Umsatz steigern

Hochzeitspaket Restaurant: Preise, Pakete & Upselling

Ein Restaurant in Süddeutschland bot jahrelang Hochzeiten "auf Anfrage" an. Jeder Preis wurde individuell kalkuliert. Jedes Angebot war ein Unikat. Ergebnis: 6

Michael Krause
Michael Krause
24. Februar 202618 Min. Lesezeit
Hochzeitspaket Restaurant: Preise, Pakete & Upselling

Ein Restaurant in Süddeutschland bot jahrelang Hochzeiten "auf Anfrage" an. Jeder Preis wurde individuell kalkuliert. Jedes Angebot war ein Unikat. Ergebnis: 6 Hochzeiten pro Jahr, Durchschnittsumsatz 5.200€ pro Feier.

Dann haben sie auf ein 3-Paket-System umgestellt. Drei klare Pakete. Drei Preispunkte. Drei Leistungsstufen.

Im Jahr darauf: 14 Hochzeiten, Durchschnittsumsatz 9.800€.

Selbes Restaurant. Selbe Küche. Selbes Team. Nur ein anderes System.

Der Hochzeitsmarkt in Deutschland ist 6,2 Milliarden Euro groß (WeddyPlace, 2024). 349.200 Paare haben 2024 geheiratet. Das durchschnittliche Hochzeitsbudget liegt bei 15.452-17.006€ (Bridebook, 2024-2026) — und der größte Einzelposten ist Location + Catering mit 42-50% des Gesamtbudgets.

Das sind 7.800-8.600€ pro Hochzeit — für DICH.

Wenn du weißt, wie du dein Hochzeitspaket strukturierst und kalkulierst.

Was du in diesem Artikel lernst:

  • Warum Einzelangebote dich Geld kosten — und wie das 3-Paket-System deine Hochzeitsumsätze verdoppelt
  • Konkrete Preise pro Person für Bronze, Silver und Gold (mit Kalkulation)
  • 7 Zusatzleistungen die Paare gerne buchen — und die deine Marge um 40-60% steigern
  • Raummiete, Mindestausgaben und welches Modell Brautpaare am besten akzeptieren
  • Die Angebotsmappe die 80% der Fragen beantwortet bevor das Paar anruft

Key-Takeaways

Was Warum das wichtig ist
3 Pakete schlagen Einzelangebote Brautpaare wollen wählen, nicht verhandeln. Drei klare Optionen beschleunigen die Entscheidung und erhöhen den Durchschnittsumsatz.
113-200€ pro Person ist der Markt Location + Catering durchschnittlich 113€/Gast (Bridebook). Premium-Restaurants können 165-200€+ verlangen.
Getränke sind der Margen-Turbo Getränkepauschalen haben 60-80% Marge — der profitabelste Teil des gesamten Hochzeitspakets.
7 Upsells bringen +3.000-5.000€ pro Hochzeit Sektempfang, Dessert-Buffet, Mitternachtssnack, Signature-Cocktails, Deko, DJ, Fotobooth — 60% der Paare buchen 3+ davon.
80 Gäste ist der Durchschnitt Bei 80 Gästen × 135€ = 10.800€ pro Hochzeit. Plus Upselling: 13.000-16.000€.
Die Angebotsmappe verkauft für dich Eine professionelle PDF-Mappe ersetzt 80% der Erstgespräche — und positioniert dich als Profi statt als "Restaurant das auch Hochzeiten macht."

Warum Einzelangebote dich Geld kosten — und was stattdessen funktioniert

Ich sehe denselben Fehler in hunderten Restaurants die Hochzeiten anbieten:

Ein Brautpaar ruft an. "Was kostet eine Hochzeitsfeier bei Ihnen?" Du setzt dich hin, kalkulierst, schickst ein Angebot. Individuell. Für dieses eine Paar. Mit diesen einen Wünschen.

Das Paar sagt: "Können Sie auch X? Und was kostet Y einzeln? Und geht es billiger ohne Z?"

Du kalkulierst nochmal. Und nochmal.

Am Ende hast du 3 Stunden in ein Angebot investiert. Das Paar bucht — oder auch nicht. Und beim nächsten Paar fängst du von vorne an.

