SEO-Title: "Lieferando Kosten: Was Restaurants wirklich zahlen (2026)"
Meta-Description: "Lieferando nimmt 13-30% Provision. Was bleibt bei einer 30€-Bestellung? Alle Kosten, Vergleich mit Uber Eats & Wolt, Alternativen. Mit Beispielrechnungen."
Slug: /blog/lieferando-kosten-restaurant
Lieferando Kosten für Restaurants: Was du wirklich zahlst — und was du dagegen tun kannst
Google deinen Restaurantnamen. Setz „bestellen" dahinter.
Die Seite die erscheint, sieht aus wie deine eigene. Ist sie aber nicht. Sie gehört Lieferando. Und jede Bestellung darüber kostet dich 14-30% Provision — auch wenn du selbst lieferst.
Die meisten Gastronomen kennen die Lieferando Provision von 30%. Was sie nicht kennen: Die Schattenwebseiten. Die Gleicher-Preis-Garantie. Die versteckten Lieferando Gebühren. Und die Tatsache dass am Ende der Kunde LIEFERANDO gehört — nicht dir.
Ich berate seit 23 Jahren Gastronomen in Marketing und Umsatzsteigerung. Lieferando ist kein Feind — für bestimmte Konzepte empfehle ich es sogar. Aber Lieferando ohne Strategie ist eine Kostenfalle die dich 30.000€ im Jahr kosten kann.
In diesem Artikel bekommst du keine Meinung. Du bekommst Mathe.
Was du in diesem Artikel lernst:
- Die exakten Provisionen aller 3 Plattformen im Vergleich — Lieferando, Uber Eats, Wolt
- 3 Beispielrechnungen: Was bei einer 30€-Bestellung wirklich in deiner Kasse bleibt
- 5 versteckte Kosten die nicht in deinem Vertrag stehen (inklusive Schattenwebseiten)
- Wann sich Lieferando rechnet, wann nicht — und wie du das für dein Konzept berechnest
- Der konkrete Plan: Wie du von 30% Provision auf 1-3% kommst, ohne Kunden zu verlieren
| Was | Warum das wichtig ist |
|---|---|
| 13-14% Provision bei Eigenlieferung | Das Minimum — plus versteckte Kosten obendrauf |
| 30% bei Lieferando-Lieferung | Fast ein Drittel deines Umsatzes geht an die Plattform |
| 30.000€/Jahr Unterschied | So viel mehr bleibt dir mit eigenem System statt Lieferando |
| 75-76% Marktanteil | Lieferando ist de facto Monopolist in Deutschland |
| Eigenes System: 1-1,5% Kosten | 150-300€ statt 2.800€/Monat bei gleichem Umsatz |
| Dein Kunde gehört der Plattform | Du baust deren Datenbank auf, nicht deine eigene |
Die offiziellen Provisionen — Lieferando, Uber Eats und Wolt im Vergleich
Bevor wir über versteckte Lieferando Gebühren reden, schauen wir uns die offiziellen Lieferando-Kosten für Restaurants an. Denn schon die Lieferando Provision allein ist höher als die meisten denken.
Alle drei großen Plattformen in Deutschland arbeiten mit demselben Grundprinzip: Du zahlst einen Prozentsatz jeder Bestellung als Provision. Wie hoch, hängt davon ab, wer liefert.
| Plattform | Provision Eigenlieferung | Provision Plattform-Lieferung | Grundgebühr | Kündigung |
|---|---|---|---|---|
| Lieferando | 13-14% | 30-31% | Keine | 30 Tage |
| Uber Eats | 14-15% | 30% | Keine | Flexibel |
| Wolt | ~15% | 25-30% | Keine | Flexibel |
Quellen: NDR 2024, Uber Merchants, HOGAPAGE, Heise. Die offiziellen Lieferando-AGB nennen keine festen Sätze — die Provision wird bilateral im Anmeldeformular vereinbart. Die Werte in der Tabelle sind die Marktpraxis, bestätigt durch mehrere unabhängige Quellen und Gastronomen.
