Restaurant am schlechten Standort – So wird es trotzdem erfolgreich

Der Standort eines Restaurants spielt eine entscheidende Rolle für den Erfolg oder Misserfolg eines Gastronomiebetriebs. Viele Restaurants mussten schon wegen ihres schlechten Standorts und Umfeldes schließen, obwohl es noch einige weitere Faktoren gibt, die den Erfolg eines Restaurants maßgeblich entscheiden. Die beiden wichtigsten sind:

  1. Das kulinarische Erlebnis (Essen, Service, Atmosphäre)
  2. Das Restaurant Marketing

Vor Eröffnung eine Standortanalyse für das Restaurant durchführen

Personen, die nach Lösungen suchen, was zu tun ist, wenn der Standort des Restaurants schlecht ist, fallen meist in2 Kategorien:

  1. Sie wollen ein Restaurant eröffnen, bei dem die Lage jedoch nicht ideal ist und sind am überlegen, ob sich das ausgleichen lässt.
  2. Sie haben schon ein Restaurant eröffnet und erst danach festgestellt, dass der Standort schlecht ist. In diesem Fall geht es häufig darum die Existenz des Restaurants zu retten oder aber ein mittelmäßig laufendes Restaurant zu seinem vollen Potenzial zu verhelfen.

Aber sprechen zu Anfang über den ersten Fall…

Bevor Sie sich entscheiden ein Restaurant zu eröffnen oder zu übernehmen, sollte eine Standortanalyse durchgeführt werden, um den am besten geeigneten Standort für Ihr Restaurant zu ermitteln bzw. um die Nachbarschaft und die wichtigsten Erfolgsfaktoren genau zu kennen. Eine detaillierte umfangreiche Analyse ist der wichtige Grundstein für den Erfolg des geplanten Restaurants und bildet die Basis für ein langfristig erfolgreiches Gastronomie-Konzept.

Das Einzugsgebiet eines jeden Restaurants ist je nach Stadt, Verkehrslage und Wettbewerbssituation unterschiedlich. Aus diesen Gründen ist eine Standortanalyse unabdingbar, um zu untersuchen, in welchem Umfang die potenzielle Zielgruppe erreicht werden kann. Dafür sollten Daten über die Einwohner, Kaufkraft, Entwicklung des Viertels und Analyse der Mitbewerber eingeholt werden. Quellen für die Daten sind die IHK, lokale Behörden aber auch Google MyBusiness und generell das Internet.

Aber was machen, wenn schon gegründet wurde?

Erfolg trotz schlechtem Standort – Das Restaurant wurde bereits gegründet oder man glaubt den schlechten Standort durch andere Faktoren ausgleichen zu können

Da einige Restaurants trotz schlechtem Standort sehr erfolgreich sein, lässt dies viele aufstrebende oder bereits seit längerem existierende Restaurants glauben, dass sie es ebenso schaffen können. Aber dazu ist es notwendig zu verstehen, wie man die Einflussfaktoren bei schlechten Standorten in den Griff bekommt und überwindet; denn in vielen Fällen ist das möglich – allerdings mit Sicherheit nicht immer. Manche Standorte sind wirklich so schlecht, dass sich die Anstrengung nicht lohnt, dort ein Restaurant zu eröffnen. Und dabei sei auch erwähnt, dass man das Restaurant verkaufen sollte, wenn der Aufwand das Restaurant erfolgreich zu machen zu groß ist.

Die Kennzeichen eines schlechten Restaurantstandortes

Ob der Standort des Restaurants tatsächlich schlecht ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab:

Zielgruppe des Restaurants VS Einwohner & Personen im Zielgebiet

Es ist sicher nicht sinnvoll, ein Nobelrestaurant in einem Viertel zu etablieren, das eine geringe Kaufkraft aufweist. Selbiges gilt für ein Dönerimbiss in der Villengegend. Zwar können manche Restaurant Konzepte erfolgreich sein, gerade weil diese im Kontrast zum umliegenden Gebiet steht, wie z.B. Szene Restaurant in alternativem „In-Viertel“; aber selbst da gilt, dass sich die Zielgruppe sowieso in das Einzugsgebiet des Restaurants bewegt, um dort auch anderweitig die Zeit zu verbringen.

Abgelegenes Gebiet

Bereiche mit geringem Publikumsverkehr, wie z.B. Wohngebiete, sind ebenfalls als Standort für ein Restaurant nicht zu empfehlen. Wenn neben dem Restaurantbesuch sonst keine Freizeitbeschäftigung möglich ist – welche von idyllischen Gegenden mit Spaziergangsoptionen über kulturelle Institutionen wie z.B. Theater oder Kino bis hin zu Einkaufsgelegenheiten reichen – dann ist es schwieriger Personen zu einem Restaurantbesuch zu motivieren.

Geringe Sichtbarkeit

Ein Restaurant im Hinterhof, auf der Rückseite eines Gebäudes oder von außen nicht als solches erkennbar, ist in den meisten Fällen ebenfalls als schlechter Standort zu bewerten.

Zugang und Anfahrt

Erschwerte Zugänglichkeit zum Restaurant, keine Parkplätze in der Nähe oder keine direkte Anknüpfung an öffentliche Verkehrsmittel sind ebenfalls Aspekte eines schlechten Standorts. Wenn Menschen nicht in der Lage sind, das Restaurant schnell zu erreichen und nach einem guten Essen wieder zu verlassen, ist es wahrscheinlicher, dass sie ein anderes Restaurant wählen, welches diese Faktoren positiv belegt.

Wenn nun einer dieser Faktoren, vielleicht sogar mehrere oder noch weitere für Ihren Restaurantstandort zutreffen, ergibt sich die Frage, wie Sie dennoch Ihren gastronomischen Betrieb erfolgreich führen können.

Gutes Restaurant-Marketing als Lösung für einen schlechten Standort

Wenn Ihr Restaurant – aus welchen Gründen auch immer – in einem relativ schlechten Umfeld liegt, sparen Sie gegenüber einem erstklassigen Standort Miete: Dieses eingesparte Geld können und sollten Sie dann in ein gut durchdachtes Marketingkonzept für Ihr Restaurant investieren.

Als Grundlage sollten Sie natürlich erst einmal einen Restaurant Marketingplan erstellen, der genau Ihre Situation beleuchtet, Ihre Probleme und die Lösungsstrategien enthält und Ihnen einen genauen “Fahrplan” bietet, wie Ihr Restaurant trotz schlechtem Standort erfolgreich wird.

Dafür müssen Sie die Zielgruppe für Ihr Restaurant genau kennen, denn dann können Sie den Service und das Erlebnis so anpassen, dass diese attraktiver für diese Personen werden. Und im nächsten Schritt, wissen Sie, welche Restaurant Werbemethoden Sie am besten nutzen können um diese Personen zu erreichen und auf welche Art Sie in diesem Marketing kommunizieren, um Menschen zu häufigen Besuchen in Ihrem Restaurant bringen, selbst wenn dieses etwas schlechter gelegen ist.