Das Problem ist nicht nur die Zeitverschwendung. Es ist die Preisinkonsistenz. Wenn jedes Angebot ein Unikat ist, können Brautpaare nicht vergleichen. Und du auch nicht. Du weißt am Jahresende nicht: Was war mein durchschnittlicher Umsatz pro Hochzeit? Was war meine Marge? Wo lag mein Sweet Spot?

Die Lösung kommt aus einem Prinzip das ich seit 23 Jahren in der Gastronomie anwende — und das direkt von der Speisekarte übertragbar ist:

Niemand geht in ein Restaurant und sagt: "Kochen Sie mir irgendwas, und dann sagen Sie mir den Preis." Das wäre absurd. Stattdessen gibt es eine Karte. Mit klaren Optionen. Klaren Preisen. Klarer Entscheidung.

Genau das brauchst du für Hochzeiten: Drei Pakete. Drei Preise. Drei klare Entscheidungen.

Das 3-Paket-System hat einen psychologischen Vorteil der wissenschaftlich belegt ist: Wenn Menschen drei Optionen sehen, wählen sie instinktiv die mittlere. Nicht die billigste (zu wenig). Nicht die teuerste (zu viel). Die goldene Mitte.

Es gibt einen psychologischen Trick bei der Gestaltung dieser drei Pakete — den Decoy-Effekt — der dafür sorgt, dass bis zu 73% der Brautpaare zum mittleren Paket greifen. Die exakte Konfiguration und warum das günstigste Paket eine bestimmte Struktur haben muss, behandle ich regelmäßig im Newsletter.

Was du jetzt tun kannst: Wenn du aktuell Einzelangebote machst — schreib die letzten 5 Hochzeitsangebote nebeneinander. Was war der niedrigste Preis? Was der höchste? Die Spanne zeigt dir, wie viel Geld du durch fehlende Struktur verlierst.


Das 3-Paket-System: Bronze, Silver, Gold — so baust du es auf

Hier ist die konkrete Paketstruktur. Preise basieren auf aktuellen Marktdaten: Der Durchschnitt liegt bei 113€ pro Gast für Location + Catering (Bridebook, 2026). Premium-Restaurants in Metropolregionen können deutlich mehr verlangen.

Paket Bronze — Basis (89-110€ pro Person)

Enthalten:

  • Raumnutzung (exklusiv, mit Auf-/Abbauzeit)
  • 3-Gänge-Menü (Vorspeise, Hauptgang, Dessert) ODER Basis-Buffet
  • Basis-Getränkepauschale 5 Stunden (Wasser, Softdrinks, Hauswein, Bier vom Fass)
  • Tischwäsche weiß
  • Standard-Servicepersonal

Nicht enthalten: Sektempfang, Deko, Mitternachtssnack, erweiterte Getränke.

Kalkulation bei 70 Gästen × 99€:

Position Betrag
Umsatz 6.930€
Wareneinsatz Speisen (30%) -2.079€
Wareneinsatz Getränke (20%) -396€
Personal (35%) -2.426€
**Deckungsbeitrag** **~2.029€ (29%)**

Bronze ist bewusst "nackt." Es funktioniert — aber es fehlt das Besondere. Das ist Absicht.

Paket Silver — Standard (125-150€ pro Person)

Enthalten:

  • Alles aus Bronze, PLUS:
  • 4-Gänge-Menü ODER erweitertes Buffet mit Vorspeisen-Station
  • Premium-Getränkepauschale 6 Stunden (inkl. Prosecco, ausgewählte Weine, Longdrinks)
  • Sektempfang mit Häppchen (45-60 Minuten)
  • Hochwertige Tischwäsche + Servietten in Wunschfarbe
  • Persönlicher Ansprechpartner für die Planung

Kalkulation bei 70 Gästen × 135€:

Position Betrag
Umsatz 9.450€
Wareneinsatz Speisen (28%) -2.646€
Wareneinsatz Getränke (22%) -832€
Sektempfang (Material) -350€
Personal (33%) -3.119€
**Deckungsbeitrag** **~2.503€ (26%)**

Silver ist der Anker. Das Paket das die Mehrheit bucht. Es hat alles was ein Brautpaar erwartet — Sektempfang, gute Getränke, persönliche Betreuung — und fühlt sich wie die richtige Wahl an.

