Neue Mitarbeiter und Fachkräfte im Restaurant halten

Das Halten von gutem Personal ist eines der Hauptprobleme, die fast alle Restaurants haben. Zwar ist es in ländlichen Gegenden nochmals um einiges schwieriger gute Mitarbeiter zu finden und zu halten, doch selbst in großen Städten mit vielen Einwohnern haben gastronomische Betriebe Personalprobleme. Häufig ergibt es sich, dass man Mitarbeiter*innen, nach denen man lange gesucht und sie eingelernt hat, bereits nach wieder nach einigen Wochen kündigen – im Schnitt passiert dies bei ca. 30%.

Diese hohe Fluktuationsrate beim Personal kommt Restaurants teuer zu stehen, erschwert den Betriebslauf und macht die Führung eines gastronomischen Betriebes zu einer noch größeren Herausforderung als sie ohnehin schon ist. 

Es gilt also Strategien zu entwickeln, um die neuen Mitarbeiter zu halten, sich intensiv um sie zu kümmern, so dass keine großen Probleme entstehen und beide Seiten die kritischen ersten Wochen gut überstehen. So haben Gastronomen auch mehr Zeit für das Restaurant Marketing und Innovationen, die den Umsatz ankurbeln.

7 Tipps, um neue Mitarbeiter zu halten und an das eigene Unternehmen zu binden

1.Neue Mitarbeiter*innen bereits vor Beginn allen bekannt machen

Stellen Sie Ihren neuen Mitarbeiter*innen – am besten mit Bild und einigen positiven Informationen zur Person – bereits einige Tage vorher auf Ihrer Informationstafel, Ihrem schwarzen Brett vor. Dies gibt den anderen Teammitgliedern die Gelegenheit, ihre neuen Kollegen*innen kennenzulernen und bereits am ersten Tag mit Namen anzureden, was den neuen Mitarbeiter*innen ein gutes Gefühl bringt und Wertschätzung vermittelt.

Sollten Sie ein größeres Restaurant leiten, dann könnten Sie neuen Teammitgliedern auch einen kompetenten Kollegen, der Ihr ganzes Vertrauen hat und Ihre Vision vom Restaurant teilt, zur Seite stellen. So hat jede jede neue Person jemanden, an den sie/er sich wenden kann und findet sich schneller zurecht.

2.Nicht im Hochbetrieb beginnen lassen

Lassen Sie Ihre neuen Mitarbeiter nicht an einem arbeitsreichen Tag (in der Regel am Freitag, Wochenende oder an  Feiertagen) den Dienst beginnen. An einem ruhigeren Arbeitstag kann das neue Teammitglied von allen in Ruhe begrüßt und in die neue Arbeit eingeführt werden. So wird vermieden,  dass sie von der vielen Arbeit und der Hektik „erschlagen“ werden, was ansonsten viele dazu bringt das Handtuch werfen.  Ähnliches gilt auch für den Schichtwechsel an solchen Tagen, damit neue Teammitglieder nicht von der Aufregung, Hektik und Übergabe-, Übernahmeprobleme überfordert werden.

Das bedeutet natürlich nicht, dass sie ständig mit Samthandschuhen behandelt werden müssen und nie mit der vielen und hektischen Arbeit in Ihrem Restaurant konfrontiert werden. Schließlich soll gleichzeitig ja vermieden werden, dass vermeintlich ungeeignete Mitarbeiter*innen unnötig lange im Betrieb arbeiten. Aber 2 oder 3 leichte Tage um die Orientierung zu gewinnen und dann mit ein wenig mehr Selbstvertrauen in der Hauptzeit zu arbeiten, ist sicher eine gute Strategie, damit neue Mitarbeiter*innen nicht gleich am ersten Tag kündigen.

3.Mitarbeiterhandbuch und schriftlicher Leitfaden

Führen Sie in Ihrem Restaurant ein Mitarbeiterhandbuch mit schriftlichen Unterlagen (fast genauso wichtig wie ein Businessplan oder ein Marketingplan) für die Orientierungsphase und übergeben Sie dieses am besten bereits beim Einstellungsgespräch. So können neue Teammitglieder bereits am ersten Arbeitstag darauf zurückgreifen und eventuelle Fragen werden schnell geklärt. Dies gilt natürlich auch für notwendige Informationen wie Brandschutzverordnungen und Erste Hilfe-Hinweise.

