaften mit anderen Unternehmen eingehen können. Diese Unternehmen können Sie dann gegen eine Gebühr an Ihre Gäste im Newsletter empfehlen oder das Partnerunternehmen empfiehlt im Gegenzug Ihr Restaurant/Hotel an deren Kunden. Diese Gastronomie Marketingmethode nennt sich “Strategische Partnerschaften eingehen” und ist eine der effektivsten und kostenwirksamsten Werbemethoden, da sie entweder kostenlos ist oder Sie bei Erfolg zahlen.

Aus diesen vielen Gründen ist der Aufbau der Gästedatenbank eines der wichtigsten Dinge, die Sie marketingtechnisch machen können und eine der Top Prioritäten, die in einer Gastronomieberatung mit GastroInsider schnell umgesetzt werden.

Gastronomie Marketing Fehler #3: Taktisches Marketing statt Strategisches Marketing zu betreiben

Strategisches Marketing bedeutet:

  • Den Zielmarkt auswählen
  • Die Botschaft an den Zielmarkt anpassen

Mit anderen Worten: Was Sie zu Wem sagen.

Hingegen ist Taktisches Marketing:

  • Das Werbemedium, mit welchem Sie diese Botschaft übermitteln.

Mit anderen Worten: Wo Sie es sagen.

Und in genau dieser Reihenfolge sollte man beim Gastronomie Marketing auch vorgehen:

  1. Herausfinden, wer genau die Zielgruppe ist. So genau wie möglich beschreiben, was deren Wünsche und Probleme sind, sowie demographische und psychographische Daten erfassen (vor allem über welches Werbemedium, z.b. Anzeige, Facebook u.ä. , Sie mit Ihrem Gastronomie Marketing diese Personen am besten erreichen können).
  2. Wenn Sie das wissen, dann gilt es eine Werbebotschaft zu konstruieren, welche genau auf diesen Zielmarkt zugeschnitten ist und diesem mitteilt, wie Ihr Restaurant diese Bedürfnisse und Wünsche befriedigt – also eine Werbebotschaft zu gestalten, die für diese Art von Personen glaubhaft, überzeugend und handlungsmotivierend ist.

Erst nachdem die Zielkunden identifiziert sind und die Botschaft fertig ist, sollte das Werbemedium ausgewählt werden.

Die Gastronomie Marketing Realität der Werbemedien Auswahl

Doch die meisten Restaurants und Hotels gehen bei Ihrem Gastronomie Marketing genau anders herum vor.

Da sie sehr beschäftigt mit ihren täglichen Aufgaben im Unternehmen sind, entscheidet der Zufall, in welchem Werbemedium Werbung gemacht wird. Kommt nämlich gerade der Anzeigenvertreter der Gelben Seiten vorbei, wird eine Gelbe Seiten Anzeige geschaltet. Oder kommt der Radiovertreter vorbei, wird halt eine Radiowerbung gestartet. Oder wird ein Artikel über Facebook Marketing gelesen, dann wird dieses Medium bevorzugt.

Dabei sollte erst herausgefunden werden, welches Werbemedium Ihre Zielgruppe überhaupt konsumiert, also eine Antwort auf die Frage:
„Wie können Sie Ihre Zielgruppe am besten erreichen? Welche Zeitschriften lesen sie? Welche Radiosendungen hören sie? Welchen Personen oder Organisationen vertrauen sie? Etc. .

Und dann sollte in diesem Werbemedium die im ersten Schritt hergestellte Marketingbotschaft kommuniziert werden.

Gastronomie Marketing Resultat:

Wenn ein Restaurant beim Gastronomie Marketing dies alles richtig macht, es also:

  • Alle 4 Wachstumsfaktoren gleichzeitig nutzt, und sich nicht auf den ersten konzentriert,
  • die Daten aller Kunden erfasst und häufig diese mit interessanten Neuigkeiten kontaktiert,
  • beim Gastronomie Marketing strategisch und nicht taktisch vorgeht und somit erst die Zielgruppe bestimmt, die Botschaft auf die Zielgruppe anpasst und erst zuletzt das Werbemedium auswählt,

dann ist der Erfolg der Restaurant Werbung garantiert und Klagen wie: „Gastronomie Marketing funktioniert nicht!“ gehören der Vergangenheit an.