Was sofort auffällt: Die Provisionen sind fast identisch. Ob Lieferando, Uber Eats oder Wolt — du zahlst überall 13-15% bei Eigenlieferung und 25-31% wenn die Plattform den Fahrer stellt.
Der Unterschied liegt in der Reichweite. Und da ist Lieferando mit 75-76% Nutzungsanteil laut Statista in einer anderen Liga. Uber Eats ist in über 100 deutschen Städten aktiv, wächst aber von einer deutlich kleineren Basis. Wolt fokussiert sich auf Großstädte wie Berlin, Frankfurt und München.
Das heißt: Du hast keine echte Wahl. Wenn du auf einer Plattform sein willst, musst du auf Lieferando sein. Und damit akzeptierst du deren Bedingungen.
Der Vertrag läuft unbefristet. Kündigungsfrist: 30 Tage. Keine monatliche Grundgebühr — dafür kassiert Lieferando die Provision auf jede einzelne Bestellung.
Klingt erstmal fair. Ist es aber nicht, wenn du genau hinschaust.
Was du jetzt tun kannst: Prüfe JETZT deinen aktuellen Lieferando-Vertrag: Welches Modell hast du — Eigenlieferung oder Plattform-Lieferung? Der Unterschied zwischen 14% und 30% sind bei 20.000€ Monatsumsatz exakt 3.200€. Pro Monat.
Was bei einer 30€-Bestellung wirklich übrig bleibt — 3 Rechnungen
Was bedeutet die Lieferando Provision konkret — in Euro, nicht in Prozent? Bei 30 Bestellungen am Tag über Lieferando statt über ein eigenes System: Das sind rund 2.500€ weniger in deiner Kasse. Jeden Monat. 30.000€ im Jahr.
Kurze Rechnung gefällig?
Alle drei Rechnungen basieren auf derselben Bestellung: 30€ brutto, Speisen mit 7% MwSt, 30% Wareneinsatz. Das ergibt einen Netto-Bestellwert von 28,04€.
Rechnung 1: Du lieferst selbst, Lieferando vermittelt (14% Provision)
- Netto-Umsatz: 28,04€
- Provision an Lieferando (14%): -3,93€
- Wareneinsatz (30%): -8,41€
- Deckungsbeitrag I: 15,70€ (56% vom Netto)
Davon gehen noch deine eigenen Lieferkosten ab — Fahrerlohn, Fahrzeug, Versicherung. Branchenüblich sind das 4-6€ pro Lieferung als Vollkosten.
Tatsächlich übrig: 9,70-11,70€ pro Bestellung.
Rechnung 2: Lieferando-Fahrer liefert (30% Provision)
- Netto-Umsatz: 28,04€
- Provision an Lieferando (30%): -8,41€
- Wareneinsatz (30%): -8,41€
- Deckungsbeitrag I: 11,22€ (40% vom Netto)
Keine eigenen Lieferkosten. Aber auch kein Einfluss auf die Lieferqualität. Und keine Kundendaten.
Tatsächlich übrig: 11,22€ — bei 30€ Bestellwert.
Rechnung 3: Eigenes Bestellsystem (1-3% Kosten)
- Netto-Umsatz: 28,04€
- Systemkosten (ca. 1,5%): -0,42€
- Wareneinsatz (30%): -8,41€
- Deckungsbeitrag I: 19,21€ (69% vom Netto)
Minus eigene Lieferkosten: 4-6€.
Tatsächlich übrig: 13,21-15,21€ pro Bestellung — plus: volle Kundendaten, eigene Marke, direkter Kontakt.
Die Hochrechnung die weh tut
30 Bestellungen am Tag. 30 Tage im Monat. 900 Bestellungen.
Differenz pro Bestellung zwischen Lieferando (14%) und eigenem System: rund 3,50€.
Das sind 3.150€ im Monat. 37.800€ im Jahr.
Bei 30% Provision statt 14%? Dann reden wir über 7.200€ Differenz pro Monat. 86.400€ im Jahr.
Das ist kein Rundungsfehler. Das ist ein Jahresgehalt.
