Besondere Zeiten – und die Covid-Pandemie ist wohl die außergewöhnlichste Zeit, die wir je erlebt haben – erfordern besondere Ideen und in der gegenwärtigen Situation auch außergewöhnliche, sowie auch den Mut neue Ideen umzusetzen.

Doch was kann man in der Gastronomie gerade konkret tun?

Da der persönliche Kontakt zu den Gästen erschwert ist, der Post- und Email den meisten verwehrt ist, da sie sich keine Gästedatenbank aufgebaut haben (eine der wichtigsten Dinge!), sollte die Online-Community über die verschiedenen sozialen Medien aktiviert werden.

Denn gerade jetzt haben viele bestehende und auch potentielle „neue“ Gäste mehr Zeit, um die Timelines auf den sozialen Medien ständig zu durchforsten. Günstiger und einfacher können Sie mit ihren potenziellen Umsatzgebern nicht interagieren.

Doch dann heißt es kreativ sein: Corona-Speiseplan mit Specials für den einsamen TV-Abend oder Superfood für die Stärkung des Immunsystems erstellen und vermarkten sind nur einige der folgenden Ideen, die Sie für sich nutzen können.

Zusammenarbeit mit den Bauern der Region 

Die Nachfrage nach Obst- und Gemüseboxen von Bauern aus der Umgebung ist enorm angestiegen. Natürlich möchten viele das auch kontaktlos. Viele eigenständige Bauernhöfe können die erhöhte Nachfrage kaum bewältigen. In vielen Kleinstädten gibt es mittlerweile Wartelisten, weil viele Verbraucher ihre Lebensmittel lieber vor die Tür geliefert bekommen als selbst einkaufen zu gehen.

Zwar kommt mittlerweile eine gute Anzahl an Landwirte mit den Bestellungen nicht nach, dennoch gibt es auch einen weiteren positiven Nebeneffekt: In der Corona-Krise werde regionale Strukturen wieder gestärkt, was die Gastwirtschaft auch für sich nutzen kann: Verstärkt Rezepte und Speisen aus der Region anzubieten und dabei mit regionalen Bauern zusammenarbeiten, sowie Saisonangebote, Lieferungsmöglichkeiten, Nutzung gemeinsamer Strukturen (s. Foodtruck).

Zusätzlich können Sie diese Zeit nutzen, um gemeinsame Videos mit den diesen Personen zu drehen, beispielsweise zu den Themen:

  • Welche Gemüsesorte welche Vitamine haben.
  • Wie bestimmte Produkte angebaut werden.
  • Wann die beste Zeit für die jeweiligen Obst- & Gemüsesorten ist.
  • Woran man gute Qualität bei z.B. Tomaten erkennt.
  • ….

All diese Videos können Sie auf Ihrer Webseite oder Social Media posten. Dies bietet nicht nur unterhaltsame Inhalte für Ihre Zielgruppe, sondern demonstriert gleichzeitig Fachwissen und stärkt Ihre Positionierung.

 Gutscheine einführen

Es wurde schon erwähnt, dass die Online-Community über die verschiedenen sozialen Medien aktiviert werden sollte.  Hier können auch Gutscheine angeboten werden, die der Kunde zu einem günstigeren Betrag als im Restaurant kauft und jederzeit einlösen kann (behalten Sie dabei im Kopf, dass ungefähr ein sechstel aller Gutscheine nicht eingelöst werden, Sie den gegebenen Rabatt also wieder einnehmen werden).

Sollte das Restaurant geschlossen werden müssen, können die Gutscheine auch für Lieferung oder Abholung genutzt werden. Diese Gutscheine ließen sich entweder direkt im Restaurant, im Falle der Schließung an der Restauranttür, über die Hompage des Restaurants oder über eine der mittlerweile zahlreich existierenden neue Online-Portale verkaufen.

Soliküchen – Der Gesellschaft helfen

Es gibt viele Restaurants, die über Mittag Mitarbeiter von Unternehmen zu Gast hatten, die jetzt aber aufgrund von Home-Office nicht mehr kommen –  diese kann man nun über das Gutscheinmodell erreichen.

Andere Restaurants haben eventuell die Kantinen großer Technologie- oder Medien-Unternehmen bekocht. Wenn deren Herde aber wegen der Coronakrise kalt bleiben, kann man Kontakt mit dem Großkunden aufnehmen und eine Weiterzahlung vereinbaren, wobei die Mahlzeiten dann an systemrelevante Kräfte oder gar Obdachlose und Bedürftige gehen.  Es entsteht eine Solidarität, die vielen Seiten hilft, das Image fördert und in den meisten Fällen auch noch steuerlich verrechnet werden kann.

Es gibt bereite eine Reihe von Restaurants und Hotels, die diesen Weg – v.a. in Großstädten – gehen. So können Vorräte sinnvoll abgebaut, Kontakte beibehalten sowie erweitert werden und es wird ein gemeinschaftliches Denken gefördert, dass sich in besseren Zeiten auch wieder positiv auswirken wird.

Crowdfunding

In der ersten Welle der Covid-Pandemie wurde auch das aus anderen Branchen bereits verbreitete „Crowdfunding“ genutzt. Eine abgewandelte Variante ist beispielsweise die Kampagne „Kochen für Helden“ ( u.a. Tim Mälzer in Hamburg), bei der Essen an Menschen in Funktionsberufen wie Ärzte und Ärztinnen sowie PflegerInnen in Krankenhäusern verteilt wird und die Bevölkerung erfolgreich zu Spenden für die kostenlose oder nur für einen symbolischen Preis ausgegebenen Speisen dafür einspringt.