Zeigen Sie Ihren Mitarbeitern, dass Ihnen deren Erfolg wirklich am Herzen liegt, und haben Sie einen schriftlichen Plan, wie Sie sie mit allem am schnellsten und einfachsten vertraut machen. So machen Sie neue Mitarbeiter*innen am schnellsten zu fähigen und verlässlichen Teammitgliedern. 

4.Monotone und unangenehme Arbeiten reduzieren oder vereinfachen

Natürlich lassen sich viele monotone und unangenehme Arbeiten nicht vermeiden, aber ein guter Teil kann zumindest vereinfacht und reduziert werden. Dazu gehört die Annahme von Reservierungen, was durch ein digitales Reservierungssystem durchgeführt werden kann. Hier wird nicht nur Zeit und Arbeit gespart, sondern zusätzlich lässt sich dies meist effektiver erledigen und mit weiteren Marketingmethoden automatisch verknüpfen.

Aber auch die Systematisierung von Geschäftsprozessen und Tätigkeiten, kann vieler dieser Arbeiten für Ihr Personal einfacher gestalten und deren Durchführung verlässlicher mit gleichbleibender Qualität. Digitale Kassensysteme erleichtern ebenso die Bestellannahme, erfordert jedoch eine gewisse Einarbeitung für neue Teammitglieder.

5.Visitenkarten für alle Teammitglieder

Sie haben sicher auch Visitenkarten Ihres Restaurants am Ein-, Ausgang parat liegen. Überlegen Sie sich, ob nicht jedes Teammitglied auch persönliche Visitenkarten erhalten sollte. Diese Karten kosten nicht viel, führen aber dazu, dass sich die Mitarbeiter*innen ein wenig mehr ans Unternehmen gebunden fühlen. Außerdem sind solche Visitenkarten ein simpler Werbeträger, den Ihre Mitarbeiter*innen an Freunde und Bekannte weitergeben können. Falls Sie Visitenkarten für Ihre Mitarbeiter haben, dann achten Sie darauf, dass neue Teammitglieder diese vor ihrem ersten Arbeitstag erhalten – das ist ebenfalls ein Zeichen der Wertschätzung. 

6.Als gutes Vorbild allen voran gehen

Vermitteln Sie Ihren Mitarbeitern – nicht nur den neuen – einen guten  Eindruck von Ihrem Restaurant, indem Sie selbst gut organisiert sind, sowie alles professionell vorbereitet ist und durchgeführt wird. Dies betrifft natürlich auch Ihre Mitarbeiter- , Schulungshandbücher und alle notwendigen Formulare, die immer vorrätig, gepflegt und weiterentwickelt werden sollten.

7.Positive Aufmerksamkeit und Wertschätzung entgegenbringen

Kümmern Sie sich um Ihre Teammitglieder und um die neuen Mitarbeiter*innen sogar etwas mehr. Positive Aufmerksamkeit, Bestätigung und Wertschätzung durch den Chef während der ersten Arbeitswochen ist besonders wertvoll und motivierend für neues Personal. Es beweist Ihre Fürsorge und Ihr persönliches Interesse an diesen Personen.

Neue Mitarbeiter halten – Die simple Grundlage

Erinnern Sie sich daran wie aufregend die ersten Tage, Wochen für Sie am Beginn Ihres Arbeitslebens waren, welche positiven und negativen Erfahrungen Sie damals gemacht haben. Vermeiden oder zumindest reduzieren Sie die negativen Erlebnisse für (nicht nur) neue Teammitglieder und erhöhen die positiven.

Nutzen Sie Ihre Erfahrungen und hinzugewonnenen Erkenntnisse zum Wohle aller Beteiligten, indem Sie ein gut durchdachtes System haben, sich gut um Ihre neuen Mitarbeiter*innen zu kümmern und die Chancen stehen gut, dass Sie weniger Fluktuation und ein glücklicheres, produktiveres Team – und damit ein erfolgreicheres Restaurant – haben werden. Denn Mitarbeiter*innen im Restaurant zu halten, ist ein wichtiger Baustein, wenn es darum geht die Betriebskosten im Restaurant zu senken. Das Gleiche gilt, wenn Sie den Umsatz mit Hilfe Ihres Teams steigern wollen – Personen, die schon länger und gerne in Ihrem Restaurant arbeiten, sind weitaus besser darin Ihnen zu helfen den durchschnittlich ausgegebenen Betrag zu erhöhen.