Was du jetzt tun kannst: Rechne DEINE Zahlen — mit deinem tatsächlichen Wareneinsatz, deinem durchschnittlichen Bestellwert und deinem Bestellvolumen. Die Werte hier sind Richtwerte. Deine Realität kann besser oder schlechter aussehen.
Rechne es für DEIN Restaurant durch
Diese Rechnungen basieren auf Durchschnittswerten. Dein Restaurant hat andere Zahlen.
Lade dir den kostenlosen Lieferando-Kostenrechner herunter und rechne mit DEINEN Zahlen — dein Bestellwert, dein Wareneinsatz, dein Bestellvolumen. In 3 Minuten weißt du, was Lieferplattformen dich tatsächlich kosten. Und was du sparen könntest.
→ [Kostenlosen Lieferando-Kostenrechner herunterladen]
Lieferando-Kosten jenseits der Provision: 5 versteckte Posten
Die Lieferando Provision ist das, was auf deiner Abrechnung steht. Die tatsächlichen Lieferando Gebühren gehen weit darüber hinaus. Was NICHT auf der Abrechnung steht, kostet dich mindestens genauso viel.
1. Schattenwebseiten — Lieferando besitzt deinen Namen im Netz
Lieferando registriert Domains die deinen Restaurantnamen enthalten. Webseiten die aussehen wie deine eigene — aber jede Bestellung über Lieferando leiten. Mit voller Provision.
Laut Berichten von Heise und TrendingTopics betrifft das Tausende von Restaurants in Deutschland. Wer deinen Restaurantnamen googelt und „bestellen" dahinter setzt, landet nicht bei dir. Sondern bei Lieferando.
Auch wenn du selbst lieferst. Auch wenn du eine eigene Website hast.
Die meisten Gastronomen wissen nicht einmal, dass diese Seiten existieren.
Mach es JETZT. Google deinen Restaurantnamen + „bestellen". In 10 Sekunden weißt du, ob du betroffen bist.
2. TopRank — bezahlte Sichtbarkeit die deine Provision erhöht
Lieferando bietet „TopRank" an — bessere Platzierung in der App gegen zusätzliche Gebühren pro Bestellung. Keine öffentliche Preisliste. Die Kosten fallen nur bei Bestellungen an, die während der Kampagne eingehen.
Das Problem: Wenn dein Konkurrent TopRank bucht und du nicht, rutscht du nach unten. Auch wenn dein Essen besser ist und deine Bewertungen höher sind.
Laut Lieferandos eigener Partner-Kommunikation erhalten sogar die Gewinner der Lieferando Awards zwei Wochen garantierte TopRank-Platzierung — als „wesentlichen wirtschaftlichen Vorteil". Das zeigt, wie viel diese Platzierung wert ist. Und wie viel du ohne sie verlierst.
3. Die Gleicher-Preis-Garantie — du darfst nicht kompensieren
In den Lieferando-AGB steht: Du darfst auf der Plattform keine höheren Preise verlangen als auf deiner eigenen Karte oder Website.
Das heißt: Du kannst die 14-30% Provision nicht über höhere Plattform-Preise auffangen. Die Provision kommt direkt aus deiner Marge. Cent für Cent.
Manche Restaurants versuchen es trotzdem — mit dem Risiko einer Vertragskündigung durch Lieferando.
4. Die Servicegebühr — zahlt der Kunde, schadet dir trotzdem
Seit April 2025 zahlen Kunden bei Lieferando eine Servicegebühr: 2,5% des Bestellwerts (maximal 0,99€) bei Eigenlieferung, bis zu 5% (maximal 1,49€) bei Plattform-Lieferung.
Das Geld geht komplett an Lieferando, nicht an dich. Aber es erhöht den Gesamtpreis für den Kunden. Und ein höherer Preis senkt die Bestellbereitschaft — Studien zeigen das konsistent.
Du trägst die Konsequenz. Lieferando kassiert das Geld.
5. Das Bewertungssystem — Lieferandos Fehler, dein Schaden
Der Lieferando-Fahrer kommt 30 Minuten zu spät. Das Essen ist kalt. Der Kunde gibt eine 1-Sterne-Bewertung.