Koch-Sets für Zuhause

Eine weitere Möglichkeit den Gastronomiebetrieb in dieser schwierigen Zeit aufrechtzuerhalten liegt darin, die Speisen nicht heiß, sondern im Vakuumbeutel abgepackt für Zuhause zum Aufwärmen mit einer genauen Aufwärmanleitung zu liefern. Das Set kann dann abgeholt oder gegen Gebühr geliefert werden.

Foodtrucks

Food Truck Restaurant Alternative

Es wurde bereits darauf hingewiesen, dass sich Zusammenarbeiten mit regionalen Bauern rentieren kann. Die Zusammenarbeit kann sogar erweitert werden, indem gemeinsam in einen Foodtruck investiert wird, der Ihrem Restaurant die Freiheit gibt, Menschen dort zu erreichen, wo sie sich gerade befinden und auch ggfls. Hofprodukte vertreiben. So können alle Seiten den Umsatz steigern.

Mit einem Foodtruck können Sie ganz einfach besondere Veranstaltungen wie Sportevents, Spendenaktionen und andere Gelegenheiten für die Auslieferung des Speiseangebot Ihres Restaurants nutzen. Wenn Sie keine besonderen Termin haben, können Sie ihn auch strategisch an stark frequentierten Orten positionieren.

Die Anschaffung und der Betrieb eines Foodtrucks bringt eine höhere Anfangsinvestition mit, weswegen sich die Zusammenarbeit mit anderen von der Pandemie ähnlich Betroffenen anbietet. Wenn der Truck richtig eingesetzt wird und das Marketing stimmt, können er aber beträchtliche Einnahmen generieren und eine gute Möglichkeit sein, für Ihr Restaurant und den mit Ihnen zusammenarbeitenden Betrieb zu werben.

Lokale Food-Blogger

Die Nutzung der Möglichkeiten und Verbindungen zur lokalen Umgebung sowie wichtiger lokaler „Influencer“ kann Ihrem Restaurant helfen, in der schwierigen Wettbewerbssituation einen Sprung nach Vorne zu erlangen.

Einige der Personen, wenn es um Auswärts Essen geht, sind lokalen Food-Blogger, von denen einige mittlerweile mehrere Millionen „Follower“ haben. Laut Medienforschung sind Blogs die dritteinflussreichste digitale Ressource, die Menschen beim Einkaufen nutzen und sie werden gerade in dieser schwierigen Zeit immer einflussreicher.

Bevor Sie sich aber an einen Food-Blogger wenden, sollten Sie durch eigene Recherche, Beratung mit Mitarbeitern und anderen Überlegungen erst einmal rausfinden, welche Richtung Ihr Restaurant einschlagen sollte, denn Blogger können Ihnen dabei nicht weiterhelfen sondern nur Aufmerksamkeit in dem „Food“-Bereich erhalten, in dem diese selbst tätig sind.

Vergewissern Sie sich also, dass die Zielgruppe des Blogs auch der entspricht, die Sie gerne in Ihrem Restaurant hätte. Bei einer ersten Kontaktaufnahme  mit dem Food-Blogger sollten Sie ein gemeinsames  Brainstorming durchführen und ihm/ihr dafür z:B. ein kostenloses Essen anbieten, wodurch er oder sie auch gleich einen Eindruck von Ihren Qualitätsansprüchen hat.

Acryltrennwände für Ihre Gastronomie

Der Herbst ist da, der Winter steht vor der Tür und die Lösungen, die viele Restaurants für ihren Betrieb in dem vergangenen Super-Sommer nutzen konnten, stehen nun nicht mehr zur Verfügung.

Es gilt die vorhandenen Räumlichkeiten optimal unter den vorgegebenen Sicher-heitsmaßnahmen sinnvoll zu nutzen. Dabei können Trennwände aus Kunststoff  bzw. Acrylglas, die bereits in anderen Bereichen, in denen Hygiene besonders wichtig ist und sich dort bewährt haben, ein preiswerters Mittel zur Umsetzung der vom Gesundheitsamt vorgegebenen Maßnahmen sein.

Bevor Sie sich mit der Vielfalt der angebotenen Möglichkeiten auseinandersetzen, sollten Sie einen klaren Plan Ihrer räumlichen Gegebenheiten unter den vorgegebenen Abstandsbestimmungen haben und ihn optimal berechnen.

Dann stellt sich die Frage, ob Sie die Tische durch flexibel aufstellbare Trennwände im notwendigen Abstand halten.  Hier werden häufig  transparente Kunststoffplatten eingesetzt, die durch ihre Transparenz  optisch kaum auffallen, aber  eine sehr gute Vorbeugungsmaßnahme gegen Tröpfcheninfektionen darstellen und v.a. leicht zu reinigen und zu desinfizieren sind. Die Raum-Flexibilität dieser Schutzwände bei ihrer Aufstellung ist ein weiterer Vorteil. Der Schutzaufwand und die damit verbundenen Kosten sind gering, die Gäste fühlen sich nicht gestört und können ihren Aufenthalt und ihre Speisen voll und ganz genießen.