7 Möglichkeiten den Umsatz Ihres Personals zu steigern

In wirtschaftlich schwierigen Zeiten stehen Unternehmenseigentümer und Geschäftsführer manchmal unter starkem Druck Wege zu finden, ihre Einnahmen zu erhöhen. Sie lassen sich dann oft auf haarsträubende und kostspielige Sonderangebots-Aktionen ein, in der Hoffnung, dass sie damit ihren sinkenden Umsatz irgendwie wiederbeleben können. Oder, wie einige Manager von großen Ketten es oft tun, wird das Unternehmen expandiert im Glauben, durch die Eröffnung möglichst vieler neuer Niederlassungen in der Lage zu sein, den letzten Cent aus der Stammkundschaft herausquetschen zu können.

Anstatt Ihr Geld zu verschwenden mit zweifelhaften Veranstaltungen, wirkungsloser Werbung und Lockangeboten, die nur die billigste Kundschaft anziehen, sollten Sie folgende 7 Werkzeuge implementieren und nutzen, um aus Ihrem bestehenden Restaurant und Personal das Maximum herauszuholen.

1. Die Mitarbeiter sollen sich mit dem Restaurant identifizieren

Alle Betriebe sind erfolgreicher, wenn sie es schaffen, dass ihre Mitarbeiter das Gefühl haben, ein Teil des Unternehmens zu sein. Ein Weg dies zu tun ist es, die Mitarbeiter so zu schulen, damit sie Ihre Bar oder Ihr Restaurant als das behandeln, was es ist: ein professionelles Unternehmen. 

Natürlich ist dieses Thema sehr umfassend und beinhaltet unterschiedliche Belohnungsstrukturen, Trainings, Integration in die Unternehmenskommunikation, besodnere Weiterbildungen,… und geht sogar bis zur Teilhaberschaft.

Aber zu Anfang geht es erst einmal um etwas ganz simples, dass Sie gleich machen können und durch dass Ihnen die Mitarbeiter höhere Umsatzzahlen bringen.

Visitenkarten für die Mitarbeiter

Manchmal bedeutet dies auch, den Mitarbeitern eigene Visitenkarten mit deren Namen zur Verfügung zu stellen. Mitarbeiter-Visitenkarten sind aus drei Gründen eine tolle Sache: 

Erstens geben sie dem Mitarbeiter die Möglichkeit, für das Unternehmen zu werben, statt einen externen Dienstleister damit zu beauftragen, Werbung zu machen und Flugblätter zu verteilen. In 99% der Fälle erfolgt mit der Übergabe der Visitenkarte auch die wichtigste Form der Werbung: die Mundpropaganda. 

Visitenkarten fungieren ebenfalls als ständige Erinnerung daran, dass es Ihre Einrichtung gibt, und – was noch wichtiger ist –  dass der Empfänger der Karte dort jemanden „kennt“ und deshalb eher noch einmal vorbeischaut. Dies verbessert die Folgegeschäfte und den Aufbau einer Stammkundschaft, und erhöht die Wahrscheinlichkeit von Besuchen unter der Woche (Sonntags – Donnerstags).

Mitarbeiter in der Bedienung und Barkeeper sind bekannt dafür, Werbung in eigener Sache zu betreiben. Gleichzeitig werben sie jedoch auch immer für Ihr Restaurant. Es ist unnötig zu betonen, dass Visitenkarten ebenfalls dazu beitragen, dass Ihre Service-Mitarbeiter ihre Arbeit als Beruf sehen und nicht nur als Nebenjob. Dies erhöht die Chancen, dass sie ein professionelles Auftreten und eine professionelle Beziehung zu ihrem Arbeitsplatz pflegen und ihre tägliche Arbeit mit Stolz ausführen.

2. Ausbildung – Auf das richtige Training kommt es an: 

Je besser Ihre Mitarbeiter über die Produkte auf Ihrer Speise- und Getränkekarte informiert sind, desto leichter wird es für sie sein, den Gästen Ihre vielfältige und besondere Auswahl anzupreisen. Als Resultat probieren die Gäste für sie neue Produkte aus und generieren so einen höheren Umsatz für Ihr Restaurant 

Führen Sie für Ihre Mitarbeiter tägliche oder wöchentliche Verkostungen von den Speisen, Produkten und Getränken mit der besten Gewinnmarge sowie allen außergewöhnlichen Angeboten durch. 