Interview mit Tischefrei.de Gründer Michael Schmitt

Im Groupon Deals Artikel wurden mehrere Nachteile von Groupon als Gastronomie Marketing Methode erwähnt und auch, dass bestimmte Faktoren zutreffen müssen, damit Groupon für ein Restaurant geeignet ist.

Wohingegen Restaurants bei einem Groupondeal und ähnlichen Portalen ca. 50% vom Gutscheinwert an die Coupon-Portal-Betreiber abgegeben müssen (zusätzlich zum 50% Rabatt) und neue Kunden häufig zu Stoßzeiten kommen, geht Tischefrei.de einen ganz anderen Weg: Hier können Gastronomen neue Gäste zu Randzeiten oder bei offenen Kapazitäten für nur ca. 50-60 Cents gewinnen. Zusätzlich spendet Tischefrei.de bei jeder Buchung die Hälfte dieses Betrags an die Welthungerhilfe.

Da ich das Konzept für Restaurants als Marketingmethode (nicht nur als Alternative und Ergänzung zu Groupon) und auch generell interessant finde, habe ich Michael Schmitt, den Gründer von Tischefrei.de, um ein Interview gebeten. Er war so nett meine Fragen zu beantworten und das Ergebnis können Sie nun hier lesen:

Guten Tag Herr Schmitt, können Sie Tischefrei.de kurz vorstellen?

Ich grüße Sie, Herr Krause. Tischefrei.de ist ein neues Online-Portal, über das Restaurants ab dem 01.10.2011 freie Kapazitäten zielgenau und sehr flexibel vermarkten können: Für Zeiten, zu denen noch Tische im Restaurant frei sind, setzt das Restaurant ein Angebot online, das auf Tischefrei.de gebucht werden kann. Die buchenden Gäste akzeptieren also Zeitvorgaben des Restaurants, um z.B. einen Rabatt oder eine Gratiszugabe wie einen Espresso nach dem Essen im Restaurant zu erhalten.

Ein Beispiel: Das Restaurant teilt uns mit, für welchen Tag und welche Uhrzeit noch Gäste benötigt werden, und wir bringen diese Tische über unser Portal an den Mann bzw. die Frau. Das können regelmäßige Zeiten sein (z.B. täglich 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr) oder last-minute Deals für sofort, wenn gerade jetzt noch Plätze frei sind.

Das klingt ja interessant. Wie sind Sie auf die Idee von Tischefrei.de gekommen?

Ich habe während meines Studiums einen eigenen Gastronomiebetrieb gegründet und geführt. Ein Dienst wie Tischefrei.de hätte mir sehr geholfen: In der Startphase, um bekannt zu werden, und später, um ganz gezielt schwache Zeiten besser auszulasten. Die Sehnsucht war also damals schon geweckt. Und dann habe ich während meiner Auslandsaufenthalte in England und Dänemark ähnliche Online-Konzepte kennengelernt, deren Idee wir aufgenommen, weiterentwickelt und an den deutschen Markt angepasst haben.

Welche Vorteile haben Gastronomen generell, wenn sie sich bei Tischefrei.de anmelden?

Mehr Gäste im Restaurant und Gratis-Werbung im Internet: Unsere Partner-Restaurants präsentieren sich mit eigenem Profil, Foto, Karte, Anfahrtsbeschreibung, Verlinkung usw. auf Tischefrei.de. Die Restaurants sind dadurch auch besser im Netz auffindbar, weil Tischefrei.de bei Google & Co. ganz oben gelistet wird. Die Registrierung, das Einstellen von Angeboten und die Präsentation auf Tischefrei.de sind absolut kostenlos. Gezahlt wird wirklich nur rein erfolgsabhängig, wenn jemand über Tischefrei.de bucht und im Restaurant Geld ausgegeben hat.

Was sind die konkreten Unterschiede und Vorteile gegenüber Gruppen Coupon-Portalen, wie beispielsweise Groupon oder DailyDeal?

Entscheidend ist: Tischefrei.de steigert tatsächlich den Erfolg unserer Partner-Restaurants. Ob andere Anbieter das auch schaffen, weiß ich nicht.