Wer bekommt sie? Du. Nicht Lieferando.
Dein Ranking sinkt. Deine Sichtbarkeit sinkt. Deine Bestellungen sinken. Für einen Fehler den nicht du gemacht hast.
NDR-Recherchen bestätigen: Gastronomen berichten regelmäßig von negativen Bewertungen die auf Lieferando-Fahrer zurückgehen — ohne dass das Restaurant Einfluss auf die Lieferqualität hat.
Diese 5 Posten stehen nirgends auf deiner Lieferando-Abrechnung. Aber sie kosten dich Geld, Kunden und Kontrolle.
Und trotzdem: Der teuerste Posten fehlt noch auf dieser Liste.
Es gibt einen Weg, Lieferando als Neukunden-Maschine zu nutzen UND die Kunden in deine eigene Datenbank zu überführen — ohne gegen die AGB zu verstoßen. Der Schlüssel liegt in einem Detail das fast jeder übersieht. Wie das funktioniert, behandle ich regelmäßig im Newsletter — weil die Umsetzung ohne den richtigen Kontext nach hinten losgeht.
Der teuerste Posten steht auf keiner Rechnung: Wem gehört dein Kunde?
Die 14-30% Provision sind nicht das Schlimmste an Lieferando.
Das Schlimmste: Der Kunde gehört nicht dir.
In den Lieferando-AGB ist klar geregelt: Du bekommst die Bestelldaten — Name, Adresse, Bestellung. Für die Auftragsabwicklung. Aber du bekommst NICHT die Erlaubnis, dem Kunden einen Newsletter zu schicken. Keinen Gutschein. Keine Geburtstagsaktion. Kein Angebot.
Der Kunde bestellt „bei Lieferando". Nicht bei dir.
Das heißt: Mit jeder Bestellung über Lieferando baust du DEREN Datenbank auf. Nicht deine. Lieferando weiß, was dein Kunde isst, wann er bestellt, wie oft er wiederkommt. Du weißt nichts davon — außer was auf dem einzelnen Bestellzettel steht.
Und wenn Lieferando morgen den Algorithmus ändert und du unsichtbar wirst? Dann hast du keinen Kontakt zum Kunden, um ihn direkt zu erreichen.
Der Kontrast: Was passiert wenn du eine eigene Datenbank hast
Eine meiner Coaching-Klientinnen hat über 3 Jahre konsequent ihre eigene Gästedatenbank aufgebaut. 1.700 Kontakte, 75% davon mit E-Mail-Adresse.
Als ihr Restaurant während Corona geschlossen war, verkaufte sie 17.500€ an Gutscheinen — allein über ihre Datenbank. Ohne einen Cent an eine Plattform. Ohne eine einzige Bestellung über Lieferando.
Das ist der Unterschied. Zwischen „ich habe Kunden" und „ich habe Zugang zu Kunden die jemand anderem gehören".
Wie man so eine Datenbank aufbaut — und was die entscheidende Stellschraube ist die die Einlösequote verdreifacht — behandle ich regelmäßig im Newsletter. Weil die Umsetzung ohne den richtigen Kontext tatsächlich kontraproduktiv sein kann.
Was du jetzt tun kannst: Zähle: Wie viele deiner Lieferkunden könntest du HEUTE direkt kontaktieren — per E-Mail, per Brief, per SMS? Wenn die Antwort „keine" ist, hast du kein eigenes Business. Du hast eine Abhängigkeit.
Die Booking.com-Falle — und warum Gastronomen sie gerade wiederholen
Hotels kennen dieses Problem seit 15 Jahren.
Booking.com startete als praktischer Vermittler. 10% Provision, faire Partnerschaft. Dann 15%. Dann 20%. Heute zahlen viele Hotels 15-25% Provision an Booking — und haben keine Alternative mehr, weil 60-80% ihrer Buchungen über die Plattform laufen.
Erkennt sich jemand wieder?