Stellen Sie Unterlagen zu den Verkostungen sowie Zusatzinformationen zu den Produkten bereit, vor allem zu den Lebensmitteln. Setzen Sie sich für Weiterbildungen in diesen Bereichen ein.

Lassen Sie Ihre Mitarbeiter an regionalen und nationalen Likör-, Bier-, Wein-, sowie Gastronomie Messen teilnehmen. Solche Besuche erhöhen deren Wissen und gleichzeitig Loyalität zu Ihrem Unternehmen und lassen sie voller neuer Ideen und Begeisterung zurückkehren.

3. Prämien und Anreize – Belohnen Sie Ihre Mitarbeiter für deren besonderen Einsatz

Nichts motiviert Barkeeper und Kellner mehr als klingende Münze – es sei denn, es handelt sich um ein Gratis-Wellness Wochenende. 

Manchmal können große, langfristige Anreize Wunder bei der Mitarbeitermotivation bewirken. 

Wählen Sie Produkte mit einer hohen Gewinnspanne und setzen Sie erreichbare Verkaufsziele für Ihr Team – und ebenfalls ein paar sehr schwer oder unerreichbare. 

Hier ist der Schlüssel: Knausern Sie nicht mit Belohnungen! 

Anreize funktionieren nur dann wirklich gut, wenn es das Endergebnis für die Mitarbeiter wert ist. 

Belohnungen müssen nicht immer aus Reisen oder Geld bestehen. Dem oder der zu Belohnenden an einem Tag der Wahl frei zu geben kann manchmal besonders effektiv zu sein, vor allem, wenn es sich bei diesem Tag um Silvester, Valentinstag, Erntedankfest oder „Oktoberfest-Tag“ handelt. 

Sie werden staunen, wie schnell Ihre Umsätze nach oben schießen werden.

4. Effektives und selektives Up-Selling – Steigern Sie den durchschnittlichen Bestellbetrag

Einen Weg, um mehr Geld zu verdienen, besteht darin, mehr hochpreisige Essens- und Getränkeoptionen zu verkaufen. Auch wenn Sie mit teueren Artikeln manchmal schlechtere Gewinnmargen erzielen, so ist das Nettogewinnpotenzial insgesamt jedoch höher – so dass Sie mehr Geld verdienen.

Einige Artikel sind wegen ihrem Verhältnis zwischen Gewinnmarge,  Nettogewinn, Serviergeschwindigkeit, Branding und wahrgenommenem Wert besser für das Up-Selling geeignet als andere. 

Pizza ist ein gutes Beispiel für diese Art von Artikel. 

Es ist ein Produkt mit einer hohen Gewinnmarge, das schnell und einfach verkauft werden kann, geringe Kosten verursacht und eine hohe Kundenzufriedenheit erzielt, auch wenn es nicht das Einkommenspotential eines Filet Steaks besitzt. 

5. Planung – Nutzen Sie die besonderen Fähigkeiten Ihres Personals: 

Oft wird versäumt, die Persönlichkeit der Mitarbeiter kennenzulernen und zu berücksichtigen, obwohl dies ein wichtiger Aspekt des Management-Prozesses ist. 

  • Wer unter Ihren Mitarbeitern ist am kontaktfreudigsten? 
  • Wer ist der Intellektuelle im Team? 
  • Wer hat die besten Manieren beim Kontakt mit dem Gast? 
  • Wer ist der beste Entertainer?
  • Wer hat interessantes Trivialwissen?
  • Welche besonderen Hobbies haben Ihre Teammitglieder

Nutzen Sie dieses Wissen, um Ihr Team an den für sie bestgeeigneten Positionen zu platzieren.

Eine laute, gesellige Servicekraft kann absolut angemessen während der stressigen Happy Hour in der Bar sein; aber ist sie auch für die Bedienung während des gehobenen, feinen Abendessens geeignet? 

Notieren Sie die von jedem einzelnen Mitarbeiter erzielten Umsätze und sehen Sie sich genau an, wo und wie Ihr Personal in der Bedienung und an der Bar ihre Umsätze macht. 

Schauen Sie sich Ihre Verkaufszahlen an, sowie den Produkt-Mix für jeden einzelnen Mitarbeiter im Laufe der letzten sechs Monate. 