Wir schaffen das, weil wir uns auf den Deckungsbeitrag und nicht nur auf den Umsatz fokussieren: Mit Tischefrei.de vermarkten Restaurants jeden Platz zu jeder Zeit zum jeweils bestmöglichen Preis. Denn wenn das Restaurant ohnehin schon voll ist, sollten Gastwirte keine Deckungsbeiträge durch (teilweise irrsinnige) Angebote verschenken. Aber wenn zu anderen Zeiten noch Tische frei bleiben, bringen auch (vernünftig) rabattierte Angebote echte Zusatz-Erträge, weil sich die Fixkosten im Restaurant (Personal, Miete, Strom usw.) dann nicht erhöhen und keine Verdrängung besserer Deckungsbeiträge erfolgt.

Und bei Tischefrei.de erkennt der Gast, warum er weniger zahlt als in der Karte steht: Er weicht hierfür auf Randzeiten aus oder nutzt Restkontingente. Die Wahrnehmung der Preiswürdigkeit der Restaurant-Speisekarte geht somit nicht verloren.

Wichtig: Dem Gastwirt entstehen im Unterschied zu fast allen anderen Anbietern mit der Registrierung und Nutzung keine Kosten: Keine Anmeldegebühr, kein Monatsbeitrag, keine Fixkosten. Er zahlt nur jeweils 50 Cent, wenn Tischefrei.de ihm wirklich Gäste bringt. Effektiver kann ein Werbebudget nicht eingesetzt werden – und es zahlt sich aus den vermittelten Umsätzen von selbst. Dabei behält der Gastwirt mit Tischefrei.de immer die volle Kontrolle über das, was in seinem Restaurant passiert und wie viel er wann verdient. Wir beraten und unterstützen ihn dabei.

Für wen ist Tischefrei.de besonders gut geeignet und für welche Restaurants eignet sich Ihr Service eher weniger?

Richtig bei uns sind alle Restaurants, die zeitweise noch freie Plätze haben. Die spezielle Ausrichtung des Restaurants ist dabei egal. Denn gutes Feedback haben wir durchweg z.B. sowohl von kleinen Landgasthöfen als auch von Spezialitätenrestaurants bis hin zu Promi-Gastronomen erhalten. Besonders stark profitieren auch alle noch jungen Restaurants, die schneller bekannt werden wollen.

Ein sehr interessanter Aspekt Ihres Konzeptes ist, dass Sie einen Teil Ihrer Einnahmen für einen guten Zweck einsetzen. Wie genau funktioniert das und wen unterstützen Sie?

Ganz einfach: Tischefrei.de heißt „Essen gehen und andere satt machen“. Eine Tisch-Buchung für 2 Personen reicht z.B. schon aus, damit ein Kind in Burundi 5 Tage lang eine warme Mahlzeit in der Schule erhält.

Und so funktioniert es: Der Gastronom zahlt uns für jeden vermittelten Gast 50 Cent, die wir zu mindestens 50% weitergeben, um auch andernorts Hunger zu stillen. Hierzu haben wir als Lizenzpartner die Welthungerhilfe gewonnen, bei der wir uns absolut sicher sind, dass die Gelder genau dort ankommen, wo sie dringend benötigt werden. Die Welthungerhilfe hat eine enorme Erfahrung, arbeitet äußerst effizient und besitzt natürlich auch das DZI-Spendensiegel.

Damit leisten wir einen Beitrag gegen den Welthunger. Und wir bieten Gastronomen die Möglichkeit, sich mit geringstem Aufwand ebenfalls entsprechend zu engagieren.

Dieses Engagement des Restaurants darf natürlich auch kommuniziert werden. Deshalb stellen wir z.B. Flyer, Aufkleber und Vorlagen für lokale Presseberichte zur Verfügung.

Ok, stellen wir uns vor, ein Restaurant entscheidet sich Ihren Service zu nutzen, um beispielsweise neue Gäste zu gewinnen, das Restaurant zu Leerzeiten zu füllen oder einfach nur, um die Sache einmal auszuprobieren. Wie würde der Restaurantbesitzer dann vorgehen?

Der Restaurantbesitzer registriert sich kostenfrei in wenigen Schritten auf unserer Homepage unter http://www.Tischefrei.de/ . Mit der Freischaltung erhält er die Zugangsdaten zu unserer Online-Restaurantoberfläche “ControlCenter”, wo er sein Profil mit einem Foto und der Restaurantbeschreibung erstellt. Seine Angebote teilt er uns entweder ebenfalls online, per Fax bzw. Telefon mit. Fertig! Jemand sichert sich dann auf Tischefrei.de das Angebot. Mit der Buchung erhält das Restaurant eine Bestätigung per E-Mail oder Fax. Der Gast kommt ins Restaurant und zahlt nach dem Essen ganz normal vor Ort seine Rechnung.

