Restaurant Marketingplan erstellen oder für Hotel: Die Anleitung

Jedes Restaurant und Hotel sollte einen Marketingplan haben. Denn wie Seefahrer eine Landkarte brauchen um das Ziel zu erreichen, so muss auch ein Gastronomiebetrieb wissen, wo dieser hin möchte und wie er dahin kommt. Der Marketingplan ist sozusagen die Landkarte zu einem erfolgreicheren und profitableren Restaurant oder Hotel (alle in diesem Beitrag erwähnten Punkte gelten auch bei Marketingplänen von Hotels und anderen Gastronomiebetrieben, nicht nur Restaurants).
Restaurant Marketingplan erstellen

Trotzdem läuft die Restaurant Werbung häufig zufällig ab. Hier wird mal eine Anzeige geschaltet, dort kurzerhand ein Flyer gedruckt, zwischendurch noch eine Sonderaktion in den Terminplan gezwängt – Alles in der Hoffnung, dass die Marketingmethoden irgendwie funktionieren! Dabei ist es weitaus wirksamer und vor allem günstiger, das Restaurant Marketing nach einem System und strukturiert zu betreiben. Genau dafür brauchen Sie einen Marketingplan.

Was ist ein Marketingplan?

Ein Marketingplan stellt weit mehr als die gewöhnlichen 4Ps (Produktpolitik, Preispolitik, Distributionspolitik, Kommunikationspolitik) des institutionellen Marketings dar.

Ihr Restaurant ist nicht abgeschottet von der Außenwelt. Großartiges Marketing beinhaltet eine effektive Positionierung, eine geordnete Ausführung und Implementierung sowie die gesamten Marketinganstrengungen IN Ihrem Restaurant und die Interaktionen mit der Aussenwelt.

Analysen und Hintergrundinformationen zum Markt bilden die Grundlage des Marketingplan, auf der spätere Entscheidungen getroffen werden. Dies sind Wissen und Fakten zu Ihren Mitbewerbern, Ihren Kunden und Gäste, Finanzaspekte, die Werbevergangenheit, die lokale Branchenumgebung und aussenstehende Faktoren, die Ihr Restaurant beeinflussen.

Der strategische Marketingplan sollte für ein oder mehrere Jahre aufgestellt werden und diese Komponenten enthalten:

  • Beschreibung des Wettbewerbes mit deren Stärken und Schwächen.
  • Die Stärken, Schwächen und Chancen Ihres Unternehmens.
  • Beschreibung Ihrer Zielgruppe, derer Wünsche und Bedürfnisse.
  • Die Ziele in den wichtigsten Bereichen Ihres Unternehmens (nicht nur Umsatz) für den im Marketingplan gesetzten Zeitraum.
  • Die Auflistung und Verteilung Ihrer Ressourcen.
  • Ihre geplanten Marketingtaktiken und -aktionen kommen dann in den taktischen Teil des Marketingplan.

Das klingt nun weitaus komplizierter als es in Wirklichkeit gemacht werden kann, obwohl ein perfekter Marketingplan natürlich alle diese Punkte in ausführlicher Form enthält. Aber einfach ausgedrückt, legen Sie Ihre Unternehmensziele fest, überlegen wo Sie sich gerade befinden und danach finden Sie die Strategien, wie Sie diese Ziele schrittweise erreichen.

Dabei ist es besser, wenn sie sich auf wenige Ziele konzentrieren – und diese dafür genau anvisieren!

Einzig der Prozess der Zusammenstellung eines Marketingplans für Ihr Restaurant oder Hotel, bringt Sie schon um Meilen voran. Denn durch die Befassung mit diesem Theme legen Sie den Fokus auf den wichtigsten Bereich Ihres Unternehmens, welcher Ihr Umsatzwachstum am stärksten (neben Innovationen) beeinflusst: das Marketing. Dies hat zur Folge, dass Sie in den kommenden Monaten auch unterbewusst an Ihrem Restaurant Marketing arbeiten und es werden Ihnen ständig neue Ideen kommen, einzig und allein deshalb, weil Sie sich eine zeitlang intensiv mit dem Thema befasst haben (obwohl ich Ihnen empfehlen würde STÄNDIG und AKTIV Marketing zu betreiben).