  • Stammt ihr Umsatz aus Volumenverkäufen oder dem Verkauf von hochpreisigen Produkten? 
  • Sind Ihre Servicekräfte gut im Anbieten von Vorspeisen und Hauptgerichten, jedoch weniger erfolgreich, was den Verkauf von Nachtischen und Digestifs anbelangt? 
  • Oder sind sie Experten im Verkauf des Vier-Gänge-Menüs, dies jedoch auf Kosten des Wein-, Bier- oder Spirituosenverkaufs? 

Solche Überlegungen werden Ihnen helfen, die Bereiche zu identifizieren, die Sie am einfachsten verbessern können.

6. Der flüssige Ablauf im Betrieb

Räumen Sie alle Hindernisse aus dem Weg, welche die Fähigkeit Ihrer Mitarbeiter, Bestellungen aufzunehmen, weiterzugeben, auszuführen und zu servieren, verlangsamen könnten.

Wenn z.B. Ihre Mitarbeiter den Betrag des zurückzugebenden Wechselgeldes erraten müssen, weil diese schlecht im Rechnen sind und Ihr Restaurant keine digitale Bezahllösung nutzt (was unklug wäre), so ändern sie dies. 

Wenn Ihre Bar aufwendige Cocktails in hohen Stückzahlen serviert, könnte es sinnvoll sein, die Herstellung der Drinks, die sich am besten verkaufen, zu systematisieren. Sie können dies tun, indem Sie einen Teil oder sogar das gesamte Rezept unmittelbar vor dem Beginn des betriebsamen Tagesgeschäfts in Serie vorbereiten lassen – solange die Qualität auch konstant bleibt. 

Falls Ihre Bar oder Restaurant ein elektronisches Kassensystem verwendet, so ist es wichtig, dass dieses korrekt funktioniert und frei von Kabelsalat ist, damit Ihre Mitarbeiter zügig und effizient darauf zugreifen können. Positionieren Sie Funktionen zur schnellen Bezahlung auf dem Bildschirm und ordnen Sie die am häufigsten bestellten Artikel in einer einfach zugänglichen ‚Schnellleiste’ an. Somit muss niemand unnötig auf der Seite hinunterscrollen. 

Es ist ebenfalls ratsam, Ihre Speise- und Getränkekarten in der gleichen Art und Weise zu optimieren, so dass die Gäste in der Lage sind, sich schnell und einfach einen Überblick über Ihr Angebot zu verschaffen. 

Vermeiden Sie zu viele Gerichte und unnötige Fachwörter in den Beschreibungen, die Ihren Gästen Verständnisprobleme bereiten. Reduzieren Sie die Gesamtzahl der angebotenen Produkte und finden Sie Wege, die Speisen und Getränke mit der besten Gewinnmarge hervorzuheben, indem Sie sie optisch von dem übrigen Angebot abheben (dies ist übrigens ein Element der Speisekarten-Optimierung).

7. Die richtige Vorbereitung

Durch Unvorbereitetsein und Schusseligkeit verlieren Sie bares Geld. 

Je mehr Zeit Ihre Service-Kräfte damit verbringen, falsch aufgenommene Bier- und Limobestellungen zu ändern, leere Getränkereserven neu aufzufüllen, fehlendes Besteck nachzureichen oder Tische abzuräumen, desto weniger Zeit verbringen sie damit, Produkte zu verkaufen und so Ihrem Restaurant Geld einzubringen. 

Stellen Sie sicher, dass Ihr gesamtes Team, von der Küchenmannschaft bis zu den Mitarbeitern hinter der Bar, mit Einsatz daran arbeitet, den größtmöglichen Umsatz in Ihrem vollbesetzten Restaurant oder Bar zu erzielen. 

Als Geschäftsführer*in steht Ihnen außerdem die entscheidende Rolle zu, dafür zu sorgen, dass alle Produkte und Zutaten stets vorrätig sind. Nichts ist schlimmer, als wenn Ihr begabter Kellner zwei 375 Euro Champagnerflaschen an den feiernden Tisch gebracht hat, und Sie anschließend feststellen müssen, dass Sie vergessen haben, davon nachzubestellen.

Wie Sie Ihren Kundenservice verbessern

Ein Beitrag aus dem GastroInsider Newsletter:

Im letzten Meeting der GastroInsider Platin Gruppe (in der ich mit mit Gastronomen 4 Mal im Jahr treffe und wir gemeinsam am Restaurant Erfolg arbeiten) hat ein Mitglied berichtet, dass ihr Restaurant gerade den besten Sommer der Unternehmensgeschichte hatte, sowohl bezüglich der Gästezahlen, des Umsatzes aber auch der Rentabilität. 