Die Parallelen sind erschreckend:
- Booking.com: Gästedaten gehören Booking → Lieferando: Kundendaten gehören Lieferando
- Booking.com: Algorithmus bestimmt Sichtbarkeit → Lieferando: TopRank bestimmt Ranking
- Booking.com: Preisparität in den AGB → Lieferando: Gleicher-Preis-Garantie
- Booking.com: Provision stieg über 15 Jahre → Lieferando: 2022 bereits um 1 Prozentpunkt erhöht — die erste Erhöhung nach 5 Jahren, aber nicht die letzte
Und Lieferandos Mutterkonzern Just Eat Takeaway zeigt die Richtung: 2024 erstmals positiver Free Cashflow von 104 Millionen Euro, bei einem Konzernumsatz von 5,085 Milliarden Euro. Die Strategie heißt offiziell: „Übergang von Wachstum zu Profitabilität."
Übersetzt: Höhere Provisionen. Neue Servicegebühren. Weniger Rabatte für Restaurants.
Die Frage ist nicht OB Lieferando die Provisionen weiter erhöht. Die Frage ist WANN. Und wie abhängig du dann bist.
Meine Coaching-Klienten die Plattformen strategisch nutzen, haben eine klare Obergrenze: Nie mehr als 30-40% des Umsatzes über einen einzelnen Kanal. Warum genau diese Zahl — und was passiert wenn du darüber liegst — ist regelmäßig Thema im Newsletter. Mit konkreten Beispielen von Gastronomen die es anders gemacht haben.
Was du jetzt tun kannst: Berechne: Wie viel Prozent deines Gesamtumsatzes kommt über Lieferando? Über 30%? Dann hast du dasselbe Problem wie ein Hotel das 80% über Booking bucht. Und du weißt, wie die Geschichte für Hotels ausgegangen ist.
Wann sich Lieferando lohnt — und wann es dich Geld kostet
Lieferando ist nicht für jedes Restaurant falsch. Und es ist nicht für jedes Restaurant richtig.
Ja, Lieferando kann sich lohnen, wenn:
- Dein Wareneinsatz liegt unter 30% — Pizza, Pasta, Asia, Bowls. Genug Marge, um die Provision zu tragen.
- Du bist ein neues Restaurant und brauchst schnell Bekanntheit, Bestellungen und Bewertungen.
- Du bist in einer Hochfrequenz-Zone — Innenstadt, Uni-Stadt, dichte Wohngebiete, hohe Plattform-Nutzung.
- Du hast kein Personal für eigene Lieferung — kein Fahrer, kein Fahrzeug, keine Infrastruktur.
- Plattform-Bestellungen machen weniger als 30% deines Gesamtumsatzes aus.
Für diese Restaurants ist Lieferando ein Marketing-Kanal. Wie ein Schaufenster in einer Einkaufsstraße — du zahlst Miete für Sichtbarkeit. Das kann sich rechnen, solange du weißt was du zahlst. Und solange du eine Exit-Strategie hast.
Nein, Lieferando kostet dich Geld, wenn:
- Dein Wareneinsatz liegt über 35% — bei 30% Provision bleiben maximal 35% für Personal, Miete, Energie, Verpackung und Gewinn. Das ist in den meisten Fällen Verlustgeschäft.
- Du betreibst Fine Dining — Qualitätsverlust beim Transport plus Markenschaden. Dein 45€-Menü in einer Styroporbox zerstört, wofür du jahrelang gearbeitet hast.
- Du hast bereits eine starke Stammgast-Basis mit Direktkanälen — hier erhöht Lieferando nur den Anteil schlecht rentabler Bestellungen.
- Mehr als 40% deines Umsatzes laufen über eine einzige Plattform — dann bist du in der Booking.com-Falle.
- Du hast keine Strategie, Plattform-Kunden in eigene Kanäle zu überführen — dann zahlst du die Provision auf immer.
Die Faustregel
Wareneinsatz + Provision darf 55% nicht überschreiten.
Bei 30% Wareneinsatz und 14% Provision: 44%. Funktioniert.
Bei 35% Wareneinsatz und 30% Provision: 65%. Funktioniert nicht. Das ist Verlust.