Sind zusätzliche Dinge in naher Zukunft geplant?

Wir entwickeln derzeit eine App für das Iphone und für Android-Smartphones. So wird das Buchen auch unterwegs ganz einfach möglich. Außerdem programmieren wir ein Online-Gästebuch, das unsere Partner-Restaurants kostenfrei nutzen dürfen. Und Sie dürfen mir glauben, dass wir noch viel mehr Ideen haben, wie wir die Restaurants, die bei uns mitmachen, unterstützen. Lassen Sie sich überraschen.

Welche Ziele haben Sie sich für Tischefrei.de für die nächsten 12 Monate bzw. 3 Jahre gesetzt?

Wir wollen in Deutschland 1.000 regelmäßig aktive Restaurants als Partner gewinnen. Nach 12 Monaten wollen wir in der Bevölkerung bereits eine gut bekannte Marke sein. Und in 3 Jahren wollen wir gemeinsam mit unseren Partner-Restaurants zu den größten Spendengebern der Welthungerhilfe zählen.

Wo können sich interessierte Gastronomen über Ihr Angebot informieren?

Direkt auf www.Tischefrei.de oder bei Facebook unter www.facebook.de/Restaurantangebote. Detaillierte Informationen und Video-Tutorials finden Gastronomen unter www.Tischefrei.de/infos. Und unser Team steht für Fragen natürlich auch per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter (0661) 350 98 93 zur Verfügung.

Am allerbesten probieren Restaurants das Portal aber einfach einmal ohne Risiko aus.

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Über Michael Schmitt:
Michael Schmitt, Jahrgang 77, ist Gründer und Geschäftsführer von Tischefrei.de. Sein Studium des Wirtschaftsingenieurwesens finanzierte er sich mit einem eigenen Gastronomiebetrieb. Nach dem Studium war Herr Schmitt in Unternehmen des Handels und der Gastronomie in leitender Funktion tätig, war für ein Jahresbudget von 20 Mio. Euro verantwortlich und betreute hier u.a. auch die Expansion der Gastronomie-Tochter der Unternehmensgruppe. Mit Tischefrei.de verwirklicht er seinen Wunsch nach einer wirklich sinnvollenund eigenverantwortlichen beruflichen Tätigkeit.

Interviewen Sie Ihre Gäste

Gäste interviewen
Wer kann Ihnen wertvollere Informationen und Feedback geben als Ihre Kunden? Diese waren in Ihrem Restaurant essen, haben Ihren Service getestet, kennen das Erlebnis als Ganzes, kennen die Vorteile und Nachteile und wissen weshalb sie Ihr Restaurant dem der Konkurrenz bevorzugt haben. Die Meisten werden nur allzu gerne einem kurzen Interview zustimmen. Zum einen, weil sie dadurch das Gefühl bekommen, dass ihre Meinung wichtig ist (was sie auch ist!), zum anderen weil sie so die Chance haben Ihr Restaurant zu verbessern aber auch Ihnen weiterzuhelfen (unterschätzen Sie nie die Hilfsbereitschaft zufriedener Kunden).

Wie können Sie an Ihre Kunden für das Interview herantreten?

Eine gute Möglichkeit ist, sich den Kunden gegenüber als „Kundenzufriedenheitsrepräsentant“ auszugeben, was Sie, oder die anrufende Person in Ihrem Restaurant, in dem Fall auch sind. Sie können die Kunden auch anrufen und das Ganze als Teil einer Umfrage darstellen. Sagen Sie, dass Sie daran interessiert sind gute und schlechte Punkte Ihres Restaurants herauszufinden, was Sie verbessern können und was den Kunden besonders an bei Ihnen gefällt.

Finden Sie heraus, ob die Gäste zufrieden sind – und weshalb. Falls es Probleme gab oder die Kunden in irgendeiner Weise unzufrieden sind, ist es erst recht wichtig dies herauszufinden. Viele Kunden, die unzufrieden waren, melden sich nicht und kaufen einfach nicht mehr bei Ihnen. Dadurch finden Restaurants oft erst spät heraus, dass etwas beim Service oder Produkt nicht stimmt.