Online Marketing für Ihr Restaurant nutzen, um trotz schlechtem Standort Sichtbarkeit zu erhalten

Effektives Online Marketing ist entscheidend für den Erfolg Ihres Restaurants, wenn die Lage schlecht ist. Das bedeutet Suchmaschinen Optimierung, damit Sie im Netz gefunden werden, wenn schon nicht offline. Weiterhin Optimierung der Profile auf den Bewertungsportale und systematische Erlangung von Bewertungen, damit Sie mindestens in den Top 10 in Ihrer Stadt sind – besser aber einen der drei vordersten Plätze und Nummer #1 in Ihrer Kategorie. Letztlich auch noch eine gute Social Media Strategie, häufige Kommunikation über Facebook und auch das Versenden eines Nutzen bringenden sowie unterhaltsamen Newsletters, wofür es natürlich notwendig ist, dass Sie die Namen und Daten Ihrer Gäste sammeln.

Weitere Marketingideen, die Sie nutzen können, um die schlechte Lage auszugleichen:

  • Wenn Sie ein Restaurant haben, das sich im Hinterhof, auf der Rückseite eines Gebäudes oder von außen nicht als solches erkennbar ist, stellen Sie Plakatwände, Werbetafeln, Hinweisschilder Ihres Restaurants gut sichtbar auf. Achten Sie darauf, dass auf den Plakatwänden Ihre besonderen Gerichte, spezielle Tages-Mittags-Abend-Angebote, gegebenenfalls Rabatte oder Angebote zur „Happy Hour“ deutlich sichtbar sind.
  • Werbung auf Tragetaschen, Papiertüten u. ä. kann ebenfalls Gäste anlocken, zumal wenn Sie das in Kooperation mit Ihrem Zulieferer (Metzger, Bauern aus der Region) aufdrucken und vertreiben lassen. Wichtig ist hier, dass dies Unternehmen sind, die Zugang zu Ihrer Zielgruppe haben, also genau die Art von Personen, die Sie in Ihr Restaurant bekommen möchten.
  • Suchen Sie die Verbindung mit den im Umfeld ansässigen Firmen und bieten Sie entsprechendes Mittagessen an. Versenden Sie Flyer/Broschüren, kontaktieren Sie die Lokalzeitung, Vereine in der Umgebung, fragen Sie sie nach deren Bedürfnissen und bieten Sie dann entsprechendes Essen an.
  • Bieten Sie Ihren Gästen ein Bonus-, Rabattsystem an, bei dem z.B. das 10.Gericht – im Preisbereich der bis dahin genossenen Speisen – umsonst ist; bieten Sie 10% Rabatt beim nächsten Besuch in Ihrem Restaurant.
  • Mehr Gäste für das Restaurant zu gewinnen ist nur eine der 4 Möglichkeiten, wie Restaurants den Umsatz steigern können. Wenn Sie aber gleichzeitig daran arbeiten die durchschnittliche Bestellgröße zu steigern, die Häufigkeit der Besuche und die Dauer der Treue, erreichen Sie weitaus mehr. Hierbei ist vor allem das Speisekarten-Marketing wichtig, da Sie dabei alle 4 Faktoren gleichzeitig steigern (davor sollten Sie erst diese Fehler bei der Gestaltung der Speisekarte vermeiden).

Weitaus mehr Ideen für Ihr Restaurant Marketing finden Sie in den wöchentlichen Ausgaben des GastroInsider Restaurant-Erfolg Newsletters.

Ein Alleinstellungsmerkmal entwickeln, dass Personen motiviert trotz dem Standort ins Restaurant zu kommen

Haben Sie eine USP (Unique Selling Proposition) bzw. ein Alleinstellungsmerkmal, das unverkennbar mit Ihrem Restaurant verbunden ist oder verbunden werden kann? Etwas, das Sie von allen anderen Restaurants unterscheidet, einen Wiedererkennungswert hat, bei seiner Nennung sofort mit Ihrem gastronomischen Betrieb in Verbindung gebracht wird und was vor allem so motivierend, überzeugend und attraktiv ist, dass Ihre Zielgruppe gar nicht anders kann, als Sie auszuwählen?

In der simpelsten Version kann dies ein bestimmtes Gericht oder Getränk sein, das Ihre Erfindung ist oder das Sie außergewöhnlich gut machen – eine Spezialität, für das Ihr Restaurant berühmt wird.

Besondere Lebensmittel, „Küchenchefs Specials” und Gerichte von Prominenten, neueste Trends, alles, was verlockend klingt und Sie zu Ihrem Markenzeichen machen. Es kann natürlich auch ein außergewöhnliches Getränk sein, das aus einer besonderen Mischung verschiedener Zutaten besteht. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Fragen Sie auch Ihre Zielgruppe, Freunde, Bekannte, was sie an Ihren Mahlzeiten so schätzen.

Achten Sie nur darauf, dass es außergewöhnlich gut für Ihre Zielgruppe ist, und die schlechte Lage des Restaurants wird den Umsatz und die Beliebtheit Ihres Restaurants nicht beeinträchtigen.

Um es nochmals zu betonen:

Es ist essenziell, dass dieses Alleinstellungsmerkmal wichtig für Ihre Zielgruppe ist. Es geht nicht darum anders zu sein, nur um anders zu sein. Denn wenn ein  einzigartiger Faktor, sei es Essen, Service oder Erlebnis für Ihre Zielgruppe nicht wichtig ist (wie z.B. eine „15 Minuten Essen am Tisch Garantie“ für eine Zielgruppe, bei denen Zeit keine Rolle spielt), dann ist das genauso, als gäbe es keinen Einzigartigkeitsfaktor.

Der Artikel “Wie sich ein Restaurant von den Mitbewerben abheben kann” gibt Ihnen weitere Informationen dazu.

Hervorragendes Essen servieren und exquisiten Service bieten

Es wurde schon erwähnt, dass der Standort nur einer von mehreren Faktoren ist. Die anderen sind die Qualität des Essens, der Service, das Restaurant Erlebnis sowie Ihr Marketing. Es ist eine Tatsache, dass das Ambiente eines Restaurants die Mehrheit der Gäste anzieht, aber der eigentliche Grund, warum ein Restaurant von Menschen besucht wird, ist das Essen.

Ich selbst – und Sie vermutlich auch – bin in verschiedenen Städten der Welt an ihren Rand in Nebenstraßen mit kleinen Gassen gegangen, nur weil ich gehört hatte, dass es dort kleine Restaurants mit außergewöhnlichem Speisen und Ambiente gibt; und in der Tat, es war (fast) immer ein besonderes Esserlebnis.

Viele Menschen glauben, dass Restaurants an weniger guten Standorten und an weniger traditionellen Orten schlechtere Qualität servieren und dem Service weniger Aufmerksamkeit schenken. Diese Vorurteile können Sie zu Ihrem Vorteil nutzen, indem Sie vorzügliche, qualitativ hochwertige Speisen zusammen mit einem exquisiten Service bieten, der Sie zu einer Ausnahme macht und zu einer Berühmtheit in Ihrer Stadt werden lässt, für die Menschen gerne eine längere Anreise in Kauf nehmen.