Paket Gold — Premium (165-200€ pro Person)

Enthalten:

  • Alles aus Silver, PLUS:
  • 5-Gänge-Menü oder Buffet Deluxe mit Live-Cooking-Station
  • All-inclusive-Bar 7 Stunden (inkl. Cocktails, Premium-Spirituosen, Champagner)
  • Deko-Grundpaket (Kerzen, Blumengestecke, Tischläufer)
  • Candy Bar oder Dessert-Buffet
  • Late Night Snack (Mitternachtsimbiss)
  • Dedicated Wedding-Planner-Begleitung ab 3 Monate vor dem Termin

Kalkulation bei 70 Gästen × 175€:

Position Betrag
Umsatz 12.250€
Wareneinsatz Speisen (26%) -3.185€
Wareneinsatz Getränke (25%) -1.225€
Deko + Candy Bar -600€
Late Night Snack -350€
Personal (30%) -3.675€
**Deckungsbeitrag** **~3.215€ (26%)**

Gold ist für die 15-20% der Brautpaare die sagen: "Wir wollen uns um nichts kümmern müssen." In Premium-Regionen (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Bayern) mit Durchschnittsbudgets von 17.000-20.000€ ist Gold öfter der Standard als du denkst.

Die Regel hinter den drei Paketen

Bronze → bewusst karg halten. Es fehlt etwas. Das Paar spürt es.

Silver → der Sweet Spot. "Genau richtig."

Gold → das Sorglos-Paket. "Alles inklusive."

Was beim normalen Abendessen den Durchschnittsbon steigert — Menü-Psychologie, Ankern, die richtige Reihenfolge der Optionen — funktioniert bei Hochzeitspaketen mit 70 Gästen mal Faktor 70. Jeder Euro mehr pro Person bedeutet 70€ mehr pro Hochzeit.

📥 Hochzeitspaket-Vorlage herunterladen

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Was du jetzt tun kannst: Nimm die drei Pakete oben als Startpunkt. Passe die Preise an deine Region an — in Sachsen-Anhalt (Ø 10.000€ Budget) startet Bronze bei 79€, in Baden-Württemberg (Ø 19.107€) bei 110€+.


Preis pro Person richtig kalkulieren — was du wirklich verlangen kannst

Der häufigste Fehler: Zu billig. Aus Angst, Paare zu verlieren.

Hier sind die Marktdaten:

Kennzahl Wert Quelle
Location + Catering pro Gast (Ø Deutschland) **113€** Bridebook 2026
Catering allein pro Person 62-85€ WeddyPlace/Bridebook
Getränkepauschale 25-85€/Person Marktübersicht
Premium-Bereich (BaWü, RLP, Bayern) 150-250€/Person Regionaldaten
Raummiete (separat) Ø 2.901€ Bridebook 2026

Das bedeutet: Wenn du 135€ pro Person verlangst (Silver), liegst du über dem Durchschnitt — aber im absolut akzeptablen Bereich für ein Restaurant mit gehobener Küche und persönlichem Service.

Die Samstagsgold-Kalkulation: Hochzeit vs. normaler Samstag

Was verdienst du an einem normalen Samstagabend?

Normaler Samstag Hochzeitssamstag (Silver)
60-80 Gäste 70 Gäste
Ø 45€ pro Gast 135€ pro Gast
Umsatz: 2.700-3.600€ Umsatz: 9.450€
+ kein Upselling + Upselling 3.000-5.000€
**Gesamt: ~3.150€** **Gesamt: ~12.450-14.450€**

Ein Hochzeitssamstag bringt den 4-fachen Umsatz eines normalen Samstags. Und die Marge ist oft besser — weil du bei einer Hochzeit alles vorkalkulierst, exakt einkaufst und kaum Food Waste hast.

Die Angst vor Preiserhöhungen ist bei Hochzeitspaketen noch unbegründeter als im Tagesgeschäft. Ein Brautpaar vergleicht nicht "Was kostet ein Schnitzel?" sondern "Was kostet der schönste Tag unseres Lebens?" Das ist ein fundamental anderer Referenzrahmen.