7 weitere Vorteile eines Marketingplans

“Ein Ziel ohne Plan ist nur ein Wunsch.” – Antoine de Saint-Exupéry

Ja, auch Antoine de Saint-Exupéry hat das schon erkannt. Aber es gilt auch für Ihr Marketing und damit für Ihr Unternehmen. Ihr Marketingplan ist das essenzielle Dokument, welches garantiert, dass Ihr Marketing auch umgesetzt wird – und nicht dem Zufall überlassen.

Hier haben Sie sieben weitere Gründe, warum Sie einen Marketingplan brauchen.

  • Die Planung schriftlich festzuhalten, bringt Sie zum tiefgründigen Nachdenken. Der Prozess hilft Ihnen dabei Ihr Unternehmen besser zu verstehen, Ihre Kunden und Gäste näher kennenzulernen und Ihre Marktumgebung besser einzuschätzen. Dies bringt Ihnen Klarheit bei den Entscheidungen im Unternehmen, eine Vielzahl neuer Ideen und ermöglicht Sie früher mögliche Probleme erkennen zu lassen, um darauf effektiv reagieren zu können.
  • Planung ist der Schlüssel für jedes Projekt. Marketing bildet hier keine Ausnahme. Nicht (richtig) zu planen führt dazu, dass Sie Ihr Budget verschwenden, dass Sie von einer Gelegenheit zur nächsten hin- und hergerissen werden, in der Hoffnung, dass irgendwas mehr Umsatz bringt. Aber die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass dies nichts bringt. Aber der Zeit- und Geldeinsatz, den Sie in die Erstellung eines Marketingplans stecken, ist nur ein Bruchteil davon, was Sie sonst verschwenden könnten, nicht nur an entgangenem  Umsatz, sondern auch an den Chancen, die Sie verpassen, weil Sie den Fokus auf die falschen Dinge legen.
  • Die Erstellung eines Marketingplans verwandelt Ihre Ziele in klare Handlungsschritte, die Sie Schritt-für-Schritt näher an deren Erreichung bringen. Eine Vision für die Zukunft zu haben ist schön und gut – aber erst die richtige Planung lässt diese Vision zur Realität werden. Nur so erkennen Sie genau, was gemacht werden muss, wann dies getan werden muss und wie.
  • Ein Marketingplan bringt Fokus und hält Sie auf der Straße. Es ist eine durchdachte, systematische Herangehensweise an Ihr Marketing, welche sicherstellt, dass alles fließend zusammen funktioniert. Der Marketingplan kann Sie davon abhalten, den Blick für das Wesentliche zu verlieren, sich im beschäftigen Geschäftsalltag strategisch zu verirren, was sonst Ihrer Marke schaden könnte und Sie natürlich Zeit und Geld kosten würde.
  • Ein Marketingplan ist wie eine Landkarte. Er garantiert zwar nicht, dass immer alles nach Plan ablaufen wird, denn alle Pläne müssen flexibel sein; aber wenn sich Ihre Situation ändert oder unvorhergesehene Herausforderungen auftreten, hilft Ihr Marketingplan Ihnen dabei, trotzdem die Ziele nicht aus den Augen zu verlieren und diese neuen Hindernisse leichter und schneller zu umschiffen.
  • Ein Marketingplan hilft Ihnen dabei Ihre Ressourcen bestmöglich einzuplanen, so dass Ihnen nicht auf halbem Weg das Geld für die wirkungsvollsten Marketingmethoden ausgeht.
  • Ein Plan liefert Ihnen die Benchmarks und Checks, so dass Sie erkennen können, welche Dinge funktionieren – und welche nicht. Wenn Sie beispielsweise im nächsten Jahr überlegen, in welche Marketingstrategien Sie mehr investieren sollten, dann können Sie dies dank dem Marketingplan aus dem letzten Jahr feststellen. Außerdem können Sie im Laufe des Jahres auch untersuchen, welche der jeweiligen Strategien Sie Ihren Zielen näher bringen und welche angepasst oder eventuell gestrichen werden müssen. Ihr Marketingplan hilft Ihnen schneller zu sehen, falls etwas schiefläuft und was zu tun ist.