Bei schlechtem Standort Lieferung anbieten – Wenn einige Gäste nicht ins Restaurant kommen wollen, dann gehen Sie doch zu ihnen

Ein letzter Aspekt, um die negativen Auswirkungen eines nicht so guten Standortes auszugleichen sind die Liefermöglichkeiten.

Wenn geplant ist Lieferung anzubieten, müssen dafür die Lebensmittelkosten und alle damit verbundenen Ausgaben betrachtet werden, da sie einen großen Teil des Budgets in Anspruch nehmen werden. Je besser die Verhandlungen mit den Lieferanten für faire Preise ausfallen, je weniger zu teure Optionen bestellen werden und v.a. Überschuss reduziert werden kann, desto geringer werden die mit dem Lieferservice verbundenen Kosten sein. Die Kosten können zusätzlichverringert werden, indem mit lokalen Lieferanten (Bauern, Metzgern) zusammengearbeitet wird, mit deren frischen lokalen Produkten Sie, aber auch diese Unternehmen, werben können. So wird auch der Aspekt des nachhaltigen Wirtschaftens betont; eine nicht zu unterschätzende Überzeugungsmöglichkeit.

Wenn Ihre Gäste nicht zu Ihnen kommen können – sei es wegen der schlechten Lage oder jetzt wegen der Pandemie -, warum gehen Sie dann nicht zu ihnen? Die Optionen der Essenslieferung – online und per Anruf – kann beträchtliche Veränderungen mit sich bringen verändern und Ihre Einnahmen um ein Vielfaches steigern. Gerade Corona hat zu einem hohen Wachstum bei der Online-Bestellung von Speisen und  Lebensmitteln geführt, was gerade für kleine und Take-out-Restaurants von großem Vorteil ist.

So wie Sie Ihre Mitarbeiter rechtzeitig informieren und in Ihre Pläne zur Lieferung einweihen müssen, sollten Sie auch mit Ihren Gästen frühzeitig über soziale Medien, E-Mail-Newsletter, einem Popup-Fenster auf Ihrer Website und mit Hinweisschildern an der Tür Ihres Restaurants  Kontakt aufnehmen.

Update zu Einschränkungen mit Corona: Sie Ihre Gäste auf die ihnen sicher hinlänglich bekannte Gesundheitslage im Land, den damit verbundenen staatlichen Maßnahmen hin und Ihre daraus gezogenen Konsequenzen Ihren Gäste weiterhin einen guten Service anzubieten, jetzt aber über den neu eingerichteten Bestellservice.

Selbstverständlich sollten Sie dabei vollkommen offen sein, den Gästen klar mitteilen, welche Bestellmethoden für Ihr Unternehmen finanziell am besten geeignet sind, und bitten Sie sie, diese zu benutzen. Sollten Sie für Ihr Restaurant ein eigenes Liefersystem eingerichtet haben, bitten Sie Ihre Gäste, von dort aus zu bestellen und nicht die großen Lieferplattformen zu nutzen, wo Provisionen fällig sind.

Ihre gewinnbringenden, lieferfreundlichen Artikel sollten für Sie relativ günstig in der Zubereitung sein, und sie sollten den Transportweg nicht nur schadlos sondern zudem auch ohne hohe Qualtitätseinbußen (ein wenig lässt sich auf Grund der größeren Distanz natürlich nicht vermeiden) überstehen. Das Thema „einen eigenen Lieferservice einführen“ ist etwas umfassender, doch abschließend noch der Hinweis, dass eine kurze, übersichtliche Speisekarte es Ihnen viel leichter macht, wenn Sie zum ersten Mal ein Online-Bestellsystem zusammenstellen, sei es in einer App oder auf Ihrer Website.

Weiterführende Tipps und Beiträge, mit denen Sie Ihren Restaurant Umsatz steigern und einen schlechten Standort ausgleichen:

Ein eigenes Restaurant eröffnen: Die 10 wichtigsten Dinge vor Gründung

Schon vor der Pandemie haben ca. 80% der Restaurants weniger als 5 Jahre nach Eröffnung durchgehalten, die wichtigsten Gründe sehen Sie im Video “Warum die meisten Gastronomen scheitern“. Laut Dehoga sind gerade 30 Prozent der Restaurants wegen der Corona-Pandemie in ihrer Existenz bedroht.

Also, wenn es normalerweise schon sehr schwierig ist, ein erfolgreiches Restaurant aufzubauen, dann man man in dieser Zeit überhaupt ein Restaurant eröffnen?

JA es ist möglich – mit einem entsprechend klaren Restaurant Konzept kann gerade diese gegenwärtige Situation sogar eine Chance sein. Voraussetzung ist jedoch wie immer, dass eine sorgfältige Vorarbeit geleistet wird, bei der das Umfeld des zukünftigen Restaurants analysiert und eine realistische Kalkulation durchgeführt wurde.

Aktuell gelten die gleichen Regeln wie auch zu anderen Zeiten, wenn Sie ein Restaurant eröffnen möchten – allerdings ist es jetzt noch wichtiger als normal, dass diese Regeln auch beachtet werden.

Generell ist zu empfehlen, dass man als angehender Gastronomen/in Erfahrungen aus eigenem Arbeiten in einem, besser noch mehreren Restaurants, mitbringt, bevor man sich an die Eröffnung eines eigenen Betriebes macht. Dabei sollte man in allen Bereichen des Restaurant Lebens Einblicke gewonnen und daraus Lehren und Rückschlüsse für den eigenen Betrieb gewonnen haben, was danach in einem gut durchdachten Businessplan enden sollte.

1.Das eigene Restaurant-Konzept vor der Gründung klar definieren

Als erstes müssen Sie sich genau darüber im Klaren sein, was für eine Art von Restaurant, mit welcher Zielgruppe und mit welchem Speiseangebot Sie eröffnen wollen. Dies ist die Grundlage, denn davon abhängig sollte der Standort, das Design und Ambiente des Restaurants entwickelt werden.

Genauso sollten Sie schon einen Einblick in die wichtigsten Vorschriften bezüglich des Gebäudes, seiner Räumlichkeiten, Ausstattung und v.a. der hygienischen Vorgaben gewinnen. Diese Erkenntnisse müssen dann auch in den Businessplan einfließen.

2.Das Umfeld des zukünftigen Restaurants vor der Eröffnung erkunden

Sprechen Sie mit Ihren potenziellen Nachbarn und lernen diese kennen.