Ab welchem Bestellwert und welchem Wareneinsatz sich Lieferando für DEIN Konzept rechnet — das hängt von 4 Variablen ab die zusammenspielen. Die meisten Gastronomen rechnen nur mit zweien. Die genaue Formel und die Variablen die fast alle vergessen, sind regelmäßig Teil des Newsletters.
Jeder Monat in dem du die falschen Bestellungen über die Plattform laufen lässt, kostet dich reales Geld. Nicht theoretisch. In Euro.
Finde heraus ob sich Lieferando für DEIN Konzept rechnet
Ob Lieferando für dein Restaurant profitabel ist, hängt von 4 Variablen ab: Bestellwert, Wareneinsatz, Bestellvolumen und deine eigenen Lieferkosten.
Im kostenlosen Lieferando-Kostenrechner gibst du deine Zahlen ein und bekommst eine klare Antwort — plus eine Vergleichsrechnung mit einem eigenen System.
→ [Kostenlosen Rechner holen]
Dein eigenes System für 1-3% — so sieht der Weg raus
Aber hier kommt die gute Nachricht.
Du musst Lieferando nicht kündigen, um die Kosten drastisch zu senken. Du musst nur aufhören, ALL deine Bestellungen darüber laufen zu lassen.
Was ein eigenes System wirklich kostet
| Kanal | Kosten bei 20.000€ Netto-Umsatz/Monat | Ersparnis vs. Lieferando (14%) |
|---|---|---|
| Lieferando (14%) | ~2.800€/Monat | — |
| White-Label-Shop (Fix + Payment) | 150-300€/Monat (1-1,5%) | ~2.500€/Monat |
| Eigener Webshop (Hosting + Payment) | 500-900€/Monat (~3,6%) | ~1.900€/Monat |
White-Label-Anbieter wie OrderSmart, Dishly oder SIDES bieten Online-Bestellsysteme die direkt auf deiner Website laufen. Monatliche Fixgebühr statt prozentualer Provision. Dishly positioniert sich explizit mit „0% Provision" und stattdessen fixer Monatsgebühr. SIDES und Orderbird kombinieren Bestellsystem mit Kasse und Tischreservierung.
Bei 20.000€ Monatsumsatz sparst du mit einem eigenen System rund 2.500€ pro Monat gegenüber Lieferando. Das sind 30.000€ im Jahr. Jeden. Einzelnen. Euro.
Das Hybridmodell — die klügste Strategie
Das klügste Modell ist nicht „Lieferando kündigen". Das klügste Modell ist: Lieferando als Eingangstor nutzen — und jeden Neukunden in deinen eigenen Kanal überführen.
Praktisch heißt das:
1. Gutschein in der Lieferando-Tüte. Ein kleiner Flyer: „10% Rabatt auf deine nächste Direktbestellung über unsere Website." 5 Cent Druckkosten. Lenkt den Kunden beim nächsten Mal auf deinen eigenen Shop.
2. QR-Code auf der Verpackung. Führt direkt zu deinem Bestellshop. Kein Umweg, kein Suchen.
3. Social-Media-Hinweis. „Direktbestellung unterstützt uns am meisten." Transparenz erzeugt Sympathie — und Kunden die dich mögen, wollen dich unterstützen.
4. Exklusive Aktionen nur über eigenen Shop. Bonuspunkte, Stempelkarten, spezielle Angebote die es nur bei Direktbestellung gibt.
Jeder Kunde der einmal über deinen eigenen Shop bestellt, ist ein Kunde den du direkt kontaktieren kannst. Per Newsletter. Per Gutschein. Per Geburtstagsaktion.
Das ist kein Trick. Das ist Marketing-Grundlage seit Jahrzehnten. Der Kontakt zum Kunden ist dein wertvollstes Asset. Nicht die nächste Bestellung — der Kontakt.
Der eigentliche Vorteil eines eigenen Bestellsystems ist nicht die gesparte Provision. Es ist die Möglichkeit, mit jedem Besteller eine direkte Beziehung aufzubauen — über Kampagnen die ich seit 23 Jahren mit hunderten Gastronomen perfektioniert habe. Einige davon — die Vermiss-dich-Kampagne, die Geburtstagsmaschine — setzen genau da an. Details dazu behandle ich regelmäßig im Newsletter.