Das sollte als Motivation nun genügen, dass Sie damit Sie sobald wie möglich beginnen Ihren Marketingplan zu erstellen. Im Folgenden finden Sie die wichtigsten Teile des Marketingplans  und falls Sie bei der Marketingplan Erstellung Unterstützung möchten, können Sie hier eine Anfrage senden.

Die verschiedenen Teile des Marketingplans

Hier habe ich nun einige Teile des Marketingplans aufgelistet, zu denen Sie sich Gedanken machen sollten. Weiterhin finden Sie nützliche Fragen, die Sie sich dabei stellen sollten.

Der Ausgangspunkt beim Marketingplan: Ihr Restaurant oder Hotel

Marketingplan-UnternehmensanalyseIm ersten Teil des Marketingplans analysieren Sie Ihr Unternehmen und lernen es vom strategischen Blickwinkel aus genau kennen. Denn erst wenn Sie genau wissen, wo Sie sich befinden, was Sie gut machen und wo Verbesserungspotenzial steckt, können Sie sich an das Finden der Strategien machen, welche das ausnutzen.

Zu Anfang des Marketingplans sollten diese Art von Fragen beantwortet werden:

  • Was zeichnet Ihr Restaurant aus?
  • Was machen Sie besonders gut, bzw. was können Sie unternehmen, damit Sie angenehmer und aufregender als Ihre Wettbewerber sind (als Inspiration 50 Gründe für einen Restaurantbesuch )?
  • Können Sie in einem Satz beschreiben, weshalb Gäste Sie auswählen sollen?
  • Was ist Ihr innovativer Wettbewerbsvorteil?
  • Welche Stärken und Schwächen können Sie identifizieren?

Der Unternehmensfokus beim Marketingplan: Ihr Zielmarkt

Danach geht es in Ihrem Marketingplan um Ihre idealen Gäste und in diesem Zusammenhang beschreiben Sie Ihre Kunden und Gäste so genau wie möglich. Denn nachdem Sie Ihre Gäste genau kennen, können Sie die Marketingstrategien identifizieren, die Ihnen am besten mehr von diesen Personen bringen, sind Sie in der Lage Ihre Werbebotschaft so anzupassen, damit diese überzeugend und motivierend für Ihre Zielgruppe wird und Sie entdecken Innovationsmöglichkeiten, um den Besuch in Ihrem Unternehmen noch angenehmer für diese Personen zu gestalten.

Marketingplan-ZielgruppenanalyseUm in diesem Teil des Marketingplans ein klareres Bild zu erhalten und auf Ideen zu kommen, können Sie sich die Antworten auf diese Fragen überlegen:

  • Wer sind Ihre idealen Gäste genau?
  • Was sind deren Wünsche und Bedürfnisse?
  • Wie viel geben diese durchschnittlich aus?
  • Wie häufig kommen sie vorbei?
  • Kommen sie eher alleine oder in Gruppen?
  • Wo kaufen sie noch ein?
  • Welchen anderen Unternehmen oder Personen vertrauen sie?
  • Was erwarten Ihre Gäste von einem Besuch bei Ihnen?
  • Wie wird sich Ihr Zielmarkt in den nächsten Jahren entwickeln?
  • Welche Faktoren haben einen großen Einfluss darauf?
  • Welche Medien konsumieren Ihre Kunden?
  • Gibt es einen weiteren Markt, der interessant wäre und den Sie noch nicht bedienen?