Vor Restaurant Eröffnung die Nachbarschaft kennenlernen

a) Mit Geschäftsleuten sprechen: Es wird Sie erstaunen und für Sie sehr wichtig sein, wie viel Sie von den Geschäftsleuten Ihrer zukünftigen Nachbarschaft erfahren und somit lernen können.

b) Mit Vorbesitzern und dem Team sprechen: Dieser Lerneffekt ist sogar wichtiger, wenn Sie ein bereites bestehendes Restaurant übernehmen wollen. In diesem Fall sollten Sie mit dem früheren Betreiber, seinen Angestellten, aber nach Möglichkeit auch mit ehemaligen Gästen sprechen.

c) Mit Menschen aus der Umgebung und der potenziellen Zielgruppe sich unterhalten: Hilfreich sind sicher auch Gespräche mit Anwohnern, die einen Einblick in das soziale Umfeld und damit auch der Kaufkraft, sowie den Wünschen und Bedürfnissen, vermitteln.

3.Erstellen Sie vor Restaurant Eröffnung ein Finanzplan

Finanzplan für Restauranteröffnung erstellen

Die Kosten für die Eröffnung eines Restaurants können schnell in die Höhe schießen, da es sich hierbei, im Gegensatz zu beispielsweise einem mobilen Imbisswagen, um ein stationäres Ladenlokal handelt, das komplett eingerichtet werden muss.

Dabei sind zahlreiche Brandschutz-, Sicherheits- und Hygienebestimmungen zu beachten, die alle Kosten mit sich bringen, an die viele vor Restaurant Gründung nicht gedacht haben.

Zusätzlich zum Interieur kommen natürlich noch die Gründungskosten hinzu, die sich je nach Rechtsform auch stark unterscheiden, weswegen Sie sich vorher für eine Rechtsform (Einzelunternehmen, GbR oder eine GmbH) entscheiden müssen.

Erstellen Sie einen Finanzplan mit Budget und halten sich dann auch an diesen, weil sonst die Kosten explodieren können. Ein strukturiertes Budget ist der erste Schritt zur Optimierung und Minimierung Ihrer Restaurant-Kosten, da es Ihnen hilft, einen genauen Überblick über Ihre Ausgaben zu bekommen – beispielsweise müssen Arbeits-, Haus- und Inventarkosten klar bilanzmäßig gegenübergestellt werden.

Es reicht aber nicht aus, einen Finanzplan nur zu erstellen und diesen dann in eine Schublade zu packen., Stellen Sie sicher, dass Sie diesen permanent auch auch nach der Restaurant Eröffnung im Auge behalten, sowie notwendige Anpassungen vornehmen und sich dann wiederum an diese halten. Das Festhalten an Ihrem Budget sollte Ihnen helfen, unvorhergesehene Umstände zu überwinden.

Der nächste Schritt ist die Beschaffung des notwendigen Kapitals. Das Erlangen von Fremdkapital zur Restaurant-Gründung, ist auf Grund der hohen Rate an Betrieben, die scheitern, sicher nicht gerade einfach.  Die möglichen Finanzierungsarten sind Banken, Privatkredite, aber denken Sie auch an die Zusammenarbeit mit einer Brauerei, die manchmal auch Kredite bereitstellen kann.

Nicht vergessen sollten Sie die Möglichkeiten der stattlichen Förderung. Hierbei gibt es häufig Zuschüsse die je nach Art des Unternehmens, Ortes und der Personen unterschiedlich ausfallen.

4.Vor der Restaurant Eröffnung eine Speisekarte erstellen

Speisekarte für Restaurant Eröffnung

Die Speisekarte ist das Aushängeschild eines Restaurants und sollte daher sehr sorgfältig überlegt und auch mit anderen (Familienmitglieder, zukünftige Mitarbeitern, etc.) besprochen werden – ganz wichtig ist auch die Marketingoptimierung Ihrer Speisekarte, da Ihnen eine marketingoptimierte Karte einen 5 bis 6 stelligen Betrag im Jahr zusätzlich einbringen kann.

Überlegen Sie bei der Erstellung der Karte genau die Auswahl an Speisen, die Sie dauerhaft Ihren Gästen anbieten möchten und solche, die unter anderen Gesichtspunkten gelegentlich angeboten werden.

Bei den Speiseangeboten sind natürlich auch verschiedene Richtlinien zu beachten, wie z.B. die Kennzeichnung von Allergenen.  

Ferner sind die Sprache und das Layout der Speisekarte von großer Bedeutung (dies ist schließlich Ihr bester „Botschafter und Verkäufer“, mit dem jeder Ihrer Gäste in Kontakt kommt).

Nicht nur seit Corona sind digitale Speisekarte stark im Kommen, die z.B. anhand eines QR-Codes, der auf der Tischmitte aufgeklebt ist, aufs Handy geladen werden können oder aber auf Tablets installiert den Gästen übergeben werden.

5.Reflexionsphase vor der Restaurant-Eröffnung: Alles nochmal durchdenken

Bevor Sie sich in die Eröffnungsphase begeben, sollten Sie bisher Erarbeitetes mit anderen  Personen nochmals durchgehen. Erstellen Sie einen übersichtlichen Ordner oder eine Präsentation mit dem kompletten Konzept , in dem die Location, Bilder von der geplanten oder bereits vorhandenen Einrichtung, die Speisekarte, die Preise und was sonst noch für das zukünftige Restaurant von Relevanz ist, enthalten sind. Natürlich ist es immer Hilfreich, das Paket mit einem Restaurant Berater, also einem Experten aber auch mit Personen Ihrer potenziellen Zielgruppe durchzugehen.

Am Ende der Reflexionsphase sollte auch der Name für das Restaurant feststehen, wobei Sie sich vorher schon eine Liste mit potentiellen Namen zurechtgelegt haben sollten und nun aufgrund der Gespräche endgültig festlegen.

6.Vor der Restaurant Eröffnung die Lebensmittelpreise und Lieferkonditionen verhandeln

Restaurantbetreiber müssen die Lebensmittelkosten und die Ausgaben fest im Blick haben, da diese einen großen Teil des Budgets in Anspruch nehmen. Je besser die Preise mit Lieferanten verhandelt werden, je weniger teure Artikel bestellt werden und Abfall vermieden wird, desto geringer werden die laufenden Kosten ausfallen – und desto höher ist Ihr Gewinn.

7. Schriftliche Vereinbarungen vor Restaurant Eröffnung

Selbstverständlich sollten alle Vereinbarungen schriftlich festgehalten werden.

Vertrag für Restaurant Eröffnung

Dies ist umso wichtiger, wenn Sie mit Partner(n) ein Restaurant gründen, dann ist es unerlässlich, einen schriftlichen Partnerschaftsvertrag aufzustellen, der notariell beglaubigt oder zumindest von einem Rechtsanwalt abgesegnet wird.

Sie müssen sich mit Ihrem Partner u.a. darüber einigen:

  • wie Investitionen getätigt werden,
  • wer welche Arbeit erledigt und
  •  wie die Gewinne investiert oder verteilt werden.

Es ist so gut wie sicher, dass zwei oder mehr Personen irgendwann in der Zukunft über diese Fragen uneins sein werden, und wenn man vor Restaurant Gründung keine Einigung erzielt, kann dies zu teuren Rechtsstreitigkeiten oder sogar zur Auflösung des Unternehmens  führen.