Neben dem besseren Marketing macht sie ,,die Beziehung zu den Gästen und den Kundenservice” als primären Grund für ihren Erfolg verantwortlich.

Ihre Einstellung beschreibt sie wie folgt: „Menschen müssen generell nicht aus dem Haus gehen, um zu essen. Aber wenn sie doch tun, dann gehen wir sicher, dass wir deren Erwartungen in jeder Weise übertreffen.“   

Und diese Einstellung spüren die Gäste, was zu häufigeren Besuchen, mehr Weiterempfehlungen, höheren durchschnittlichen Bons, mehr Trinkgeld und besseren Bewertungen im Internet führt. Der Nebeneffekt der besseren Bewertungen ist ein höheres Ranking, was nochmals zu mehr Gästen aus dem Internet führt.

Also sprachen wir in der Runde darüber, was sie genau in ihrem Restaurant getan hat, um ihr Team dazu zu bringen, so tolle Arbeit zu leisten.

Hier sind einige Dinge, die sie gesagt hat:

1. Regelmäßige Meetings und Schulungen:

,,Wir trainieren die Mitarbeiter täglich, indem wir vor den Mittag- und Abendessen-Schichten Extra Meetings abhalten.“ 

2. Ständig am Service arbeiten und verbessern

,,Bei diesen Meetings konzentrieren wir uns in jeder nur denkbaren Weise auf den Service und wie wird diesen verbessern können. Dazu gehört  sicherzustellen, dass kein Müll auf dem Boden liegt, über ein freundliches Lächeln, bis hin zu Augenkontakt mit den Gästen, wenn wir Bestellungen aufnehmen und natürlich aussergewöhnliche Gesten, mit denen wir Personen überraschen und begeistern.“ 

Damit aber kein falscher Eindruck entsteht: Natürlich sind auch Verkaufstechniken, Erlangung von Bewertungen, Up-Selling, Empfehlungen,… Themen dieser Meetings, allerdings geht es gerade um etwas anderes.

3. Wiederholen und sicherstellen, dass alle auf der gleichen Wellenlänge sind  

„Ich gehe alles durch und ich denke, indem ich das täglich tue, gibt es den Bedienungen, Kellnern, Geschirrabräumern und dem gesamten Team das Selbstvertrauen in jeder Situation zu wissen, wie sie damit umgehen müssen.“  

4.Gäste so behandeln, wie andere die eigene Mutter behandeln sollen 

,,Ich sage ihnen immer, sie sollen die Gäste so behandeln, wie sie gerne hätten, dass jemand ihre Mutter behandelt… niemand will jemals, dass jemand gemein zu seiner Mutter ist…“ 

5. Gute Beziehung zum Team und für alle da sein

,,Ganz ehrlich denke ich, dass es einfach die positive Verstärkung ist, die sie von uns erhalten und auch die Tatsache, dass sie wissen, dass sie mit jedem Problem zu mir oder einem meiner Assistenten kommen können und es ruhig und professionell behandelt wird.“  

Die Umsatz- und Gästezahlen können sich sehen lassen

,,Wir arbeiteten uns von 30-50 Mittagessen an einem sonnigen Urlaubstag letztes Jahr zu 160-305 Mittagessen dieses Jahr vor und wir haben mit unseren Abendessen die 800er Marke geknackt… unglaubliche Zahlen und wir sind so stolz!!“

Wollen auch Sie Ihre Verkaufszahlen und die Rentabilität verbessern? Ein Weg könnte sein, Ihren Service weiter zu verbessern. Lassen Sie es sich von jemandem sagen, der es getan hat und die oben genannten Praktiken in den Tagesablauf integriert hat.   

Toller Service wie dieser passiert nicht einfach aus Zufall. Es läuft darauf hinaus, was Sie jeden Tag gewohnheitsmäßig tun, um Ihre Mitarbeiter täglich  zu trainieren, zu erinnern, zu coachen und zu motivieren.  

Dafür bekannt zu sein, dass Ihr Restaurant den besten Service der Stadt zu bieten hat, könnte der beste Weg sein, in diesen schwierigen wirtschaftlichen Zeiten erfolgreich zu sein.