Externe Einflussfaktoren beim Marketingplan: Ihre Mitbewerber 

In diesem Teil des Marketingplans analysieren Sie Ihre Mitbewerber mit deren Stärken und Schwächen. So entdecken Sie Bereiche, die in Ihrem Unternehmen verbessert werden könnten und Strategien, wie Ihr Unternehmen hier aufholen bzw. den Vorsprung weiter ausbauen kann.

  • Einige Fragen, die Sie sich innerhalb der Marketingplan-Gestaltung dabei stellen sollten:
  • Wer sind Ihre direkten Wettbewerber?
  • Welche Unterschiede gibt es zwischen Ihnen und Ihren direkten Wettbewerbern?
  • Was zeichnet Ihre Mitbewerber aus und was machen diese außerordentlich gut?
  • Wer sind Ihre indirekten Wettbewerber und was zeichnet diese aus? Mit Freunden grillen, wäre beispielsweise ein indirekter Wettbewerber zu vielen Restaurants. Genau genommen sind alle möglichen Aktivitäten am Abend indirekte Wettbewerber, da diese Personen abhalten könnten in Ihr Unternehmen zu kommen).

Die Richtung vom Marketingplan: Ihre Unternehmens- & Marketingziele

Marketingplan-ZielsetzungNun geht es in Ihrem Marketingplan darum, dass Sie die Ziele festlegen, die Sie mit Ihrem Unternehmen erreichen wollen, damit Sie im nächsten Teil die Strategien identifizieren und festlegen können, die Sie an diese Ziele bringen. Bei den Zielen ist es wichtig, dass Sie sich nicht nur hinsichtlich des Gastronomie Umsatzes Ziele setzen, sondern auch in anderen Gebieten. Hierzu gehört beispielsweise die Anzahl der Gäste, wie viele Events Sie veranstalten möchten, wie das Unternehmen wahrgenommen werden soll, wie viele strategische Partner Sie hinzugewinnen möchten, usw. .

Genauso ist es wichtig, dass Sie die Ziele in Ihrem Marketingplan richtig beschreiben, nämlich genau, mit einem Zeitrahmen versehen und messbar, so dass Sie feststellen können, ob sich das Unternehmen dem Ziel nähert und dieses in einem angemessenen Zeitrahmen erfasst. “Mehr Gäste aus aus dem Internet gewinnen” ist somit kein gut formuliertes Ziel. Besser wäre es zu schreiben:” Bis zum 31.12.2018 insgesamt 2000 Reservierungen zu erhalten, 800 davon bis zum 01.07.2018.”

Zur Hilfe nun mehrere Fragen, die Sie sich innerhalb dieses Teils vom Marketingplan stellen sollten:

  • Was möchten Sie beispielsweise in einem Jahr erreichen?
  • Wollen Sie die Anzahl Ihrer Gäste erhöhen, wenn ja, wie viele mehr?
  • Soll Ihr Restaurant einen anderen Personenkreis anziehen?
  • Wie viel möchten Sie mehr verdienen?
  • Wie viele Events veranstalten?
  • Möchten Sie neue Produkte einführen? Bis wann?
  • Soll Ihre Homepage neu gestaltet werden? Bis wann fertig?
  • Möchten Sie eine bestimmte Gästeanzahl aus einem bestimmten Werbemedium erzielen (z.B. Facebook)
  • Wie viel Freizeit möchten Sie haben?

Tipp: Ich stelle meinen Klienten manchmal diese etwas seltsam klingende Fragen, um herauszufinden, was deren wichtigsten Ziele und Herausforderungen sind, damit wir mit Priorität daran arbeiten können. 