8. Eine Website für das Restaurant erstellen

Restaurant Webseite vor der Gründung

Erstellen  Sie eine  Website oder lassen Sie sich von Experten eine zusammenstellen, die  mehr als eine einfache Online-Visitenkarte ist.

Ihre Webseite sollte:

  • die Qualität und das Erlebnis in Ihrem Restaurant widerspiegeln,
  • ein Gästemagnet sein, der die Leute auf Ihre Website (durch Suchmaschinenoptimierung) und dann aber auch
  • in  Ihr Restaurant bringt (Coversion-Optimierung).

Stellen Sie dabei sicher, dass die Seite „mobile-responsive“ ist, also auf allen Mobilgeräten gelesen werden kann. Es sollte im mindesten Falle selbstverständlich sein, dass Ihre Adresse,  Telefonnummer, Kontaktformular und eine Wegekarte auf der Website gut sichtbar angezeigt werden.

Falls das Budget für eine anständige Webseite fehlt, sollten Sie zumindest Ihre Google My-Business und eine Facebook-Seite mit den zugehörigen Bewertungsportalen, wie Yelp, TripAdvisor, uws.  eingerichtet haben, was alles kostenlos ist (wobei WordPress Themes für Restaurants eine sehr kostengünstige Lösung mit vielen Vorteilen darstellen).

9.Personalplanung vor der Restaurant Eröffnung

Rechtzeitig vor der Restauranteröffnung sollte das notwendige Personal, welches als größter Kostenfaktor bereits bei der Kalkulation berücksichtigt wurde, angeworben, eingestellt und eingewiesen werden.

Es ist sinnvoll, dies frühzeitig zu tun, d.h. spätestens, wenn alle juristischen und verwaltungsmäßigen Belange geklärt sind und damit die Eröffnung Ihres Restaurants Konturen angenommen hat.

Bedenken Sie, dass gutes Personal (sehr!) rar ist und es wurde schon darauf hingewiesen, dass man die Personalfrage bei der Erkundung der Umgebung des zukünftigen Restaurants (Gespräch mit etwaigem Vorbesitzer)  im Hinterkopf haben sollte.

10.Die Restaurant Eröffnung

Der erste Eindruck lässt sich nicht korrigieren, er ist der wichtigste. Dies weiß jeder aus eigener Lebenserfahrung und somit gilt diese Aussage für den ersten Eindruck auch von Ihrem Restaurant – der Eröffnung.

Restaurant wird eröffnet mit Schild

Viele Restaurantbesitzer machen bei der Planung den Fehler, fast ihr komplettes Budget in die Einrichtung zu stecken, sodass nur noch wenig fürs Marketing übrigbleibt. Tatsache ist aber, dass wenn Sie keine Marketinganstrengungen für Ihr Restaurant unternehmen und Menschen von Ihrem Restaurant mitbekommen, Ihre Tische leer bleiben werden.

Es wurde bereits erwähnt, dass heutzutage eine Website ganz selbstverständlich zu einem modernen Restaurant gehören; das gilt auch für die Nutzung der sozialen Medien. Social Media hat zudem den Vorteil, dass das Profil des Restaurants kostenlos erstellt und damit auch Personen kostenlos erreicht werden können; also sind Facebook und eventuell auch Instagram hier unumgänglich.

Um jedoch viele potentielle Gäste schnell zu erreichen ist weiterhin bezahlte Werbung im Social Media-Bereich notwendig, ebenso wie bezahlte Werbung im Internet und das Verteilen von Flyern vor der Eröffnung.

Noch besser ist es, sich einen kompletten Restaurant Marketingplan zur Eröffnung zu erstellen, in dem weitere Methoden, wie strategische Partnerschaften, Bewertungsportal-Optimierung, Email-Kampagnen, Public Relations, … enthalten sind. Falls Sie dabei Hilfe brauchen, können Sie sich hier für ein kostenloses Erstgespräch vormerken lassen.

Wie Restaurants No-Shows reduzieren und in den Griff bekommen

Leider kennt das jede Person, die ein Restaurant besitzt oder leitet, nur zu gut:

Reservierungen wurden angenommen und eingetragen, Tische und Personal vorbereitet, doch die Gäste melden sich nicht ab und erscheinen einfach nicht – eine  typische No-Show. Und No-Shows können, wenn sie häufig auftreten, zu einem 5-6 stelligen Verlust im Jahr führen und auch einen großen Anteil daran haben, wenn Restaurants scheitern.

Was man unter No-Shows versteht

Mit „No-Show“ bezeichnet man generell Touristen, Gäste und Personen, die eine gebuchte Reise nicht antreten, ein reserviertes Hotelzimmer nicht beziehen oder auch im Fokus der kommenden Zeilen Restaurantgäste, die es versäumen ihre Reservierung im Restaurant abzusagen und dennoch nicht erscheinen.

Häufige Gründe für No-Shows

Dabei können die Gründe für „No-Shows“ vielfältig sein:

  • Die Reservierung wurde vergessen,
  • ein anderer Termin kam dazwischen,
  • eine oder mehr Personen wurden krank,
  • die Reservierung war nur prophylaktisch,
  • v.m.

Die finanziellen Folgen von No-Shows

Was auch immer der Grund sein mag, die Enttäuschung für das Restaurant ist groß – aber der finanzielle Schaden noch größer. Der Tisch blieb unbesetzt, konnte nicht für andere Gäste genutzt werden und die vorbereiteten Speisen wurden weder gegessen noch bezahlt.

In der Pandemie, in der Restaurants mit weniger Personal, erheblich reduzierter Kapazität und weiteren vielfältigen Einschränkungen arbeiten mussten, waren diese „No-Shows“ in jeder Hinsicht noch gravierender, so dass diese zu den Top 10 Themen bei Gastronomieberatungen hier wurden.

Mittelmäßig bis gut laufende Restaurants machen ca. die Hälfte ihres abendlichen Umsatzes mit Reservierungen, wobei Gäste im Schnitt, je nach Kategorie, ca. 25-35 € ausgeben.

Rechenbeispiel, was No-Shows ein Restaurant kosten können

Nehmen wir ein Restaurant mit 100 Plätzen, 50 davon wurden reserviert und 10% der Reservierungen werden nicht eingehalten. In diesem Fall wäre das ein Verlust von 150 € pro Tag, also fast 5.000 € im Monat und 60.000 € im Jahr.

Nun kann man in einigen Kategorien sogar von einer No-Show Rate von 20%  ausgehen – was ein entgangener Umsatz von 120.000 € im obigen Beispiel entspricht.

Einfach keine Reservierungen mehr annehmen, um No-Shows gar nicht erst entstehen zu lassen?

Jetzt könnte man auf die Idee kommen – wie viele Restaurants es tatsächlich machen – keine Reservierungen mehr anzunehmen und nur noch auf Laufkundschaft zu setzen. Doch diesen Gedanken sollten Sie schnell fallen lassen, denn über Reservierungen machen Sie in der Regel sehr gute Gewinne.