Was machen Sie mit den Informationen?

Sie werden erstaunt sein, wie viele wertvolle Informationen Sie bei solch einem Interview sammeln können. Und die Infos können sich für die unterschiedlichsten Zwecke einsetzen:

 

Das sollten genug Gründe sein um gleich den Hörer zur Hand zu nehmen und ein paar Kunden anzurufen. Die Zeit und „Mühe“ sind es auf jeden Fall wert.

Restaurant Werbung ist anders!

Restaurant Werbung unterscheidet sich in vielen Punkten von der den traditionellen Methoden. Leider ist dies meisten Gastronomen nicht bewusst und sie gestalten die Werbung für ihr Restaurant so, wie sie es bei anderen Unternehmen aus fremden Branchen sehen. Häufig kopieren sie einfach auch nur die Werbung anderer Restaurants, so dass alle das Gleiche machen.

Wenn Sie aber nur das machen, was alle machen, erhalten Sie auch nur durchschnittliche Ergebnisse. Und durchschnittlich ist nur ein anderes Wort für mittelmäßig, was bedeutet, das fast alle nur mittelmäßige Resultate bei ihrer Restaurant Werbung erzielen.

Weshalb die Restaurantsituation anders ist, was Sie ändern sollten und was Ihr allerwichtigstes Ziel ist, werde ich gleich darstellen.

Die Unterschiede bei der Restaurant Werbung

 

1. Das Werbebudget:

Die meisten Restaurantbesitzer haben kein Werbebudget über 50.000 € im Monat (geschweige denn mehrere Millionen). Trotzdem versuchen sie die Werbung von Konzernen zu kopieren, die eben so ein großes Budget haben. Dabei wird nicht beachtet, dass diese Konzerne ihre Werbung so ausrichten, dass diese ihnen erst über die nächsten Jahre Geld einbringt. In den allermeisten Fällen, messen diese großen Konzerne nicht einmal den Erfolg ihrer Werbung, so dass sie keine Ahnung haben, was funktioniert und was nicht (daher auch der bekannte Satz von einem Leiter einer der größten Werbeagenturen: “Die Hälfte des Geldes in die Werbung ist unnötig. Leider wissen wir nicht welche!”).

Ein Restaurant kann es sich nicht leisten, Werbung zu schalten die erst in späterer Zeit Erfolg bringt oder womöglich nie.

Daher ist es wichtig den Erfolg von Werbemethoden zu messen um herauszufinden, was funktioniert und was nicht.

2. Das Mindset der Restaurantbesitzer: Kein Fokus auf den wichtigsten Bereich!

Jetzt mal ganz ehrlich: Wann haben Sie zum letzten Mal in die Gelben Seiten geschaut und sich die Werbung Ihrer Mitbewerber angeschaut? Oder waren Sie zum letzten Mal in einem fremden Restaurant und haben darauf geachtet, was dort werbetechnisch anders gemacht wird?

Normalerweise ernte ich auf diese Frage nur leere Blicke, was bedeutet: Noch nie!

Aber wenn es darum geht das Essen der Konkurrenz zu bewerten und darauf zu achten, wie dort gekocht wird, dann sind die meisten Gastronomen ziemlich fit. Zwar ist dieser Bereich nicht unwichtig, aber wirklich wichtig ist der Marketingbereich. Hier entscheidet sich, wie viel am Ende ein Restaurantbesitzer verdient.

Hat McDonalds die allerbesten Hamburger? Hat Pizza Hut die beste Pizza? Hat Starbucks den besten Kaffee? Wahrscheinlich nicht. Aber diese Unternehmen haben eines gemeinsam: Sie legen den Fokus auf die Werbung!

Und wenn Sie darauf den Fokus legen, wird auch in Ihrem Restaurant der Umsatz bald in die Höhe schnellen. Werden Sie ein Spezialist in der Vermarktung Ihres Unternehmens – aber vergessen dabei niemals Innovation und Qualität.