Was du jetzt tun kannst: Recherchiere HEUTE einen White-Label-Shop-Anbieter. Vergleiche die Kosten mit deiner letzten Lieferando-Abrechnung. Der Unterschied wird dich wach machen.
Häufige Fragen zu Lieferando-Kosten für Restaurants
Wie hoch ist die Lieferando Provision 2026?
13-14% bei Eigenlieferung (du lieferst selbst, Lieferando vermittelt), 30-31% bei Lieferung durch Lieferando-Fahrer. Dazu kommen versteckte Kosten: TopRank für bessere Sichtbarkeit, die Gleicher-Preis-Garantie die Preisaufschläge verbietet, und der Verlust der Kundendaten. 2022 wurde die Provision um 1 Prozentpunkt erhöht — die erste Erhöhung seit 5 Jahren. Bei der aktuellen Profitabilitäts-Strategie von Just Eat Takeaway wird sie nicht die letzte gewesen sein.
Kann ich meine Preise auf Lieferando erhöhen, um die Provision auszugleichen?
Die Lieferando-AGB enthalten eine Gleicher-Preis-Garantie: Du darfst auf der Plattform keine höheren Preise verlangen als auf deiner eigenen Karte oder Website. Die 14-30% Provision muss also komplett aus deiner Marge kommen. Das ist einer der Gründe, warum die tatsächlichen Lieferando-Kosten für Restaurants oft unterschätzt werden.
Was kostet Uber Eats für Restaurants in Deutschland?
14-15% bei Eigenlieferung, 30% bei Uber-Fahrern. Die Provisionen sind nahezu identisch mit Lieferando. Uber Eats ist in über 100 deutschen Städten aktiv, hat aber einen deutlich kleineren Marktanteil als Lieferando mit 75-76% Nutzung. Für die meisten Restaurants in Deutschland bleibt Lieferando die dominante Plattform.
Lohnt sich Lieferando für kleine Restaurants?
Das hängt von 3 Variablen ab: Wareneinsatz, durchschnittlicher Bestellwert und eigene Lieferkapazität. Bei unter 30% Wareneinsatz und ohne eigene Fahrer kann sich Lieferando als Marketing-Kanal lohnen — besonders für neue Restaurants die Bekanntheit aufbauen. Ab 35% Wareneinsatz und 30% Lieferando Provision bleiben maximal 35% für Personal, Miete und Gewinn. Für die meisten Konzepte ist das Verlust.
Wie kündige ich meinen Lieferando-Vertrag?
Schriftlich, mit 30 Tagen Frist laut AGB. Der Vertrag läuft unbefristet, es gibt keine Mindestlaufzeit — sofern im individuellen Anmeldeformular nichts anderes vereinbart wurde. Aber: Prüfe vor der Kündigung, ob Lieferando Schattenwebseiten mit deinem Restaurantnamen betreibt. Die können auch nach Vertragsende weiterbestehen und Kunden abfangen.
Was sind Lieferando-Schattenwebseiten?
Lieferando registriert Domains die deinen Restaurantnamen enthalten — zum Beispiel Varianten mit „bestellen" oder deinem Stadtnamen — und erstellt Seiten die wie deine eigene Website aussehen. Alle Bestellungen über diese Seiten laufen über Lieferando, mit voller Provision. Heise und TrendingTopics haben ausführlich darüber berichtet. Test: Google deinen Restaurantnamen + „bestellen" — in 10 Sekunden siehst du, ob du betroffen bist.
Welche Alternativen zu Lieferando gibt es?
White-Label-Shops wie OrderSmart, Dishly oder SIDES kosten 50-200€ im Monat statt 13-30% Provision. Bei 20.000€ Monatsumsatz sparst du damit über 2.500€ pro Monat. Dazu kommen eigene Website-Bestellungen (Hosting + Payment = ca. 3,6% bei 25.000€ Umsatz) und Click & Collect als kostenfreie Option. Das klügste Modell: Lieferando für Neukunden behalten, Stammkunden auf eigenen Shop umleiten.