Dies gilt erst recht während der Pandemie, denn hier kommt noch hinzu, dass in vielen Bundesländern – sofern kein Lockdown herrscht – Reservierungen, Namens- und Adressenlisten von den Gästen obligatorisch sind.

Dies ist aber auch eine weitere Chance das Nichterscheinen von angemeldeten Gästen in den Griff zu bekommen und dabei auch Ihre Gäste enger an Ihr Restaurant zu binden, sie langfristig für Ihr Restaurant zu gewinnen.

Wie Restaurants und Gastronomiebetriebe am besten die No-Shows reduzieren

1. Ein gutes digitales Reservierungssystem nutzen

Vergegenwärtigen Sie sich Ihre aktuelles Reservierungsannahme:

  1. Das Telefon klingelt.
  2. Sofern Sie keine Person haben, die nur das Telefon bedient, muss jemand die gerade durchgeführte Tätigkeit unterbrechen, den Kalender/Reservierungsbuch zur Hand nehmen, nach gewünschtem Termin fragen, freie Termine nennen, usw.

Dies ist ein zeitaufwendiges und Fehler anfälliges Verfahren. Dazu kommt, dass sich die Person danach wieder in die unterbrochene Tätigkeit reindenken muss, was auch häufig schief geht.

Allerdings gibt es dafür eine Lösung, denn diese „Hand- und Kopfarbeit“ wird heute in vielen Restaurants von einem softwaregesteuerten Restaurant-Reservierungssystem übernommen, welches Ihnen zudem – je nach Anbieter der Reservierungssoftware –  auch noch weitere Vorteile bietet wie z.B.

  • Automatische Erinnerungsfunktion an die Buchung,
  • Zugriff auf Buchungsnummern in Echtzeit,
  • Autoresponder für andere Restaurant Marketing Strategien,
  • Bewertungsfunktion,
  • usw.

Durch Nutzung ein Reservierungssystems für Ihr Restaurant vermeiden Sie menschliche Fehler und reduzieren die Arbeitsbelastung für sich und Ihr Personal, so dass Sie und Ihre Mitarbeiter sich intensiver um Ihre Gäste und die Küche kümmern können.

Es gibt mittlerweile zahlreiche Anbieter von Reservierungssoftware, die Funktionen beinhalten, mit denen Restaurants No-Shows reduzieren können:

die sich in Ihre Website (häufig mit einem WordPress Plugin) integrieren oder sogar mit Ihrer Restaurantkasse verbinden lassen.

Diese Reserverierungssoftware-Angebote verfügen über allerhand Funktionen, die für die Verwaltung von Restaurant Reservierungen erforderlich sind, ohne dass Sie oder einer Ihrer Mitarbeiter an die Rezeption oder ans Telefon muss. Ihre Gäste können ihre Reservierung online, über eine App, per E-Mail oder auch durch Texteingabe vornehmen.

Sie sollten aber bei der Auswahl Ihres Reservierungssystems darauf achten, dass es zumindest folgende Anwendungsmöglichkeiten bietet:

  • Reservierungsmöglichkeiten für Ihre Kunden online über mehrere Plattformen wie Google, über eine App und Ihre eigene Website z.B. mit einem Plugin, falls Sie eine WordPress Seite für Ihr Restaurant nutzen.
  • Ihre Gäste können über diese Medien ihre Suche, Buchung, Änderung und Verwaltung der Reservierung selbst vornehmen.
  • Sie können mit Ihren Gästen in Echtzeit mit SMS und E-Mail kommunizieren – Z.B. sendet das System eine SMS oder E-Mail an die Gäste, wenn deren Tisch fertig ist, Sie erhalten eine SMS, wenn Personen sich verspäten; Gäste erhalten automatische SMS- und E-Mail-Erinnerungen an die Buchung und deren Kalender werden mit den Terminen automatisch synchronisiert.
  • Das System ermöglicht Ihnen Kontaktinformationen der Gäste zu sammeln und zu verwalten, sobald Personen einen Tisch reservieren (das Ganze natürlich DSGVO konform).
  • Das System ermöglicht Ihnen eine perfekte Verbindung zu Ihrem POS, so dass Ihre digitalen Systeme nahtlos zusammenarbeiten.

Weitere Anforderungen an die digitale Reservierungssoftware im Zuge der Corona Pandemie und den neuen Richtlinien:

  • Es hilft Ihnen bei der digitalen Einpflege Ihrer Tische- und Stühle-Anordnung, um die Eröffnungsbestimmungen in der Corona-Zeit einzuhalten und Ihre verfügbaren Restaurantplätzen optimal zu nutzen (natürlich auch sonst sehr nützlich).
  • Das System lässt sich so einstellen, dass die Sitzplatzzeiten optimiert werden, so dass Tische nur zu bestimmten Zeiten für eine bestimmte Dauer verfügbar sind, z. B. 90 Minuten pro Reservierung. Diese vordefinierten Zeiten helfen Ihnen dabei, den Gästefluss aufrechtzuerhalten und den erforderlichen Abstand (1,5 bis 2 m) zwischen den Tischen einzuhalten.
  • Das System sollte die Möglichkeit bieten, zentralisierte Gästedatensätze zu sammeln, um die Corona-bedingten Richtlinien zur Kontaktverfolgung einzuhalten.

Bonus Funktion: Das Reservierungssystem zeigt Ihnen zusätzlich die durchschnittlichen Ausgaben, die Rezensionen in den Medien und Bewertungen in den sozialen Netzwerken an.

Extra Tipp: Ergänzen Sie die Reservierungsnotizen mit Informationen zu den jeweiligen Gästen, wie z.B. Geburtstage, Allergien, Essensvorlieben oder besondere Anlässe Ihrer Gäste, so dass aus Sie diese mit dem genutzten Wissen bei den kommenden Besuchen beeindrucken können und damit aus einem zufälligen Gast ein Stammgast wird. Also bieten Sie auf der Grundlage dieser Kenntnisse treuen Stammgästen noch angenehmere Erlebnisse, so dass sie immer wieder zurückkommen.

Vereinfachen Sie Umbuchungen und Stornierungen

Es wurde schon erwähnt, dass Ihr Reservierungssystem die Möglichkeiten zur Buchung und Umbuchung enthalten sollte; es sollte aber ebenso Stornierungen ermöglichen.

Buchung und Umbuchungen sind wohl selbstverständlich, aber auch Stornierungen? Sollte man die Hemmschwelle, einen gebuchten Termin rückgängig zu machen, senken?

 Ja, denn dafür gibt es einige gute Gründe.

Sicher wollen Sie nicht, dass jemand, der sich krank fühlt oder sogar krank ist, seinen Termin in Ihrem Restaurant nur aufgrund einer Verpflichtung wahrnimmt und vielleicht andere Gäste und Ihr Team ansteckt.

Die in den meisten digitalen Reservierungssystemen integrierte Stornierungsmöglichkeit vertieft das Vertrauensverhältnis zwischen Ihnen und den Gästen, die ja rechtzeitig eine Erinnerungsmail erhalten.