Die Frage lautet:

„Nehmen wir an, ich hätte einen Zauberstab. Und mit diesem Zauberstab erfülle ich Ihnen einen Wunsch in Ihrem Unternehmen. Was würden Sie sich für Ihr Unternehmen wünschen?“

Also überlegen Sie sich, was das wichtigste Ziel für Sie ist sowie welche anderen Ziele eventuell damit zusammenhängen und tragen Sie diese dann in Ihren Marketingplan ein.

Der Taktischer Teil des Marketingplans: Marketingmaßnahmen und Werbemethoden festlegen

Marketingplan-MaßnahmenplanungHaben Sie erst einmal die Ziele festgelegt, ist es wichtig zu überlegen, wie Sie diese erreichen. Wenn Sie auf einer Landkarte Ihren Zielort gefunden haben, müssen Sie im nächsten Schritt auch überlegen, mit welchen Verkehrsmitteln Sie dieses erreichen.

In diesem Marketingplan Abschnitt wählen Sie die deshalb die unterschiedlichen Marketingaktionen aus und legen fest, wann Sie diese starten (dies kann auch nur halbjährlich oder kurzfristiger gemacht werden – tatsächlich legen wir im Rahmen des Coachings immer nu die Taktiken für die kommenden 3 Monate fest).

Marketingtaktiken für Ihren Marketingplan sind beispielsweise:

  • Weiterempfehlungs-Aktionen,
  • Kooperationen mit anderen Unternehmen,
  • Upselling und Cross-Selling Angebote,
  • Guerilla-Marketing-Aktionen,
  • zusätzliche Produkte und Dienstleistungen anbieten,
  • Werbemailings,
  • Email Marketing,
  • Einsatz eines besseren WordPress Themes für die Gastronomie Webseite,
  • Newsletter,
  • Sonderevents,
  • Promo-Aktionen,
  • Gewinnspiele,
  • Rabattaktionen,
  • Erstellen von effektiven Speisekarten,
  • Gutscheinaktionen,
  • Radiowerbung,
  • Werbeanzeigen,
  • Premiumdienste,
  • PR Aktionen,
  • Optimierung des Telefons/ Bestellung- & Reservierungsannahme/ Serviceleistung,
  • Internet Werbung,
  • Fernsehspots,
  • Radiowerbungen,
  • Interviews,
  • Abo-Service einführen,
  • Kunden-Wiedergewinnungskampagnen,
  • Marketingoptimierung der Speisekarte,
  • Wohltätigkeitsaktionen,
  • Suchmaschinenwerbung,
  • Kochkurse,
  • Sonderaktionen an Feiertagen,
  • usw.

Und das waren bei weitem nicht alle Möglichkeiten. Aber diese Liste sollte Ihre Kreativität angeregt haben und Sie können nun in Ihrem Restaurant Marketingplan festlegen, welche Maßnahmen Sie wann und wie durchführen möchten.

Budget und Ressourcenverwendung im Marketingplan

Schließlich geht es noch um die Budgetplanung für Ihre gewählten Werbestrategien und Geschäftsentwicklungsstrategien, damit Sie sich hinsichtlich Budget, Personal, Zeit und Arbeitsaufwand nicht übernehmen.

Aus diesem Grund können Sie sich diese Fragen für den letzten Teil des Marketingplans stellen:

  • Welche Ressourcen können und werden Sie zum Erreichen der Ziele einsetzen?
  • Wie viel Geld können Sie in Ihr Marketing investieren?
  • In welchen Bereich konkret?
  • Wie viel werden geplante Restaurant Werbeaktionen schätzungsweise kosten?

Der fertige Restaurant oder Hotel Marketingplan

Wenn Sie alle diese Informationen haben, können Sie Ihren Marketingplan ausformulieren.

Beschränken Sie sich dabei auf das Wesentliche und denken Sie daran:

Ihr Marketingplan ist Ihre Landkarte, die Sie zu einem erfolgreicheren Restaurant oder Hotel leitet.