Wareneinsatz und Personalkosten

Kostenblock Anteil am Umsatz Typisch bei 135€/Person
Wareneinsatz Speisen 26-32% 35-43€
Wareneinsatz Getränke 20-25% 8-12€ (bei Pauschale)
Personal 30-40% 40-54€
Fixkosten/Overhead 8-12% 11-16€
**Netto-Marge** **5-15%** **7-20€**

Die Getränkepauschale ist dein Margen-Turbo. Bei einer Pauschale von 50€ pro Person liegt der tatsächliche Verbrauch bei 20-25€ — das sind 50-60% Marge auf den Getränkeposten. Das ist der profitabelste einzelne Bestandteil deines Hochzeitspakets.

Was du jetzt tun kannst: Rechne deine letzte Hochzeit (oder deinen besten Samstag) nach: Was war der Umsatz pro Gast? Wie viel blieb nach Wareneinsatz und Personal? Vergleiche mit den Zahlen oben.


Raummiete, Mindestausgaben und was Brautpaare akzeptieren

Es gibt zwei Modelle — und beide funktionieren. Die Frage ist, welches zu deinem Restaurant passt.

Modell 1: Raummiete als separater Posten

Du stellst die Raummiete separat in Rechnung (1.500-4.000€ je nach Größe und Region) und hältst den Personenpreis niedriger.

Vorteil: Transparent. Das Paar sieht sofort was der Raum kostet. Und bei größerer Gästezahl sinkt der effektive Preis pro Person.

Nachteil: Die separate Raummiete schreckt Budget-Paare ab. "3.000€ nur für den Raum?!"

Modell 2: Raummiete im Personenpreis eingerechnet

Keine separate Raummiete. Stattdessen: Mindestausgabe oder Mindestgästezahl.

"Paket Silver ab 135€ pro Person, Mindestgästezahl 40 Personen" = Mindestumsatz 5.400€. Die Raummiete ist darin enthalten — aber sie steht nirgendwo.

Vorteil: Psychologisch leichter. Das Paar sieht nur "135€ pro Person" und rechnet: "70 Gäste × 135€ = 9.450€ — ist das im Budget?" Kein separater Schock-Posten.

Nachteil: Bei kleinen Hochzeiten (unter 40 Gästen) brauchst du einen Mindestumsatz als Absicherung.

Die Mindestumsatz-Regel

Setze einen Mindestumsatz der deine Fixkosten deckt — unabhängig von der Gästezahl. Bei den meisten Restaurants liegt der zwischen 5.000-8.000€.

"Unser Silver-Paket startet bei 135€ pro Person, Mindestanzahl 40 Gäste. Für kleinere Gesellschaften ab 20 Personen gilt ein Mindestumsatz von 6.000€."

52% aller Hochzeiten haben inzwischen weniger als 60 Gäste (Bridebook, 2025). Der Trend geht zu kleineren, intimeren Feiern — aber mit höherem Pro-Kopf-Budget. Dein Mindestumsatz fängt das auf.

Samstagszuschlag und Nebensaison-Rabatt

Samstage im Juni-September sind deine Premium-Zeitfenster. Hier kannst du — und solltest du — einen Zuschlag verlangen oder die Nachfrage durch deine Preisstruktur steuern.

Andersherum: Freitag, Sonntag und Wintermonate (November-März) sind die Zeiten in denen viele Locations Rabatte bieten. Der Preisunterschied zwischen dem teuersten Monat (August, Ø 19.835€ Gesamtbudget) und dem günstigsten (Februar, Ø 14.125€) beträgt fast 5.700€ (Bridebook, 2026).

Nutze das als saisonale Aktion: "Winter-Hochzeits-Special: Paket Silver zum Bronze-Preis bei Buchungen November-März." Du füllst deine schwache Saison — und das Paar spart. Win-win.

Was du jetzt tun kannst: Entscheide dich für ein Modell: separate Raummiete oder im Preis enthalten? Und setze einen Mindestumsatz der deine Fixkosten deckt.


Upselling ohne Aufdringlichkeit: 7 Zusatzleistungen die Paare gerne buchen

Hier wird aus einer 9.000€-Hochzeit eine 13.000€-Hochzeit. Ohne Druck. Ohne Verkaufsgespräch. Durch ein System das ich die Upselling-Choreographie nenne.

1. Sektempfang mit Häppchen (+8-15€/Person)

Der Klassiker. 45-60 Minuten Empfang mit Prosecco/Sekt und 3-4 Fingerfood-Varianten. Bei 70 Gästen: +560-1.050€ Mehrumsatz. Wareneinsatz: minimal (Prosecco-Flasche 3-4€, Häppchen 2-3€ pro Person).