Und falls diese darauf mit einer Stornierung reagieren, haben Sie immer noch die Möglichkeit, den Tisch für jemand anderen zu reservieren oder ihn der Laufkundschaft anzubieten.

Außerdem haben Sie zudem die Möglichkeit sich später bei den Gästen zu melden und sich nach deren Befinden zu erkundigen, wodurch die Kundenbindung nochmals verstärkt wird.

Eine weitere Möglichkeit der Stornierung ist ein System, mit dem Gäste per SMS oder E-Mail direkt mit Ihrem Restaurant Kontakt aufnehmen können. Wenn Sie die Stornierung so einfach wie möglich gestalten, werden sich die Gäste eher die Zeit nehmen, dies zu tun, als einfach nicht zu erscheinen.

Im nächsten Schritt wird Ihre Reservierungssoftware den Tisch automatisch online verfügbar machen, so dass dies anderen Gästen die Chance gibt zu reservieren können und Sie sich auf diese Personen dann vorbereiten können.

 Und falls Sie keine digitale Reservierungssoftware für Ihr Restaurant nutzen, können Sie es Gästen immer noch einfacher machen die Reservierung zu stornieren, indem Sie diesen so viele Optionen wie möglich anbieten, wie z.B. die Reservierung über Facebook, automatischem Anrufbeantworter, Telefon und E-Mail zu stornieren.

Eine rechtzeitig stornierte Reservierung ist weitaus besser als ein „No-Show“.

Reduzieren Sie No-Shows indem Sie Flexibilität bei den Reservierungen bieten

Eine weitere Möglichkeit die Anzahle der No-Shows zu verringern und den Reservierungsprozess für Ihre Gäste zu vereinfachen, ist das Anbieten eines Zeitfensters, in dem der Tisch reserviert bleibt, falls die Gäste etwas zu spät kommen, weil diese z.B. im Stau stecken oder auf der Arbeit aufgehalten wurden.

 Stellen Sie sicher, dass Sie diese Frist – 15 Minuten sind wohl angemessen – in Ihr Online-Reservierungssystem, Ihre Bestätigungs-E-Mail oder Ihren Erinnerungsanruf einbauen, damit die Gäste wissen, dass sie existiert!

Natürlich können, sollten Sie diese Frist sogar verlängern, wenn Gäste vorher anrufen oder eine SMS schicken, um Ihnen mitzuteilen, dass sie sich verspäten werden. Ein Entgegenkommen gegenüber dem Gast ist immer wichtig.

Wenn Sie ein wenig Flexibilität zeigen wissen Ihre Gäste, dass Sie für sie Verständnis haben; das ist in jedem Fall besser als Ihre No-Show- Rate zu erhöhen.

Erinnern Sie Ihre Gäste an deren Reservierung

In großen Teilen der bisherigen Darstellung wurde davon ausgegangen, dass Sie ein digitales Reservierungssystem nutzen, das die Reservierung automatisch vornimmt und auch damit zusammenhängende Handlungen wie Erinnerungen per E-Mail oder SMS selbst durchführt.

Dies ist – wie bereits beschrieben – hilfreich für jedes Restaurant und die Mitarbeiter, da es eine zusätzliche Sicherheit bietet, dass die Gäste wie geplant eintreffen werden. Ferner hilft es auch Ihren Gästen den Überblick über deren Restaurantbuchung zu behalten, so dass diese das kulinarische Erlebnis in Ihrem Restaurant nicht verpassen.

Sollten Sie aber kein automatisches digitales Reservierungssystem verwenden (wollen?), sei es aus Kostengründen oder weil Sie es persönlicher halten wollen und den vorherigen Kontakt mit den Gästen schätzen, dann teilen Sie Ihren Gästen bei der Reservierung mit (wie es beim automatischen Reservierungssystem auch gemacht wird), dass diese ca. 24 Stunden vor dem reservierten Termin angerufen und an ihre Reservierung erinnert werden.

Diesen persönlichen Anruf können Sie auch noch dafür nutzen, um Gäste nach deren Befinden zu fragen, ob diese besondere Wünsche haben, an die zusätzlichen Sicherheitsvorkehrungen erinnern, die Sie getroffen haben, um ein sicheres Essenserlebnis zu gewährleisten und um Personen wissen zu lassen, dass Sie sich auf deren Besuch freuen.

Finden Sie die Gründe für die No-Shows heraus, indem Sie einfach nachfragen

Gäste, die ihre Reservierung nicht wahrnehmen, können dem Gesetz nach in den meisten Fällen nicht zu Schadenersatz-Forderungen herangezogen werden. Die gesetzliche Begründung lautet, dass man kann diesen Personen in der Regel keinen Schaden nachweisen kann, da diese ja z.B. an einem für einen Abend reservierten Tisch vielleicht nur Wasser getrunken hätten.

Der Schaden tritt natürlich trotzdem auf, indem diese Tische beispielsweise nicht an andere zahlende Gäste vergeben werden können. So können die Restaurantbesitzer nur in die Röhre schauen, wenn Gäste nicht erscheinen.

Sie können aber auch das Nichterscheinen als Gelegenheit nutzen und mit den Personen in Kontakt zu treten. 

Viele Reservierungssysteme können eine Übersicht von No-Show-Gästen aufzeigen, welche auf Basis von deren Anmeldeprofil erstellt wird. Diese Informationen können Sie wiederum nutzen, um nicht erscheinende Gäste telefonisch oder per E-Mail zu kontaktieren. 

Natürlich sollte dies nicht genutzt werden um Personen Fehlverhalten vorzuwerfen, sondern um ihnen deutlich zu machen, dass Sie sie am besagten Tag vermisst haben und sich freuen würden, sie demnächst in Ihrem Restaurant wieder begrüßen zu dürfen.

Wenn Sie dies auf dem elektronischen Wege machen, dann können Sie auch einen Link zu Ihrem Restaurant, dem Social Media Profil und Ihren Bewertungsseiten anhängen.

Die meisten Gäste wissen es sicher zu schätzen, dass Sie so freundlich mit ihnen umgehen, viele haben auch ein schlechtes Gewissen, werden aber in jedem Fall wieder in Ihrem Restaurant erscheinen.

Wie Restaurants No-Shows vorbeugen können

Ein digitales Reservierungssystem ist eine sehr gute Möglichkeit No-Shows zu vermeiden oder zumindest gewaltig zu reduzieren.

Einige Restaurants, bei denen No-Shows aber weiterhin in unzufriedener Höhe auftreten, sind dazu übergegangen, zusätzliche Strategien zu nutzen, um das unangekündigte Nicht-Erscheinen zu reduzieren.

Weitere Strategien aus der Praxis, wie Restaurants No-Show reduzieren:

Reservierung nur mit hinterlegten Kreditkarteninformationen

Bei Reise- aber auch bei Hotelbuchungen ist es üblich, die Kreditkartennummer zu hinterlegen. Dies praktizieren mittlerweile auch einige Restaurants und verlangen bei Nichterscheinen eine Stornogebühr. Dies wird natürlich bereits bei der Reservierung angekündigt, sodass es sich die Gäste eher überlegen, den Temin nicht rechtzeitig abzusagen oder gar nicht erst zu erscheinen.