Halten Sie ihn deshalb möglichst kompakt und übersichtlich. Ein unwissender Betrachter sollte in wenigen Momenten den Marketingplan verstehen können.

Häufig ist es nützlich eine Mindmap als Übersicht zu erstellen.

Wenn Sie den Marketingplan fertig gestellt haben, werden Sie feststellen, dass Sie sich um ein ganzes Stück besser fühlen. Es ist ein gutes Gefühl Klarheit zu haben, zu wissen wo man steht, wo man in den kommenden Monaten hinmöchte und was man dafür tun muss. Und der Marketingplan gibt Ihnen genau diese Sicherheit und nicht mehr das Gefühl irgendwie planlos durch die Businesswelt umherzuirren.

Also beginnen Sie sobald wie möglich damit Ihren Marketingplan zu erstellen. Und falls Sie dabei Unterstützung möchten, sind Sie gerade nur einen Klick davon entfernt.

Restaurant Werbung: Simple Strategien, Tricks und Beispiele

Restaurant Werbung zu betreiben, ist anders als herkömmliches Marketing.
Problematisch ist, dass viele Gastronomen versuchen die Werbung von großen Unternehmen aus dem Fernsehen, Radio oder Zeitungen zu kopieren und so daran scheitern, Personen für einen Restaurantbesuch zu motivieren.

Restaurant Werbung ist anders

Denn Restaurant Werbung unterscheidet sich in mehreren Punkten von der Werbung aus anderen Branchen:

    1. Die Werbung ist meist lokal ausgerichtet und sollte daher nur Personen in einem gewissen Umkreis ansprechen
    2. Die Auswahl eines Restaurants erfolgt relativ unterschiedlich: Viele Menschen planen ihren Besuch eine ganze Weile im voraus, andere besuchen gewohnheitsmäßig ihr “Stammlokal”, manche feiern dort besondere Gelegenheiten, usw.
    3. Das Werbebudget eines Restaurants ist weitaus geringer, als das eines Unternehmens, welches bundesweit wirbt. Daher kann sich ein großes Unternehmen nicht-funktionierende Werbung leisten. Hingegen sollte die Restaurant Werbung immer so ausgelegt sein, dass sie in mehreren Wochen mindestens für sich selbst bezahlt.

Die unterschiedlichen Möglichkeiten Ihren Gewinn zu steigern

Die Aufgabe der Restaurant Werbung sollte nicht nur darin liegen mehr Gäste in Ihr Haus zu holen. Ganz im Gegenteil: Sie sollte sich eher auf andere Faktoren konzentrieren.

Denn es gibt 4 Möglichkeiten, wie sich der Gewinn und Umsatz in der Gastronomie steigern lässt:

      • Mehr Gäste
      • Gäste kommen häufiger
      • Gäste geben durchschnittlich mehr Geld aus
      • Gäste sind Ihnen länger treu

Was glauben Sie welches die anstrengendste Methode ist – aber in welche trotzdem am meisten investiert wird?

Genau. Mehr Gäste gewinnen.

Dabei ist es weitaus einfacher Gäste dazu zu motivieren häufiger zu kommen, im Durchschnitt mehr auszugeben und die Treue dieser Gäste zu steigern.

Doch da die meisten Gastronomen erst einmal mehr Gäste brauchen, habe ich hier eine Liste für Sie zusammengestellt, welche einige Methoden für die einzelnen Faktoren aufzeigt und die Sie Ihr Restaurant Marketing nutzen können:

1. Anzahl der Gäste erhöhen

      • Weiterempfehlungssysteme: Ihre Gäste mit einem System dazu motivieren Ihr Restaurant weiter zu empfehlen.
      • Neue Gäste am Break-Even Punkt gewinnen: Das bedeutet, wenn Sie wissen, wie viel Ihnen ein durchschnittlicher Gast über die Dauer seiner Treue einbringt, dann können Sie es sich leisten, beim seinem ersten Besuch nichts zu verdienen (z.B. Gratis Gutscheinversand an Ärzte, Rechtsanwälte; 2 für 1 Angebote,..).
      • Joint Venture bzw. strategische Partnerschaften mit anderen Unternehmen: Andere Unternehmen empfehlen Ihr Restaurant an deren Kunden weiter (z.B. mit Essensgutscheinen, Gewinnspielen,..).
      • Direkt Mailings an ausgesuchte Mailinglisten.
      • Auf Ihrer Speisekarte um Empfehlungen und Bewertungen bitten.
      • Spezielle Events und Sonderveranstaltungen (z.B. Weinkostabend, Ausstellungen, Prominente,…).
      • Eine USP (Alleinstellungsmerkmal) entwickeln: Dominos Pizzaservice hatte: “Frische Pizza in 30 Minuten oder Geld zurück” und wurde so zu einem Multi-Millionen Euro Unternehmen.
      • Publicity nutzen: Sich beispielsweise lokal engagieren und dadurch in den Zeitungen und im Radio erwähnt werden (z.B. Schulkindern kochen beibringen oder gesündere Ernährung).
      • Spezielles Gastronomie WordPress Theme wählen, welches mehr Besucher bringt und das Image verbessert.
      • Bezahlte Internet Werbung: Sie können beispielsweise bei Google Adwords rechts bei den Suchergebnissen stehen, wenn jemand “italienisches Restaurant West Berlin” eingibt..

2. Häufigkeit der Besuche erhöhen

      • Häufig mit den Gästen kommunizieren: Newsletter mit lokalen Informationen, Geburtstagsbriefe, Jahrestag, Hochzeitstag, Feiertagsbriefe, …
      • Ihren Gästen Produkte und Dienstleistungen von Partnerunternehmen anbieten und dadurch Provisionen erhalten (der umgekehrte Fall von dem obigen Joint Venture Beispiel
      • Sonder Events (Sonderevents bringen nicht nur viele neue Gäste, sondern motivieren bestehende Gäste auch dazu häufiger zu kommen
      • Besondere Preisanreize: Neue Gerichte, Treuekarten,…
      • Gäste anschreiben, die schon lange nicht mehr da waren

3. Durchschnittlich ausgegebenen Betrag erhöhen

      • Upselling und Cross-Selling: Ähnliche oder höherwertige Dinge/Gerichte zusätzlich anbieten
      • Preise erhöhen
      • Beim Speisekarten erstellen darauf achten, dass diese marketingtechnisch optimiert sind
      • Profil Ihrer Gerichte oder Ihres Restaurants ändern, um als qualitativ höherwertiger wahrgenommen zu werden (siehe 50 Gründe für einen Restaurantbesuch)

4. Treue der Gäste erhöhen

      • Häufige Kommunikation um immer im Hinterkopf zu bleiben: Newsletter usw. (siehe oben)
      • besonderes Erlebnis schaffen
      • Erwartungen übertreffen
      • “inaktive” Gäste kontaktieren
      • Werbung, die einen Mehrwert bietet und den Menschen weiterhilft

Gute Beziehungen und regelmäßiger Kontakt zu den Gästen sind der Schlüssel zum Erfolg

In der Gastronomiebranche ist es besonders wichtig eine gute Verbindung zum Gast herzustellen. Der Gast muß sich wohlfühlen. Die Location muß stimmen. Die Bedienung muß stimmen. Das Essen muß stimmen. Mit anderen Worten, der gesamte Besuch sollte ein Erlebnis für ihn sein.

Doch je nach Restaurant, verlangen Kunden nach einem anderen Erlebnis. Daher sind die Gründe für einen Restaurantbesuch auch so unterschiedlich (Hier finden Sie übrigens 50 Gründe für einen Restaurantbesuch).