2. Dessert-Buffet oder Candy Bar (+10-18€/Person)

Ein Tisch voller Desserts, Kuchen, Pralinen. Visuell beeindruckend — Instagram-Moment garantiert. Bei 70 Gästen: +700-1.260€. Dein Wareneinsatz liegt bei 25-30% — der Rest ist Marge.

3. Mitternachtssnack (+5-15€/Person)

Um Mitternacht: Würstchen, Mini-Burger, Suppe, Flammkuchen. Nach Stunden Tanzen ist das ein Highlight. Bei 70 Gästen: +350-1.050€. Einfach in der Küche, hohe Wirkung beim Paar.

4. Signature-Cocktail-Paket (+12-20€/Person)

Zwei maßgeschneiderte Cocktails — "Sein Cocktail" und "Ihr Cocktail" — exklusiv für die Hochzeit. Bei 70 Gästen: +840-1.400€. Marge: sehr hoch (Cocktailkosten 2-4€, Verkauf 12-20€).

5. Deko-Paket (+20-40€/Person oder Pauschale 800-2.000€)

Tischdecken, Blumengestecke, Kerzen, Tischläufer, Namensschilder. In Kooperation mit einem lokalen Floristen bietest du Pakete an die du nicht selbst produzierst — aber an denen du mitverdienst. Koordinationsgebühr: 15-25% der Dekosumme.

6. DJ/Musik-Pauschale (500-1.200€ pauschal)

Einen DJ vermitteln und als Paket anbieten. Du verdienst eine Vermittlungspauschale (100-200€) und das Paar hat eine Sorge weniger. Gleiches Prinzip wie bei strategischen Partnerschaften: Du koordinierst, der Partner liefert, beide profitieren.

7. Fotobooth (300-600€ pauschal)

Ein Fotobooth mit Requisiten und Sofortdruck. Paare lieben es, Gäste nutzen es den ganzen Abend. Du mietest ihn für 200-400€ und verkaufst für 300-600€ — einfache Marge bei null Aufwand in der Küche.

Die Upselling-Rechnung

Wenn 60% der Brautpaare durchschnittlich 3 Upsells buchen:

Beispiel-Upsells Mehrumsatz
Sektempfang (70 Gäste × 12€) 840€
Dessert-Buffet (70 × 14€) 980€
Mitternachtssnack (70 × 8€) 560€
**Gesamt Upselling** **2.380€**

Bei Gold-Paaren die 4-5 Upsells buchen: +3.500-5.000€.

Das sind 5 Upselling-Elemente die bei meinen Klienten pro Hochzeit 3.000-5.000€ Mehrumsatz bringen — ohne dass das Paar sich "verkauft" fühlt. Der Schlüssel ist das TIMING: Welches Upsell bietest du wann an? Nicht alles beim Erstgespräch. Die genaue Choreographie — welches Element NACH welchem Meilenstein kommt — behandle ich regelmäßig im Newsletter, weil 60% des Upsellings NACH der Buchung passiert, nicht davor.

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Was du jetzt tun kannst: Wähle 3 der 7 Upsells die du sofort anbieten könntest — ohne neue Investition. Sektempfang, Mitternachtssnack und Signature-Cocktail sind am einfachsten zu starten.


Menü vs. Buffet vs. Flying Dinner — welches Format passt?

Die Wahl des Formats beeinflusst deine Marge, deinen Personaleinsatz und das Erlebnis. Hier ist der Vergleich:

Plated Menü (3-5 Gänge) — 45% der Hochzeiten

Vorteil Nachteil
Höhere Marge (kontrollierter Wareneinsatz) Mehr Servicepersonal nötig
Eleganter, inszenierter Weniger Auswahl für Gäste
Food Waste minimal Diätwünsche aufwändiger

Preisspanne: 65-150€ pro Person (nur Speisen, ohne Getränke).

Das Menü ist das Format mit der höchsten Marge. Du wählst die Gerichte nach Deckungsbeitrag, kalkulierst exakt und kontrollierst den Wareneinsatz pro Gramm. Genau wie bei einem Festmenü in der normalen Speisekarte — nur mit 70 identischen Tellern statt unterschiedlichen Bestellungen.