Digitale Reservierungssysteme bieten in der Regel auch die Möglichkeit, Kreditkartendaten zu erfassen und die Karte bei Nichterscheinen des Gastes entsprechend mit einer vorher angekündigten Gebühr zu belasten.

Da Sie Ihre Gäste aber nicht verärgern oder gar für immer verlieren möchten (auch wenn Sie einige No-Shows mit Sicherheit nicht mehr in Ihrem Haus haben möchten), könnten Sie diese Stornogebühr in einen Gutschein umwandeln, den der Gast bei seinem nächsten Besuch einlösen kann. Damit wäre diese Stornogebühr eine „Anzahlung“ für den nächsten Restaurantbesuch, den der Gast sicher wahrnehmen wird.

Eine andere Möglichkeit ist, den angekündigten Betrag gar nicht erst einzuziehen, jedoch Personen eine Nachricht zu senden, in der Sie dies positiv kommunizieren, aber die Leute nochmals darum bitten beim nächsten Mal den Termin rechtzeitig abzusagen.

Reservierungsgebühr mit der Bestellung verrechnen

Eine Variante der gerade vorgestellten Strategie wird mittlerweile in vielen amerikanischen Restaurants praktiziert, indem zwar anfangs eine Reservierungsgebühr erhoben wird, diese dann aber bei Erscheinen der Gäste mit den Bestellungen verrechnet wird. Diese Praxis ist bereits auch in Deutschland angekommen, wo in einem Hamburger Restaurant 10 € für die Reservierung verlangt und später bei der Rechnung abgezogen werden.

Einige Sterne-Restaurants gehen sogar noch einen Schritt weiter und verlangen bereits bei der Reservierung eine Vorauszahlung.

Registrieren Sie Ihre No-Shows

Einige Reservierungssysteme senden automatisch eine E-Mail an die Gäste, um sie darüber zu informieren, dass ihr Nichterscheinen registriert wurde. Das mag zwar etwas unfreundlich klingen, vor allem da erwähnt wurde, dass es besser sei, sich freundlich nach den Gründen des Nichterscheinens zu erkundigen, kann aber – je nach Art der Gäste – trotzdem eine gute Methode sein, um zukünftige „No-Shows zu reduzieren. Und die paar Gäste, die so verloren gehen, waren es eventuell gar nicht wert, als Gäste behalten zu werden (vor allem wenn Sie genug Marketingmethoden im Einsatz haben, um Gäste für Ihr Restaurant zu gewinnen und in Stammgäste zu verwandeln).

Aber auf jeden Fall ist es sinnvoll, dass Sie Ihre eigenen Aufzeichnungen über No-Show-Gäste führen. Und falls eine Person, die häufig nicht erscheint, versucht eine Reservierung vorzunehmen, sprechen Sie sie freundlich auf bisherige Versäumnisse  an und geben einen Anreiz, dieses Mal zu erscheinen. 

Oder, wenn Sie Gästen bei der Reservierung mitgeteilt haben, wie Sie bei Nichterscheinen verfahren, verhalten Sie sich gemäß Ihrer eigenen Richtlinien weigern Sie sich einen Tisch für diese Personen zu reservieren.

Keine Überbuchung Ihres Restaurants, um vermeintliche No-Shows auszugleichen

Erliegen Sie nicht der Versuchung die No-Shows durch Überbuchungen zu kompensieren. Auch wenn das früher manchmal funktioniert haben sollte, wenn Sie überbuchen und jemanden mit einer Reservierung abweisen oder Personen auf ihren Tisch warten lassen, dann laufen Sie Gefahr, treue Stammgäste zu verprellen.

Sollten Sie aber einmal durch Buchungsfehler dennoch überbucht sein, sorgen Sie dafür, dass Gäste mit einer Reservierung sofort benachrichtigt werden, um Enttäuschungen zu vermeiden.

Wenn die Gäste mit Reservierung aber bereits im Restaurant sind und warten müssen, bieten Sie ihnen eine kostenlose Vorspeise oder einen Rabatt auf ihr Essen an, um ihnen zu zeigen, dass Sie deren Zeit zu schätzen wissen und es ihnen leid tut.

Es ist besser diesen Personen einen Rabatt anzubieten und sie vielleicht etwas später wiederkommen zu lassen, als sie ganz auszuladen.

 Sie können auch den Einsatz einer digitalen Wartelisten-App in Erwägung ziehen, um zu verhindern, dass es durch Laufkundschaft oder versehentliche Überbuchungen zu Gedränge kommt, während Gäste auf einen Tisch warten.

Belohnen und loben Sie Gäste, die ihre Reservierung pünktlich einhalten

Würdigen Sie das pünktliche Erscheinen der Gäste, die reserviert hatten. Begrüßen Sie sie sie mit einer kleinen Vorspeise, Häppchen o.ä.; wichtig ist die Geste, dass Sie deren pünktliches Kommen honorieren. Diese belohnende Verhaltensweise wird auch von den anderen Gästen registriert und sich herumsprechen, sodass Sie auch auf diese Weise die No-Shows reduzieren.

No-Shows und Absagen auf Grund der Corona-Unsicherheit

Selbstverständlich sollten Sie in der gegenwärtigen Lage die aktuelle Situation berücksichtigen und dementsprechend darauf reagieren.

 So müssen Sie natürlich Ihre Sicherheitsvorkehrungen im Restaurant über die sozialen Medien, Ihre Internetseite und andere Kommunikationskanäle unterrichten. Und bei Reservierungen teilen Sie diese Vorkehrungen Ihren Gästen noch einmal mit.

Falls Sie eine digitale Reservierungssoftware im Restaurant oder eine Reservierungs-App nutzen, dann integrieren Sie alle notwendigen Sicherheitsinformationen dort. Dazu gehört, dass Sie Ihre Gäste einerseits beruhigen, weil Ihr Restaurant ja alle notwendigen Vorkehrungen getroffen hat, andererseits äußern Sie aber auch Verständnis, wenn Gäste deren Reservierung zurücknehmen – aber bieten Sie ihnen dann Abholung der Speisen im Restaurant an oder falls Sie einen Lieferservice für Ihr Restaurant eingeführt haben, dass Personen von dort bestellen können.

Schlussbetrachtung zur Reduktion von No-Shows

Lässt sich das Nichterscheinen von Gästen, die einen Tisch im Restaurant reserviert haben vollkommen verhindern, so dass Sie nie wieder eine Reservation haben, die nicht wahrgenommen wird?

Leider nein, denn es gibt einfach zu viele unvorhersehbare Dinge, die trotzdem passieren  können. Aber wenn Sie die hier beschriebenen Maßnahmen umsetzen und durch Ihren Service und gutes Marketing eine besondere Bindung zu Ihren Gästen haben, dann können Sie die Anzahl der No-Shows extrem verringern und die Problematik besser in den Griff bekommen.