3. Das falsche Werbeziel

Wie schon im anderen Artikel beschrieben, gibt es genau 4 Möglichkeiten für Restaurantbesitzer, um den Umsatz und Gewinn zu steigern:

  • Die Anzahl an Gästen steigern.
  • Den durchschnittlichen Betrag, den diese Gäste ausgeben, erhöhen.
  • Die Häufigkeit der Besuche der Stammgäste zu erhöhen.
  • Die Dauer der Treue zu verlängern.

 

Und für den ersten Punkt, also die Anzahl der Gäste zu steigern, wird bei den meisten Restaurants der Großteil des Werbebudgets geopfert.

Dabei ist genau dieser Umsatzsteigerungsfaktor der kostenaufwändigste.

Es kostet ca. 6 Mal mehr einen neuen Kunden zu gewinnen, als einen alten Kunden zu einem Wiederbesuch zu motivieren.

Daher ist das wichtigste Ziel in Ihrem Restaurant, eine Liste Ihrer Gäste aufzubauen. Eine Liste mit den Namen, Adressen und weiteren Daten (wie beispielsweise Geburtstag, Tag des ersten Besuches,..) und die Sie regelmäßig kontaktieren.

Das kann ein monatlicher (oder besser zweiwöchentlicher) Newsletter sein, welcher neben Neuigkeiten, bzw. Werbung, aus Ihrem Restaurant, auch lokale und andere unterhaltsame und nützliche Informationen enthalten sollte. Werbung sollte niemals nur nach Käufen fragen, sondern auch einen Mehrwert bieten oder zumindest unterhaltsam sein. Briefe (oder Emails) zu Geburtstagen, Feiertagen, Jahrestagen, Schulanfängen,… sind weitere Kontaktmöglichkeiten, die mehrere positive Effekte haben:

  • Sie sind ständig bei Ihren Gästen im Hinterkopf. Und wenn diese überlegen sollten, wo sie an diesem Abend essen gehen könnten, fällt ihnen Ihr Name als erstes ein.
  • Das Selbe gilt, wenn einer deren Freunde nach einer Empfehlung für ein Restaurant fragt. Auch hier ist es nun wahrscheinlicher, dass Sie empfohlen werden.
  • Weiterhin geben Gäste, zu denen Sie so eine Beziehung aufgebaut haben, im Durchschnitt mehr Geld aus und sind Ihrem Restaurant auch für mehrere Jahre treu.
  • Zudem lassen sich solche Listen noch für viele andere Werbemöglichkeiten nutzen, dazu aber in anderen Artikeln mehr.

 

Damit Sie noch einmal sehen, was für einen Effekt es haben kann, die Restaurant Werbung auf die 3 letzten Faktoren zu konzentrieren, hier eine Beispiel Rechnung:

Sagen wir ein Restaurant hat 1000 Kunden, die durchschnittlich 3 mal im Jahr kommen und durchschnittlich 30 Euro ausgeben.

Also nimmt das Restaurant ein: 1000 x 3 x 30 Euro = 90 000 Euro.

Wenn es nun statt auf Neukundengewinnung, eine Liste aufbaut und den Fokus auf eine bessere Kundenbeziehung setzt, beispielsweise mit einem Weiterempfehlungssystem und -belohnung, einem Newsletter alle 3 Wochen, Mails zu Feiertagen wie Weihnachten, Ostern, Schulanfang, Halloween,.. (und jeweils Sonderaktionen da), wird es weitaus häufiger weiterempfohlen (Anzahl der Gäste), die Gäste kommen weitaus häufiger und geben auch im Durchschnitt mehr aus.

Nehmen wir für unser Rechenbeispiel an:
15% mehr Gäste (da die Gäste länger treu sind, mehr Weiterempfehlungen, Gäste bringen Freunde,..) -> 1150 Personen

20% häufiger -> 3,6 Mal im Jahr durchschnittlich

10% mehr Ausgaben im Durchschnitt -> 33 Euro

Also nimmt das Restaurant ein:

1150 x 3,6 x 33 Euro = 136.620 Euro ! (Die Faktoren verstärken sich gegenseitig!)

Das sollte doch ein Ansporn sein die eigene Restaurant Werbung umzukrempeln, den Fokus auf das Marketing zu legen (gerade beim Speisekarten erstellen), eine Liste aufzubauen und sich darauf zu konzentrieren eine unglaubliche Beziehung zu den Gästen herzustellen und mit diesen häufig zu kommunizieren.