Buffet — 35% der Hochzeiten

Vorteil Nachteil
Weniger Servicepersonal Mehr Wareneinsatz (Füllmenge)
Mehr Auswahl, lockerer Schwerer kalkulierbar
Gut für größere Feiern (80+) Food Waste höher

Preisspanne: 40-80€ pro Person. Im Schnitt 30-50€ günstiger als ein vergleichbares Menü — was bei 80 Gästen 2.400-4.000€ Unterschied macht.

Flying Dinner — 5% (Trend steigend)

Vorteil Nachteil
Modern, kommunikativ Nicht für traditionelle Feiern
Weniger Sitzplätze nötig Gäste essen im Stehen
Ideal für Micro-Weddings Schwierigere Mengen-Steuerung

Preisspanne: 50-100€ pro Person. Ideal für kleinere Hochzeiten (20-40 Gäste) und Stehempfänge.

Mischformen — die kluge Option

"Buffet-Empfang + Menü-Dinner" kombiniert das Beste aus beiden Welten: Der Sektempfang hat ein kaltes Buffet (entspannt, kommunikativ), das Dinner ist ein inszeniertes 4-Gänge-Menü (elegant, kontrolliert). Du maximierst das Erlebnis UND die Marge.

Vegetarisch/Vegan als Standard-Option

Nicht als Sonderwunsch, sondern als feste Option auf jedem Menüvorschlag. 72% der Deutschen meiden Fleisch zumindest gelegentlich. Bei 70 Hochzeitsgästen sind garantiert 5-10 dabei die vegetarisch oder vegan essen. Wer das proaktiv anbietet, wirkt professionell — und spart sich Rückfragen.

Was du jetzt tun kannst: Entscheide welches Format zu deinem Restaurant passt — und biete maximal zwei an (z.B. Menü und Buffet). Nicht drei, nicht vier. Zu viele Optionen verwirren Brautpaare.


Die Angebotsmappe: Was Brautpaare sehen wollen bevor sie buchen

Eine professionelle Hochzeitsmappe ist dein wichtigstes Verkaufsinstrument. Sie ersetzt 80% der Fragen die Paare am Telefon stellen. Und sie positioniert dich als "Hochzeits-Profi" statt als "Restaurant das auch Hochzeiten macht."

Was reingehört (in dieser Reihenfolge):

Seite 1: Begrüßungstext

Persönlich, warm, 3-4 Sätze. "Wir freuen uns dass ihr euren besonderen Tag bei uns feiern wollt." Kein Konzern-Deutsch. Deine Stimme.

Seite 2-3: Fotos von echten Hochzeiten

Mindestens 6-8 professionelle Fotos von Hochzeiten die bei dir stattgefunden haben. Gedeckte Tische, lachende Gäste, angerichtete Teller, die Stimmung. Keine Stock-Fotos.

Seite 4-5: Die 3 Pakete nebeneinander

Bronze, Silver, Gold — auf einen Blick vergleichbar. Leistungen als Bulletpoints, Preis pro Person darunter. Das mittlere Paket visuell hervorheben (größer, farblich abgesetzt, "Beliebteste Wahl").

Seite 6-7: Menü-Beispiele

2-3 beispielhafte Menüfolgen pro Format. "Unser Herbst-Hochzeitsmenü", "Unser Sommer-Buffet". Konkret, mit Gerichten — nicht "Vorspeise nach Wahl."

Seite 8: Zusatzleistungen mit Preisen

Die 7 Upsells — übersichtlich, mit Preis pro Person oder Pauschale. "Andere Brautpaare buchen häufig dazu:" als Überschrift.

Seite 9: FAQ

Die 6-8 häufigsten Fragen: Parkplätze, Kinder-Menü, Sperrzeiten, Auf-/Abbau, Allergien, Stornierung.

Seite 10: Nächster Schritt

"Interessiert? So geht es weiter: 1. Termin für eine persönliche Besichtigung vereinbaren. 2. Menü gemeinsam festlegen. 3. Vertrag unterschreiben."

Es gibt eine spezifische Formulierung in der Angebotsmappe die Preisverhandlungen fast komplett eliminiert — eine Art der Wertdarstellung die das Paar den Gesamtwert sieht statt Einzelposten zu vergleichen. Diese Formulierung behandle ich regelmäßig im Newsletter.