Wie bringe ich Lieferando-Kunden dazu, direkt bei mir zu bestellen?
Vier konkrete Maßnahmen: Erstens, Gutschein in der Lieferando-Tüte mit Rabatt auf Direktbestellung. Zweitens, QR-Code auf der Verpackung der direkt zu deinem Shop führt. Drittens, Social-Media-Hinweis „Direktbestellung unterstützt uns am meisten". Viertens, exklusive Aktionen und Bonusprogramme nur über den eigenen Kanal. Jeder Kunde der einmal direkt bestellt, ist ein Kontakt in deiner Datenbank.
Bekomme ich Kundendaten von Lieferando?
Du bekommst Bestell- und Adressdaten für die Auftragsabwicklung. Aber du darfst diese Daten NICHT für eigenes Marketing verwenden — keinen Newsletter, keine Gutscheinaktionen, keine Geburtstagsangebote. Die Erlaubnis zur werblichen Kontaktaufnahme behält sich Lieferando in den AGB vor. Deshalb ist eine eigene Gästedatenbank über eigene Kanäle so entscheidend: Sie ist das einzige Asset das dir wirklich gehört.
Ab welchem Umsatz lohnt sich ein eigenes Bestellsystem?
Schon ab 5.000-8.000€ monatlichem Bestellumsatz rechnet sich ein White-Label-Shop. Bei 10.000€ Umsatz zahlst du Lieferando bei 14% Provision 1.400€ — ein eigenes System kostet 150-200€. Das ist eine Ersparnis von über 1.200€ im Monat. Ab 15.000€ monatlichem Bestellumsatz wird der Unterschied so groß, dass ein eigenes System die offensichtliche Entscheidung ist. Die DEHOGA empfiehlt Gastronomen aus genau diesem Grund den Aufbau eigener Bestellkanäle.
Fazit — Lieferando ist ein Werkzeug, kein Geschäftsmodell
Drei Dinge die du aus diesem Artikel mitnehmen sollst:
1. Kenne deine tatsächlichen Kosten. Nicht nur die 14% oder 30% Provision. Rechne TopRank dazu, die Schattenwebseiten, die Gleicher-Preis-Garantie, die Bewertungen für Fehler die nicht deine sind. Und den Verlust der Kundendaten.
2. Baue einen eigenen Kanal auf. Ab heute. Auch wenn du Lieferando weiterhin nutzt. Der Kunde muss DIR gehören — nicht einer Plattform die morgen die Provisionen erhöhen kann. Meine Coaching-Klienten die ihre eigene Gästedatenbank konsequent aufgebaut haben, sind von keiner Plattform abhängig. Sie können ihre Gäste jederzeit direkt erreichen — mit gezielten Aktionen, Kampagnen und persönlichen Angeboten.
3. Limitiere die Plattform-Abhängigkeit. Nie mehr als 30-40% deines Umsatzes über einen einzigen Kanal. Hotels haben diesen Fehler mit Booking.com gemacht. Du musst ihn nicht wiederholen. Investiere stattdessen in deine eigene Sichtbarkeit und einen eigenen Lieferservice mit Online-Bestellungen. Vermeide die häufigsten Marketing-Fehler die Gastronomen immer wieder machen.
Du hast gerade schwarz auf weiß gesehen, was Lieferando kostet. Die Frage ist: Was machst du jetzt damit?
Die Gastronomen die ich seit 23 Jahren begleite, haben eines gemeinsam: Keiner von ihnen wartet darauf, dass sich die Bedingungen ändern. Jeder einzelne hat die Bedingungen selbst geändert.
Fang heute an. Nicht morgen. Nicht nächste Woche.
Google deinen Restaurantnamen. Rechne deine Zahlen. Und dann entscheide — mit offenen Augen statt mit der Hoffnung, dass 30% Provision irgendwann weniger werden.
→ [Zum kostenlosen Newsletter anmelden: Jede Woche konkrete Strategien für mehr Umsatz, mehr Kontrolle und weniger Abhängigkeit von Plattformen]