Digital oder gedruckt?

Beides. Als PDF zum Versenden nach dem ersten Telefonat — und als gedruckte Version für die persönliche Besichtigung. Die gedruckte Mappe bleibt auf dem Küchentisch des Paares liegen. Tage- oder wochenlang. Das PDF wird weitergeleitet — an Eltern, Trauzeugen, Freunde die "mal mitgucken."

Was du jetzt tun kannst: Sammle 8-10 gute Fotos von Veranstaltungen in deinem Restaurant. Falls du noch keine Hochzeitsfotos hast: Fotos von Firmenfeiern, Geburtstagen, gedeckten Tafeln. Die Mappe beginnt mit den Bildern.


Häufige Fragen zu Hochzeitspaketen im Restaurant

Was ist ein fairer Preis pro Person für eine Hochzeitsfeier im Restaurant?

Der deutschlandweite Durchschnitt liegt bei 113€ pro Gast für Location + Catering (Bridebook, 2026). Für ein Restaurant mit guter Küche und persönlichem Service sind 110-150€ absolut marktüblich. In Premium-Regionen (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz, Bayern) sind 150-200€+ akzeptiert. Entscheidend: Der Preis muss zum Erlebnis passen. Brautpaare zahlen nicht für Essen — sie zahlen für den schönsten Tag ihres Lebens.

Getränke pauschal oder nach Verbrauch abrechnen?

Pauschal. Immer. Aus drei Gründen: (1) Brautpaare hassen Überraschungen auf der Rechnung. Eine Pauschale gibt Planungssicherheit. (2) Deine Marge auf Getränkepauschalen liegt bei 50-80% — das ist der profitabelste Teil des Pakets. (3) Du vermeidest Diskussionen am Ende ("Hat Onkel Heinz wirklich 14 Bier getrunken?"). Marktübliche Pauschalen: Basis 25-35€, Standard 50-60€, Premium 70-85€ pro Person. Jede Extra-Stunde: +6-9€.

Wie weit im Voraus buchen Brautpaare?

12-18 Monate ist der Durchschnitt. Beliebte Samstage im Sommer sind 12-18 Monate vorher ausgebucht. In der Nebensaison (November-März) sind auch kurzfristige Buchungen mit 2-4 Monaten Vorlauf möglich. Deine Hochzeitsmappe sollte jederzeit versandfertig sein — wenn ein Paar anfrägt, muss das Angebot innerhalb von 24 Stunden rausgehen.

Soll ich Korkgeld erlauben — also dass das Paar eigene Getränke mitbringt?

Grundsätzlich: Nein. Getränke sind dein Margen-Turbo. Wenn du Korkgeld anbietest, verlierst du den profitabelsten Teil des Pakets. Ausnahme: Wenn das Paar eine besondere Familien-Weinsammlung einbringen möchte — dann mit Korkgeld von 8-15€ pro Flasche. Das deckt deine Servicekosten und signalisiert: "Wir sind flexibel, aber es hat einen Preis."

Ab wie vielen Hochzeiten pro Jahr lohnt sich ein eigener Ansprechpartner?

Ab 10 Hochzeiten pro Jahr. Darunter reicht es wenn du selbst oder dein Restaurantleiter die Anfragen koordiniert. Ab 10 Hochzeiten wird der Zeitaufwand für Besichtigungen, Menü-Abstimmungen und Koordination so groß, dass eine dedizierte Person sich rechnet. Bei 14 Hochzeiten à 10.000€ = 140.000€ Zusatzumsatz — da ist ein Teilzeit-Ansprechpartner (400-Stunden-Stelle, ~12.000€/Jahr) schnell refinanziert.

Wie gehe ich mit Sonderwünschen um — vegan, koscher, glutenfrei?

Proaktiv anbieten, nicht reaktiv reagieren. In deiner Angebotsmappe steht: "Vegetarische, vegane und allergikerfreundliche Optionen sind bei allen Paketen verfügbar — sprich uns einfach an." Kosten: minimal (vegetarische Hauptgänge haben oft niedrigeren Wareneinsatz als Fleischgerichte). Wirkung: professionell, modern, aufmerksam.

Was mache ich wenn ein Brautpaar verhandeln will?

Nicht den Preis senken. Den Wert erhöhen. "Wir können beim Preis leider nicht runter — aber wir können euch beim Silver-Paket den Sektempfang auf 75 Minuten verlängern." Das kostet dich kaum etwas, gibt dem Paar das Gefühl einen Deal gemacht zu haben, und deine Preisstruktur bleibt intakt. Mehr über Preisverhandlungen und warum Preismut sich auszahlt.

Wie bekomme ich mehr Hochzeitsanfragen?

Dein wichtigster Kanal ist deine Website — mit einer eigenen Hochzeitsseite, nicht nur einem Satz unter "Events." Dazu: Google My Business mit dem Attribut "Eignet sich für Hochzeiten." Und das mächtigste Tool: Empfehlungen von Paaren die bei dir gefeiert haben. Jede Hochzeit ist Marketing für die nächste. Mehr über Eventanfragen systematisch steigern.


Hochzeitspakete sind kein Nebengeschäft — sie sind ein Umsatzkanal

Die Zahlen sind eindeutig:

349.200 Hochzeiten pro Jahr in Deutschland. 6,2 Milliarden Euro Marktvolumen. Durchschnittlich 8.568€ für Location + Catering pro Hochzeit. Und die meisten Restaurants lassen diesen Markt links liegen — oder bedienen ihn mit Einzelangeboten auf Zuruf.

Das 3-Paket-System verändert das.

Es gibt dir Struktur. Es gibt dem Brautpaar Klarheit. Es gibt deinem Team Verlässlichkeit. Und es gibt dir eine Marge die dein Tagesgeschäft in den meisten Fällen deutlich übertrifft.

Ein Coaching-Klient von mir hat seine Preise um über 100% erhöht — und keinen einzigen Gast verloren. Was beim normalen Abendessen funktioniert, funktioniert bei Hochzeiten erst recht. Weil ein Brautpaar nicht fragt "Was kostet das Essen?" sondern "Was kostet der schönste Tag unseres Lebens?"

Sechs Punkte die du aus diesem Artikel mitnimmst:

  1. Drei Pakete statt Einzelangebote. Bronze (Basis), Silver (Standard), Gold (Premium). Das mittlere Paket wird zum Anker — 60-70% buchen es.
  2. 113-200€ pro Person ist der Markt. Du liegst mit 135€ (Silver) im gesunden Mittelfeld. Premium-Regionen vertragen 175€+.
  3. Getränkepauschale = Margen-Turbo. 50-80% Marge. Immer pauschal, nie nach Verbrauch.
  4. 7 Upsells bringen +3.000-5.000€. Sektempfang, Dessert-Buffet, Mitternachtssnack — 60% der Paare buchen 3+ davon.
  5. Die Angebotsmappe verkauft für dich. 10 Seiten: Fotos, Pakete, Menüs, Zusätze, FAQ, nächster Schritt. Versandfertig in 24 Stunden.
  6. Ein Hochzeitssamstag bringt 4× mehr als ein normaler. 9.450-14.000€ statt 3.000€ — selbes Restaurant, selbes Team, anderes System.
  7. 14 Hochzeiten pro Jahr × 12.000€ Durchschnittsumsatz = 168.000€ zusätzlicher Jahresumsatz. Aus einem Geschäft das du mit drei PDF-Seiten und einer klaren Preisstruktur starten kannst.

    Die Hochzeitssaison 2027 wird jetzt geplant. Brautpaare buchen 12-18 Monate im Voraus. Dein 3-Paket-System steht in einer Woche. Deine Angebotsmappe in zwei. Die erste Anfrage kann nächsten Monat kommen.

    Die Frage ist nicht ob es funktioniert. Die Frage ist ob du anfängst.

    Hol dir die Hochzeitspaket-Vorlage im Newsletter → — 3 Pakete fertig kalkuliert, 7 Upselling-Zusätze, Angebotsmappe-Struktur. Alles zum Anpassen an dein Restaurant.

    Oder, wenn du nicht nur Pakete willst sondern ein komplettes Hochzeitsmarketing-System — von der Anfrage bis zur Empfehlung: Lass uns in einem Strategiegespräch darüber reden →


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    Slug: /blog/hochzeitspaket-restaurant-preise


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